WORBLudothek zügelt ins Zentrumpd. Die Worber Ludothek hat eine neue Adresse: Zu finden ist sie nicht mehr am Kirchweg, sondern in der neuen Bären-Überbauung im Zentrum. Heute Dienstag hat die Ludothek am neuen Standort zum ersten Mal offen. Die Öffnungszeiten wurden erweitert: Ausser Dienstag und Freitag (16 bis 18 Uhr) ist die Ludothek neu auch am Samstag (10 bis 12 Uhr) geöffnet. |
BIBLIOTHEKWorb will den Raum kaufenDie Gemeindebibliothek hat ihren Raum gemietet. Nun möchte ihn der Gemeinderat für 363'000 Franken kaufen.Seit 1987 befindet sich die Worber Bibliothek am Schmittenplatz 4. Die Gemeinde hat dort einen Raum gemietet. Per Ende August 2002 hat die Vermieterin den Vertrag gekündigt. Sie hat der Gemeinde gleichzeitig angeboten, den Raum, der sich in einem Wohnhaus befindet, zu kaufen. «Wir haben verschiedene neue Standorte gesucht», erklärt Gemeinderat Ernst Hauser (SVP). Unter anderem habe man geprüft, ob sich der alte Coop als Bibliothek eigne. Die Gemeinde sei aber nicht fündig geworden. Um nicht plötzlich ohne Raum dazustehen, sei man deshalb in die Verkaufsverhandlungen für den jetzigen Raum am Schmittenplatz 4 eingetreten. Der Worber Gemeinderat hat beschlossen, den Raum und zwei Einstellhallenplätze zu kaufen. Er beantragt dem Grossen Gemeinderat, dafür einen Bruttokredit von 363'000 Franken zu bewilligen. Das Parlament wird an seiner Januarsitzung darüber befinden müssen. bw |
WORBDie Gemeinde kauft die BibliothekNachdem der Mietvertrag gekündigt wurde, hat Worb die Möglichkeit genutzt, den Bibliotheksraum zu kaufen.Brigitte Walser Der Rückweisungsantrag von Sibylle Flentje (GFL) blieb ohne Chance: Die Worber Parlamentarierin verlangte gestern Abend, weitere Abklärungen zum Thema Bibliotheksraum vorzunehmen. Bis jetzt hat die Gemeinde den Bibliotheksraum am Schmitteplatz gemietet. Der Mietvertrag ist ihr nun gekündigt worden. Gleichzeitig hat sie das Angebot erhalten, den Raum zu kaufen. «Natürlich ist der Kauf verlockend», begründete Flentje ihr Anliegen, «aber wir stellen die Bibliothek mit diesem Kauf auf ein Abstellgleis.» Der Raum biete keine Entwicklungsmöglichkeiten, die Platzverhältnisse seien schon jetzt beengend, so Flentje. «Und schliesslich kommen immer mehr Medien dazu.» Es lohne sich, nach einem besseren Standort zu suchen. Zwar erhielt Flentje Unterstützung von Guy Lanfranconi (FDP): «Unsere Partei ist gespalten. Mir gefällt diese Vorlage nicht.» Mit dem Kauf zwinge man die Bibliothek in ein zu enges Korsett. «Lieber den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach», erwiderte hingegen Ruth Bichsel (FW). Das Angebot sei günstig und gut, es lohne sich nicht, von einem besseren Raum zu träumen. Dieser Meinung schloss sich Therese Bernhard (SVP) an. Und Gemeinderat Ernst Hauser warnte: «Wenn wir dem Kauf nicht zustimmen, stehen wir im September ohne Bibliothek da.» Mit grossem Mehr wurde der Antrag von Sibylle Flentje abgelehnt und dem Kauf des Bibliothekraums für 363'000 Franken zugestimmt. |
WORBDer «Spatz» ist gekauftDie Gemeinde erwirbt die Räumlichkeiten der Bibliothek am Schmitteplatz 4 für rund 360'000 Franken.bas. Die Worber Gemeindebibliothek ist beliebt: Rund 27 Prozent der Einwohnerinnen und Einwohner benutzten sie, sagte Gemeinderat Ernst Hauser (svp) am Montagabend im Parlament. Seit fast 15 Jahren ist die Bibliothek im Erdgeschoss am Schmitteplatz 4 eingemietet. Und dort wird sie vorderhand auch bleiben, obschon ihr per Ende August gekündigt worden ist: Das Parlament hat für den Kauf der Bibliotheksräume und zweier Autoeinstellplätze mit 31 Ja- zu 5 Neinstimmen 363'000 Franken bewilligt - ein «guter Preis», wie Ernst Hauser betonte; der kapitalisierte Mietzins belaufe sich in etwa auf die gleiche Summe. Ein früheres Kaufangebot von 420'000 Franken hatte der Gemeinderat abgelehnt. Ein «enges Korsett»Gegen den Handel sprach sich Sibylle Flentje (gfl) aus: Der Bibliothek fehlten am Schmitteplatz 4 Entwicklungsmöglichkeiten, die Platzverhältnisse seien beengend, die Verantwortlichen seien gezwungen, Medien früher als nötig auszuscheiden. Es würde sich lohnen, andere Objekte für die Unterbringung zu prüfen, meinte Flentje. Allenfalls, so ihr Vorschlag, liessen sich gar Sponsoren finden, welche die Gemeinde beim Kauf des einstigen Coop unterstützten. Hans Ulrich Steiner (gfl) kritisierte, der Gemeinderat lasse dem Parlament keine andere Wahl, als Ja zu sagen. Mühe mit der Vorlage bekundete auch Guy Lanfranconi (fdp): Wie Flentje wies er auf den knappen Raum am Schmitteplatz 4 hin. Es wäre falsch, die Bibliothek mit einem Kauf dort in ein «enges Korsett» zu zwingen. In der FDP-Fraktion gingen die Meinungen auseinander, doch für ihn sei klar: «Wer für eine Bibliothek mit Zukunft ist, ist gegen diese Lösung.» Kein Geld für die «Taube»Die übrigen Votanten teilten diese Ansicht nicht. Der Spatz in der Hand sei der Taube auf dem Dach vorzuziehen, argumentierte Ruth Bichsel (fww). «Die Taube vermögen wir gar nicht», ergänzte Bauvorsteher Hauser und wies darauf hin, dass ein Umzug der Bibliothek ins alte Coop mit Kauf und Innenausbau weit über 800'000 Franken kosten würde. Die Bibliothek sei eine «gute Institution», und auch die SVP sei bereit, Mittel in sie zu investieren, «aber nicht in jeder Höhe», sagte Therese Bernhard (svp). Lanfranconi räumte sie das «Glück der kurzen Ratszugehörigkeit ein»: Von den üblichen Sparforderungen seiner Fraktion habe er halt noch nichts mitbekommen. Speziell an die FDP richtete auch Gemeindepräsident Peter Bernasconi (sp) seinen Appell: Es gelte, auch von Januar bis August das Wünschbare vom Machbaren zu trennen - und nicht einfach jeweils in der Budgetdebatte zu verlangen, dies müsse getan werden. |
