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Presseschau Worb/Rüfenacht und Umgebung

Diese Pressesschau ist unvollständig, unausgewogen und wird sporadisch ergänzt

Mix & Copyright: H.U. Steiner

Bahnhof RBS, Bahnhofhalle, Bahnhofplatz

Der Bund, 31. August 1999

WORB

Ab 2002 sollen Züge in «Raupe» rollen

Weil künftig Niederflur-Mittelwagen die Worblental-Züge verlängern werden, benötigt der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) mehr Depotkapazität: Er plant fürs Jahr 2001 den Bau einer 120 Meter langen Halle beim Bahnhof Worb-Dorf. Ob auf dem Dach eine Park-and-ride-Anlage für rund 80 Autos entstehen wird, ist noch offen.

BARBARA STEINER

Die Direktion selber bezeichnet die Idee als «städtebaulich wagemutig»: Beim RBS-Bahnhof im Zentrum von Worb will der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) eine rund 120 Meter lange, abschliessbare Halle bauen. Dort sollen künftig die Züge durchs Worblental, die am Morgen in Worb starten, die Nacht verbringen. Bis im Jahr 2002 rüstet der RBS die orangen Kompositionen mit Niederflur-Mittelwagen aus. Im Depot Worbboden ist für diese verlängerten Züge zu wenig Platz vorhanden. Zwar könnte der RBS das Depot erweitern. Er ziehe dieser Lösung aber eine neue Bahnhofhalle vor, weil sich damit gleich mehrere Fliegen auf einen Schlag treffen liessen, führte Armin Beyeler, Chef Bau beim RBS, gestern an einer Medienorientierung aus: «Die Passagiere können am ,Schärme' ein- und aussteigen, und die Leerfahrten zwischen Bahnhof und Depot lassen sich reduzieren.» Fünf Projektierungsgruppen haben die RBS-Idee im Rahmen eines Wettbewerbs konkretisiert. Zu lösen hatten sie eine heikle Aufgabe: «Was im Bereich des Bahnhofs passiert, prägt das Ortsbild, er ist sensibel», betonte gestern Gemeindepräsident Peter Bernasconi. Zur Weiterbearbeitung empfiehlt die Jury aus Gemeinde- und RBS-Vertretern und Fachleuten das Projekt «Raupe» des Teams Conzett Bronzini Gartmann AG, Ingenieure, Chur; smarch-Mathys & Stücheli, Architekten, Bern; Archobau AG, Kostenplanung, Chur.

80 Parkplätze auf dem Dach?

Ein eigenständiges Erscheinungsbild zeichne die «Raupe» aus; es verleihe dem Dorfkern eine «neue und unverwechselbare Identität», rühmt der RBS in einem Communiqué. Die Halle nehme die Gleisgeometrie auf, und der «Kopf» der Halle mit dem Vordach schaffe eine Querbeziehung zur «Bären»-Überbauung, lobte an der gestrigen Präsentation auch Ortsplaner Urs Heimberg. Vertikale Elemente brächen optisch die Länge des Baus und brächten Eleganz hinein. «Das Projekt besticht durch Präzision und ist durchdacht bis hin zum Bauablauf», so Heimberg. Ingenieur Jürg Conzett sieht in der Halle ein «Bauwerk der Bahn als Gegensatz zu den Bauwerken der Stadt». Die «Raupe»-Mitarbeiter schlagen vor, das Ende der beiden Geleise, die in die Halle führen werden (das dritte verschwindet), in Richtung Bahnhofgebäude zu verlegen. So schaffen sie einen Bahnhofvorplatz. Sollten dereinst Stadttrams bis nach Worb fahren, könnte dort für sie eine Wendeschlaufe erstellt werden.

Bis Ende Jahr wird der RBS laut Beyeler entscheiden, ob er auf dem Dach der «Raupe» eine selbsttragende Park-and-ride-Anlage für rund 80 Autos einrichten wird. Zu diesem Vorhaben werde auch der Worber Gemeinderat Stellung nehmen, kündete Bernasconi an: «Eine solche Anlage hat Auswirkungen auf den Individualverkehr und ist ortsplanerisch wichtig». Zu den «Raupe»Plänen gehört auch ein Neubau am Standort des heutigen Bahnhofgebäudes. Vorläufig wolle der RBS dort aber nichts verändern, sagte Beyeler. Laut Ortsplaner Heimberg bedarf dieser Projektteil ohnehin einer Überarbeitung - in Zusammenarbeit mit dem Team, das für das künftige Erscheinungsbild des angrenzenden Gebiets K5 verantwortlich sei.

Rund fünf Millionen Franken

Wie Beyeler gestern informierte, hat der RBS vor, nächstes Jahr das eisenbahnrechtliche Plangenehmigungsverfahren für die Bahnhofhalle durchzuziehen; bauen möchte er im darauf folgenden Jahr: «Dann stünde die Halle rechtzeitig für den Einsatz der 16 neuen Niederflur-Mittelwagen im Jahr 2002 zur Verfügung», schreibt der RBS. Die Halle allein ohne Park-and-ride-Anlage dürfte rund zwei Millionen Franken kosten. Zusammen mit den bahntechnischen Anpassungen werde das Vorhaben auf vier bis fünf Millionen Franken zu stehen kommen, schätzte Beyeler: «Das Projekt ist sicher nicht überrissen.»

Der Bund, 7. September 2000

WORB

Bahnhofhalle wird akzeptiert

An einem Orientierungsabend zum Projekt Bahnhofhalle äusserten die Anwesenden Sorgen wegen des Verkehrs auf der Güterstrasse, signalisierten sonst aber Akzeptanz.

ewz. Der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) muss auf der Linie W (Worb-Bern) die Transportkapazitäten erhöhen. Der Finanzierung angepasst, sollen, wie RBS-Direktor Peter Scheidegger an einer Orientierungsversammlung ausführte, nicht neue Fahrzeuge angeschafft, sondern die bisherigen Zugskompositionen durch einen Niederflur-Mittelwagen verlängert werden. Damit werden die Züge vorab für Behinderte, Rollstuhlfahrer und Kinderwagen benützerfreundlicher.

Andererseits muss im Bahnhof Worb die Infrastruktur angepasst werden: Die neuen, 60 statt 40 Meter langen Zugseinheiten können wegen ihrer Länge weder in Worblaufen noch im Depot Worbboden untergebracht werden. Damit drängt sich in Worb der Bau einer 130 Meter langen Bahnhofhalle auf; sie wird dafür sorgen, dass die Fahrgäste unter Dach ein- und aussteigen können. Gleichzeitig können die Züge in der abschliessbaren Halle über Nacht vor Vandalen geschützt werden. Das Projekt sieht eine leicht geschwungene Stahlkonstruktion vor, deren Längsfassaden aus Chromstahlstützen mit eingeflochtenen Chromstahlbändern bestehen. «Entstehen wird», so Architektin Ursula Stücheli, «ein leichtes, lichtdurchlässiges und elegantes Erscheinungsbild».

Die Halle reicht bis an das Kopfende des Bahnhofs; neu entsteht damit vor der Halle ein genügend grosser, freier Platz, um allenfalls später eine Wendeschlaufe für Tramfahrzeuge zu bauen. Geplant ist, den Platz zusammen mit der Gemeinde «als architektonische Antwort auf den Bärenplatz» gestalterisch aufzuwerten, so Gemeindepräsident Peter Bernasconi. Dies sei aber nicht Teil des RBS-Vorhabens, betonte er. Im Nordteil der Halle ist eine Velo-Abstellanlage mit 200 Plätzen vorgesehen.

Parking auf dem Dach

Um das zur Verfügung stehende Land optimal zu nutzen, wird auf der Halle eine Park+Ride-Anlage mit 81 Plätzen gebaut. Die Zufahrt erfolgt über eine Rampe über die Industrie- und Güterstrasse, wobei die Güterstrasse lediglich als Zubringer deklariert wird.

Gemäss den in der Diskussion abgegebenen Voten wird das Projekt grundsätzlich akzeptiert. Besorgt zeigten sich einige Anwohner der Güterstrasse wegen dem zusätzlichen Lärm durch die Park+Ride-Anlage. Hier sei tatsächlich mit 120 bis 130 Mehrfahrten pro Tag zu rechnen, sagte der Chef der RBS-Bauabteilung, Armin Beyeler. Andererseits würden die höheren Perrons den Lärm der Zugsräder besser abschirmen.

Baubeginn Sommer 2001

Die öffentliche Auflage des Projekts erfolgt in zwei bis drei Wochen, wobei aufgrund der eisenbahnrechtlichen Gesetzgebung lediglich die betroffenen Anwohner einspracheberechtigt sind. Werden die Termine eingehalten, wird mit dem Bau im Sommer 2001 begonnen. An die Kosten von 7,6 Millionen Franken leistet Worb 200'000 Franken an den Vorplatz.

Der Bund, 4. Januar 2001

WORB

Ein Dach für die Züge, Parkplätze für die Autos

Jetzt liegen die Pläne für die Bahnhofhalle des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS) auf. Zum Projekt gehört eine Park-and-Ride-Anlage für rund 80 Autos.

bas. Läuft alles programmgemäss, können die Passagierinnen und Passagiere ab Frühling/Sommer 2002 im Bahnhof Worb-Dorf unter Dach in die Züge ein- und aussteigen: Bis dahin möchte der Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) nach Auskunft von Armin Beyeler, Chef der RBS-Bauabteilung, seine Bahnhofhalle fertig gebaut haben. Über die rund 130 Meter lange Stahlkonstruktion mit Längsfassaden aus Chromstahlstützen mit eingeflochtenen Chromstahlbändern hat der RBS die Bevölkerung bereits im vergangenen September orientiert (der «Bund» berichtete); seit gestern nun liegen die Pläne in der Worber Bauverwaltung auf. Ohne Verzögerungen im Baubewilligungsverfahren könne die Verwirklichung im Herbst/Spätherbst dieses Jahres in Angriff genommen werden, so Armin Beyeler.

Zum Bauvorhaben gehört nebst einer Zweirad-Einstellhalle eine Park-and-Ride-Anlage auf dem Dach mit Parkplätzen für rund 80 Autos. Die Kosten für das Bauwerk sind auf insgesamt 7,6 Millionen Franken veranschlagt. Der RBS muss das Geld nicht ganz alleine aufbringen: Die Mehrkosten für die Park-and-Ride-Anlage übernimmt laut Beyeler die Park-and-Ride Region Mittelland AG. Aus dem RBS-Projekt ausgeklammert ist der Platz, der vor der Halle entstehen wird: Dessen Gestaltung sei Sache der Gemeinde Worb.

Die Baupläne in Worb sind eine Folge davon, dass der RBS seine Kapazitäten auf der Strecke Worb-Bern erhöht: Er verlängert die heutigen Zugskompositionen um einen Niederflur-Mittelwagen. Die längeren Züge könnten weder in Worblaufen noch im Depot Worbboden untergebracht werden, war am Informationsabend im September zu erfahren. In der abschliessbaren Halle in Worb seien sie nachts auch vor Vandalen geschützt.

BZ, 28. Mai 2003

TRAM WORB

Platz erst 2004 fertig

Die FDP möchte den Bahnhofplatz rasch fertig bauen. Doch noch fehlt der Entscheid zur geplanten Tramschlaufe.

Vielleicht fahren schon bald rote und grüne Trams nach Worb. Das sieht das neue Tramkonzept der Regionalen Verkehrskonferenz RVK vor. Dazu ist allerdings an der Endstation in Worb eine Wendeschlaufe nötig. Denn im Gegensatz zu den RBS-Zügen können die Trams nur in eine Richtung fahren. Und solange der Entscheid über die Wendeschlaufe nicht definitiv ist, verzögert sich die Fertigstellung des Worber Bahnhofplatzes.

Gegen «Dauerbaustelle»

Die Worber FDP hat genug von der «Dauerbaustelle am zentralsten Platz in Worb». Sie forderte den Gemeinderat an der Parlamentssitzung auf, mit der RBS verbindliche Termine für den Bau des Bahnhofplatzes festzulegen. Armin Beyeler, Bauchef der RBS, versteht das Vorgehen der FDP nicht. Die RBS sei im Gespräch mit dem Worber Gemeinderat.

Die Fertigstellung habe sich ein wenig verzögert, weil der Gemeinderat an einem teuren Steinbelag festgehalten habe. «Wenn man den nach drei Jahren wieder aufreissen würde, um die Tramschlaufe zu bauen, würde das niemand verstehen», sagt Beyeler. Deshalb musste zuerst der Entscheid «mit oder ohne Tramschlaufe» gefällt werden. Mittlerweile sei es zu «95 Prozent» sicher, dass der Platz mit einer Schlaufe gebaut werde. Auch Beyeler möchte «möglichst rasch» mit Bauen beginnen. Im nächsten Jahr sollte dies laut Armin Beyeler möglich sein - sofern nicht Einsprachen zu Verzögerungen führen.

spy

Der Bund, 9. Dezember 2003

GFL gegen Tramwendeschlaufe

Der RBS möchte, dass auf dem Worber Bahnhofplatz künftig Trams wenden können

Bis 2006 wird Bern Mobil die Linie G, auf der das Blaue Bähnli fährt, übernehmen. Heute schon möchte der RBS auf dem Bahnhofplatz eine Tramwendeschlaufe einbauen - die Grüne Freie Liste hat dagegen Einsprache erhoben.

NICOLE JEGERLEHNER

«Die Grüne Freie Liste Worb will nicht, dass der zentral gelegene Bahnhofplatz mit einer Tramwendeschlaufe verunstaltet und in seiner Funktion als wertvoller Begegnungsort beeinträchtigt wird», schreibt die GFL an die Medien. Sie hat darum eine Einsprache gegen die Neugestaltung des Worber Bahnhofplatzes eingereicht. Sie ist damit nicht alleine: Auch eine Privatperson hat Einsprache erhoben, wie das zuständige Bundesamt für Verkehr bestätigt.

Die GFL führt in ihrer Beschwerde verschiedene Gründe für die Einsprache auf: Das Dorfbild werde durch die Tramwendeschlaufe und die Fahrleitungen «auf unzumutbare Weise beeinträchtigt»; zudem verursachten die Trams in der Kurve Lärm. Mit dem Bau der Tramwendeschlaufe, in deren Mitte Bushaltestellen gelegt würden, werde der Platz gerade für Seh- und Gehbehinderte unübersichtlich. «Zudem wird der Durchgang für Fussgänger und Velofahrer blockiert», sagt Roland von Arx von der GFL gegenüber dem «Bund», «Ich weiss nicht, ob sich die Leute bewusst sind, wie der Platz mit der Wendeschlaufe aussehen würde», sagt von Arx.

Teil des Tramkonzepts

Sonja Stieglbauer, Pressesprecherin des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS), sieht die Umgestaltung des Worber Bahnhofplatzes als Investition in die Zukunft: Es sei günstiger, die Tramwendeschlaufe bei der jetzigen Umgestaltung einzubauen, als den Boden in wenigen Jahren wieder aufzureissen. Denn der RBS halte am Tramkonzept der Regionalen Verkehrskonferenz Bern-Mittelland (siehe Kasten) fest und setze darauf, dass in absehbarer Zeit Trams nach Worb fahren würden.

Annegret Hewlett, Pressesprecherin von Bern Mobil, bestätigt, dass ihr Unternehmen die Linie G «ab ungefähr 2006» betreiben wird. Allerdings liege noch kein genauer Zeitplan vor; so sei auch nicht geklärt, ab wann das Blaue Bähnli bis ins Fischermätteli fahren wird (siehe Kasten) - und ob dannzumal noch Blaue Bähnli oder nur Trams unterwegs sein werden: «Bern Mobil übernimmt den Betrieb der Linie G, alles andere ist noch offen.»

Die GFL betrachtet das Tramkonzept als Option; darum könne auch die Tramwendeschlaufe warten. Von Arx betont, der Bahnhofplatz sei als Dorfplatz geplant gewesen. Als Treffpunkt sei er aber spätestens mit einer Tramwendeschlaufe nicht mehr benutzbar. Dem widerspricht Gemeindepräsident Peter Bernasconi: Der Bahnhofplatz sei zwar frei von motorisiertem Individualverkehr, doch «war er immer als Transaktionsplatz vorgesehen, auf dem die Leute ein-, aus- und umsteigen». Dorfplatz sei der Bärenplatz, der rund fünfzig Meter entfernt liege.

Fahrendes Worber Wahrzeichen

Vorsorglich führt die Grüne Freie Liste Worb in der Mitteilung, welche die Einsprache begleitet, ins Feld: «Auf der Linie G sollen auch bei einer Übernahme durch Bern Mobil weiterhin blaue Zwei-Richtungsfahrzeuge eingesetzt werden. Das legendäre Blaue Bähnli muss als Wahrzeichen Worbs erhalten bleiben.»

Bis Ende Januar werden das Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft und das Bundesamt für Raumentwicklung Stellung zur Umgestaltung des Bahnhofplatzes nehmen. Danach wird das Bundesamt für Verkehr mit den Einsprechern Kontakt aufnehmen.

Linie G bis Fischermätteli

Der Worber Bahnhofplatz wird neu gestaltet. Geplant ist der Einbau einer Wendeschlaufe für Tram-Kombinationen - nicht für das Blaue Worbbähnli, denn dieses muss an der Endstation nicht wenden: Der Lok-Führer geht, ans andere Ende des Zuges, setzt sich in den dortigen Führerstand, und schon kann das Blaue Bähnli in die entgegengesetzte Richtung losfahren. Normale Trams können dies nicht; sie brauchen eine Wendeschlaufe, um die Richtung zu ändern. Und genau für solche Trams von Bern Mobil soll die Wendeschlaufe auf dem Worber Bahnhofplatz eingebaut werden.

Die Regionale Verkehrskonferenz Bern-Mittelland will die Tramlinien der Stadt Bern untereinander und mit dem Blauen Worbbähnli zusammenhängen: Bis ungefähr 2010 soll die Linie G, die nach Worb führt, mit dem Berner Fischermätteli-Ast gekoppelt und damit zur durchgehenden Verbindung werden. Damit wäre ein altes Anliegen erfüllt: die Fortführung der Linie G, die heute auf dem Berner Casinoplatz endet, bis zum Bahnhof.

Die Tramwendeschlaufe wird aber nicht bis 2010 ungenutzt bleiben: Bereits vorher werden im RBS-Depot Worbboden nebst den Wagen des RBS voraussichtlich auch Trams von Bern Mobil gewartet - und diese werden auf dem Bahnhofplatz in die richtige Richtung geleitet.

(njb)

BZ, 8. Dezember 2003

WORB

GFL ist gegen Wendeschlaufe

Die GFL Worb erhebt Einsprache gegen die geplante Tramwendeschlaufe auf dem Bahnhofplatz in Worb. Sie will nicht, dass der zentral gelegene Bahnhofplatz mit einer Tramwendeschlaufe verunstaltet werde. Sie schlägt als Alternative eine Wendeeinrichtung beim Depot WorbBoden vor.

mgt

BZ, 13. Januar 2004

WORB

Platz für Trams und Busse

Auf dem Bahnhofplatz in Worb sollen Trams von Bernmobil wenden können. Deshalb ist der Bau einer Wendeschlaufe geplant. Was längerfristig mit dem blauen Bähnli passiert, ist ungewiss.

Brigitte Walser

Auf dem Worber Bahnhofplatz soll eine Tramwendeschlaufe entstehen. Eine, wie man sie an den Tramendstationen in der Stadt Bern kennt. Zwar gibt es in Worb keine Trams, aber das könnte sich bald ändern. RBS, der Betreiber des blauen Bähnlis, wird künftig enger mit Bernmobil zusammenarbeiten und dieser in etwa zwei Jahren die Linie G abgeben. Da die Trams aber nicht wie das blaue Bähnli in beide Richtungen fahren können, wird die Verbindung der Geleise zwei und drei mittels einer Wendeschlaufe nötig. Pläne bestehen, dass die Linie G dereinst mit der Berner Tramlinie zusammengehängt wird, die ins Fischermätteli fährt. Worberinnen und Worber könnten also bis zum Berner Bahnhof und weiter fahren. «Ungefähr 2010 könnte es so weit sein», sagt Annegret Hewlett, Sprecherin von Bernmobil. Ob dann das Wahrzeichen von Worb, das blaue Bähnli, von der Bildfläche verschwindet, kann Hewlett nicht sagen: «Dazu gibt es noch keine Pläne.» Die neue Schlaufe soll auch von Bernmobil-Trams genutzt werden, die im RBS-Depot Worbboden gewartet werden.

Bushaltestelle in der Mitte

Die Schlaufe ist auf dem Bahnhofplatz zwischen Hauptstrasse, Güterstrasse und der Buchhandlung Bener geplant. «Der Platz wird attraktiver sein als heute», ist Worbs Gemeindepräsident Peter Bernasconi überzeugt. Autos werden nicht mehr zwischen der Buchhandlung und den Geleisen auf den Bahnhofplatz fahren können. Verboten ist dies schon heute, getan wird es trotzdem. Südlich des neuen Bahnhofplatzes sollen einige wenige Kiss-and-ride-Parkplätze geschaffen werden. In der Mitte des Platzes ist die Bushaltestelle vorgesehen. Für Fussgänger ist der Platz also jederzeit zugänglich, seine Ränder werden mit Pflanzen geschmückt. Die alte Linde beim Bahnhofgebäude wird gefällt, etwas weiter hinten soll ein neuer Baum gepflanzt werden. Das Konzept für den Platz stammt von den Architekten Beat Mathys und Ursula Stücheli. Das Architekturbüro war schon für die neue Bahnhofhalle verantwortlich.

Der Bahnhofplatz ist im Besitz des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS), der denn auch für den Umbau verantwortlich ist und die Kosten für die Wendeschlaufe trägt. Die Gemeinde Worb zahlt an die Platzgestaltung. Peter Bernasconi rechnet damit, dass noch in diesem Jahr gebaut werden kann. Das Plangenehmigungsverfahren ist noch im Gange (siehe Kasten).

Keine weiteren Pläne

Was mit dem Bahnhofgebäude passiert, steht noch nicht fest. Auch dieses gehört dem RBS und war ursprünglich Teil eines Wettbewerbs für die Bahnhofumgestaltung. Bei der Eröffnung der neuen Bahnhofhalle hatte Worbs Gemeindepräsident den RBS aufgefordert, mit dem Neubau nicht allzu lange zu warten. Allerdings: «Konkrete Pläne gibt es nicht», sagte gestern RBS-Sprecherin Sonja Stieglbauer auf Anfrage. Auch die neue Bahnhofhalle war Teil der Bahnhofumgestaltung. Sie ist im Dezember vor einem Jahr eingeweiht worden. Gleichzeitig wurde ein neuer Veloabstellplatz und über den Geleisen eine Park-and-Ride-Anlage in Betrieb genommen.

BAHNHOFPLATZ

Einsprache der GFL

Gegen das Projekt des RBS sind beim Bundesamt für Verkehr zwei Einsprachen eingegangen. Die eine stammt von der Grünen Freien Liste Worb (GFL), die andere von einer Privatperson. «Mit dem Bau einer Tramwendeschlaufe und der damit zusammenhängenden Fahrleitung wird das Dorfbild in unzumutbarer Weise beeinträchtigt», schreibt die GFL in ihrer Einsprache. Zudem verursache der Minimalradius der Schlaufe Lärm, welcher die Anwohner belaste. Der zentrale Platz verliere seinen Wert als Begegnungsort und als Fussgängerzone. Schliesslich sei der Bedarf für die Wendeschlaufe nicht gegeben, da der Betrieb der Linie G des RBS durch Bernmobil sowie der Einsatz von 1-Richtung-Fahrzeugen noch nicht gegeben sei. Für die Wartung könne die Wendeeinrichtung ausserhalb des Zentrums gebaut werden.

Bis Ende Januar dauert nun die bundesinterne Vernehmlassung. Dazu kann der RBS Stellung nehmen, und daraufhin werden die Einspracheverhandlungen geführt.

bw

Der Bund, 20. Januar 2005

 

WORB

Wendeschlaufe kommt nicht

Die preisgekrönte Bahnhofhalle ist seit zwei Jahren fertig gestellt, der Worber Bahnhofplatz ist aber noch immer eine Baustelle. Nun soll es vorwärts gehen: Die Neugestaltung des Platzes soll bis im kommenden September abgeschlossen sein, sagt Sonja Stieglbauer, Verantwortliche Kommunikation beim Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS). Allerdings werde die vorgesehene Tramwendeschlaufe vorerst nicht realisiert, bestätigt Stieglbauer eine Meldung der «Worber Post». Dies, weil der Kanton einen Investitionsbeitrag von 360'000 Franken nicht sprechen will. «Das heisst aber nicht, dass es nie eine Wendeschlaufe geben wird, sie kann auch später noch realisiert werden», sagt Stieglbauer. Der RBS, dem das Grundstück auf dem Worber Bahnhofplatz gehört, wolle nun die Umgestaltung des Bahnhofplatzes vorantreiben, da auch grosser Druck seitens der Bevölkerung bestehe.

Die Schlaufe wäre nötig, damit so genannte einrichtige Trams dereinst auf dem Bahnhofplatz wenden können. Denn im nahegelegenen RBS-Depot Worbboden sollen auch Trams von Bern Mobil gewartet und auf dem Bahnhofplatz in die richtige Richtung geleitet werden. Zudem will die Regionale Verkehrskonferenz Bern-Mittelland, dass Trams von Bern nach Worb fahren können. Bis ungefähr 2010 soll die Linie G, die nach Worb führt, mit dem Berner Fischermätteli-Ast gekoppelt und damit zur durchgehenden Verbindung werden. Einrichtige Trams können aber ohne Schlaufe in Worb nicht wenden. Dieses Problem haben Zweirichtungsfahrzeuge wie das blaue und das orange Bähnli nicht: Der Lok-Führer geht ans andere Ende des Zugs, setzt sich in den Führerstand und fährt in die entgegengesetzte Richtung los.

Ohne Tramwendeschlaufe könne Bern Mobil nicht wie vorgesehen die Linie G übernehmen, sagte gestern Pressesprecherin Annegret Hewlett. Sie zeigte sich überrascht über den Entscheid des RBS. Dessen Folgen für Bern Mobil könne sie noch nicht abschätzen, sagte Hewlett. Es sei aus Kostengründen aber kaum möglich, dass Bern Mobil Zweirichtungsfahrzeuge anschaffe.

Der RBS will noch einmal beim Kanton anklopfen. Die Gesamtkosten für den Bahnhofplatz belaufen sich ohne Tramwendeschlaufe auf insgesamt 950'000 Franken. Davon soll die Gemeinde Worb mindestens 200'000 Franken übernehmen. Das Parlament wird voraussichtlich im Frühling darüber befinden. (car)

Landbote, 3. Februar 2005

Im Tram nach Worb und zurück

Der Worber Bahnhofplatz wird umgestaltet. Heftig umstritten ist der Bau einer Tramwendeschlaufe.

Marc Kipfer

Der RBS (Regionalverkehr Bern-Solothurn) möchte künftig enger mit Bernmobil zusammenarbeiten. Die Pläne betreffen in erster Linie die Linie G, also das bis anhin vom RBS betriebene «Blaue Bähndli». Bernmobil liebäugelt damit, den Betrieb dieser Linie zu übernehmen. Dies würde das «Blaue Bähndli» vor eine ungewisse Zukunft stellen. Diese Zukunft würde vorwiegend den Trams gehören. Bis ins Jahr 2010 möchte Bernmobil die Linie G mit der Fischermätteli-Linie verbinden. Die Trams würden dann vom Berner Fischermätteli-Quartier direkt bis nach Worb verkehren. Zu diesem Zweck müsste in Worb eine Wendeschlaufe gebaut werden, wie man sie aus der Stadt Bern kennt, denn die Tramführer können an der Endstation nicht einfach - wie in den blauen und orangen RBS-Bahnen - die Seite wechseln.

Sorgen um das Dorfbild

Der Worber Bahnhofplatz befindet sich seit über zwei Jahren im Umbau. Nach der Fertigstellung der Bahnhofhalle Ende 2002 soll nun auch der Bahnhofplatz endlich sein neues Gesicht erhalten. Der RBS möchte die Gunst der Stunde nützen und die geplante Wendeschlaufe auf dem Bahnhofplatz bauen, zwischen Hauptstrasse, Güterstrasse und der Buchhandlung Berner. Der Bau dieser Schlaufe würde die Installation von Fahrleitungen und zahlreichen Masten mit sich bringen. Für die geplante Bepflanzung auf dem Bahnhofplatz würde dadurch weniger Fläche zur Verfügung stehen. Die Gestaltungsfreiheit wäre deutlich eingeschränkt.

Genau daran scheiden sich die Geister. Während sich die Befürworter nebst der Schlaufe auch mit deren Begleiterscheinungen anfreunden könnten, befürchtet die Gegnerschaft eine Verschandelung des Dorfbildes und den Verlust des Bahnhofplatzes als Treffpunkt. Zudem wird kritisiert, dass die Schlaufe «auf Vorrat» gebaut würde, da eine spätere Nutzung durch Bernmobil zwar wahrscheinlich, aber nicht sicher ist. Gemeindepräsident Peter Bernasconi zeigt Verständnis für diese Argumentation, relativiert aber: «Die Variante mit der Wendeschlaufe ist sicher nicht der Weisheit und Schönheit letzter Schluss, wir würden sie aber dem ÖV zu Liebe in Kauf nehmen.»

Frage der Finanzierung

Das Projekt liegt in seinen Grundzügen seit den Siebziger Jahren in den Schubladen des RBS. Momentan ist das Projekt aktueller, aber auch ungewisser denn je. Zwar soll laut Bernasconi der Bahnhofplatz so rasch wie möglich fertig werden, auch für die Bevölkerung, die «extrem drauf drückt». Vielleicht aber vorerst ohne die Tramwendeschlaufe, weil der Kanton Bern seinen Finanzierungs-Anteil bisher nicht bestätigt hat. Nötig wäre ein Beitrag von 360'000 Franken, dazu weitere 200'000 Franken von der Gemeinde Worb.

Wie der neue Worber Bahnhofplatz dereinst auch aussehen mag - eines ist klar: Ohne die Wendeschlaufe wird Bernmobil die Linie G kaum übernehmen, denn ihre Trams sind allesamt einrichtig. Dass Bernmobil den Weg nach Worb mit zweirichtigen Fahrzeugen betreiben wird, ist unwahrscheinlich. Diese müssten dafür eigens angeschafft werden, was mit zu hohen Kosten verbunden wäre. Trotz langem Hin und Her hoffen die Beteiligten, dass in naher Zukunft eine Lösung gefunden wird. Und falls nicht, so bleibt der Gemeinde Worb als Trost zumindest ihr Wahrzeichen: Das «Blaue Bähndli».

Der Bund, 12. Februar 2005

 

WORB

Wendeschlaufe kommt nun doch

Die Tramwendeschlaufe auf dem Worber Bahnhofplatz soll nun doch realisiert werden. Die beteiligten Parteien sind noch einmal zusammen an einen Tisch gesessen und haben sich bezüglich des Investitionsbeitrags einigen können, so Hans Amacker, Direktor des Regionalverkehrs Bern-Solothurn (RBS). Erst vor knapp einem Monat hatte es geheissen, die Tramwendeschlaufe könne vorerst nicht gebaut werden, weil der Kanton den Investitionsbeitrag von 360'000 nicht spricht (siehe «Bund» vom 20. Januar). Nun übernimmt der RBS, dem das Grundstück auf dem Worber Bahnhofplatz gehört, die Kosten selber.

Geht alles nach Plan, soll im Spätsommer mit den Bauarbeiten auf dem Bahnhofplatz begonnen werden, sagt Hans Amacker. Zuerst muss aber noch das Worber Parlament über den Gemeindebeitrag in der Höhe von 200'000 Franken befinden. Die Umgestaltung des Bahnhofplatzes kostet insgesamt 1,5 Millionen Franken. Das Gemeindeparlament befindet voraussichtlich im Frühling über den Kredit.

Tram von Bern nach Worb

Die Wendeschlaufe ist nötig, damit Trams dereinst zwischen Bern und Worb verkehren können. Dies möchte die Regionale Verkehrskonferenz Bern-Mittelland. Bis ungefähr in fünf Jahren soll die Linie G, die schon heute nach Worb führt, mit dem Berner Fischermätteli-Ast gekoppelt und damit zur durchgehenden Verbindung werden. Ohne Schlaufe können die Strassenbahnen von Bern Mobil aber in Worb nicht wenden, da sie so genannte Einrichtungsfahrzeuge sind.

Hans Amacker vom RBS ist froh, dass die Realisierung der Wendeschlaufe nun vorangetrieben wird. Das sei eine Investition in die Zukunft. Der RBS stehe hinter der Idee einer durchgehenden Tramverbindung von Bern nach Worb, sagt der RBS-Direktor. (car)

Landbote, 11. August 2005

 

WORB

Die Angst um das «Blaue Bähnli»

Im Juni hat das Worber Parlament 200'000 Franken für die Neugestaltung des Bahnhofsplatzes bewilligt.
Wie aber steht die Bevölkerung zu den Stichworten Tramwendeschlaufe und Begegnungsort?

Rahel Sahli

Gemäss dem Regionalverkehr Bern-Solothurn (RBS) belaufen sich die Kosten für das Bauvorhaben Bahnhofsplatz Worb auf rund 1,55 Millionen Franken. Das Projekt beinhaltet unter anderem die Errichtung einer Tramwendeschlaufe auf dem Bahnhofsareal. Gemäss regionalem Tramkonzept ist nämlich vorgesehen, die RBS-Linie G zukünftig mit der Tram-Line 5 von Bernmobil aus der Stadt Bern zu verknüpfen.

Der Platz vor der Bahnhofshalle soll ausserdem der Bezeichnung «Verkehrsplatz» noch mehr Rechnung tragen. Das heisst: Ankommen, Umsteigen, Abfahren, Querungen zu Fuss, mit dem Velo, Bus oder Tram - ohne Individualverkehr.

Der Berner Landbote hat sich dazu in der Worber Bevölkerung auf Stimmenfang gemacht.

Michele Giorgetti, Plättlileger aus Rüfenacht

Ich interessiere mich nicht sonderlich für Politik, doch das Vorhaben ist bestimmt nicht schlecht. Ich würde jedoch den Wegfall des «Blauen Bähnlis» bedauern. Worb ohne das «Blaue Bähnli» wäre für mich wie die Aare ohne Wasser. Die Idee, den Bahnhofsplatz zu einem Ort der Begegnung umzugestalten und den Öffentlichen- vom Individualverkehr zu trennen kann ich nur begrüssen.

Werner Tschaggelar, Rentner aus Worb

Ich halte das Projekt einer Tramwendeschlaufe für absoluten Blödsinn. Die entsprechende Kurve müsste nämlich extrem eng gebaut werden, so dass es bei jedem Tram quietschen würde. Die Behörden sollten vielmehr das Projekt Umfahrungsstrasse vorantreiben, das wäre bedeutend wichtiger als ein schön geschmückter Bahnhofsplatz.

Manuela (links) und Sabrina Keller, Schülerin und Lehrtochter aus Worb

Wir finden es gut so wie es ist: Ob Worb durch ein Tram mit der Stadt verbunden ist oder nicht ändert für uns nicht viel. Schade fänden wir, wenn es das «Blaue Bähnli» deswegen nicht mehr geben würde. Dieses ist nämlich so etwas wie das Wahrzeichen unserer Gemeinde.

Nicole Steiner (links) aus Worb und
Marlise Probst aus Rüfenacht

Wichtig ist in erster Linie eine gute Verbindung mit der Stadt Bern. Ob Zug, Bähnli oder Tram ist da nicht massgebend. Wir sind aber der Meinung, dass man in Worb mit dem ständigen Bauen aufhören sollte. Jetzt hat man doch eben erst den Bärenplatz neu gemacht. Die Behörden sollten sich lieber einmal um den Feierabendverkehr kümmern.

Joël Spörri,
Optikerlehrling aus Worb

Mit dem Tram direkt in die Stadt Bern finde ich eine tolle Idee. Auch, dass der neue Bahnhofsplatz ein Ort der Begegnung ohne Autos werden soll finde ich gut. Doch als Anwohner habe ich langsam genug von der ganzen Bauerei. Irgendwie sind die Vorhaben immer so übertrieben. Gerade die Umgebung um den Bahnhof ist zu einem richtigen Industriegebiet geworden.

 

Die befragten Worberinnen und Worber sind zu den beiden Themen also sehr unterschiedlich eingestellt. In einem Punkt sind sie sich aber einig: Das «Blaue Bähnli» gehört zur Gemeinde Worb und darauf würde niemand gerne verzichten.