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Presseschau Worb/Rüfenacht und Umgebung

Diese Pressesschau ist unvollständig, unausgewogen und wird sporadisch ergänzt

Mix & Copyright: H.U. Steiner

Bären-Überbauung, Gemeindehaus, Coop

Der Bund, 25. August 1994

WORB / Überbauung «Bären»

Doch ein neuer Saal?

Projektänderungen für die Überbauung auf dem «Bären»-Areal in Worb: Die Gemeinde will auf ein Restaurant verzichten, dafür aber die Gemeindeverwaltung und den neuen Saal zusammen in einem Gebäude realisieren.

kü. Noch ist für diejenigen, welche in Worb einen Saal befürworten, nicht alles verloren. Mit der Konzeptänderung für die Überbauung «Bären» zwischen Kirchweg, Hauptstrasse und Bernstrasse steigen die Chancen, dass der alte «Bären»-Saal nun doch ersetzt wird.

Das neue Konzept sieht vor, den auf 350 bis 400 Plätze verkleinerten Saal gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung unterzubringen. Dabei soll auf das ursprünglich geplante Restaurant verzichtet werden. Laut Gemeindepräsident Peter Bernasconi konnte dafür keine private Trägerschaft gefunden werden. Ausserdem hätten verschiedene Worber Vereine gewünscht, dass kein Restaurant eingerichtet werde, weil für Anlässe oft ein eigener Restaurationsbetrieb vorgesehen sei. Die neue Variante bedingt, dass die Raumreserve für die Gemeindeverwaltung verkleinert wird. Ein Teil dieser Reserve ist laut Bernasconi bereits für Spitex vorgesehen.

Mehrzweckräume gestrichen

Im ursprünglich für die Gemeindeverwaltung vorgesehenen Trakt sollen neu Büros, Läden und Wohnungen eingerichtet werden. Der Grossverteiler Coop, bereits zu Beginn der Planung mit dabei und auf zwei Stockwerke angewiesen, wird in beiden Untergeschossen untergebracht. In einem Teil davon befindet sich die unterirdische Einstellhalle. «Wir werden die Parkplätze bewirtschaften», erklärt der Gemeindepräsident. «Die Halle soll nicht zum Park and Ride des RBS werden.» Der Haupteingang von Coop ist nach wie vor bei der Hauptstrasse vorgesehen. Ursprünglich geplante Mehrzweckräume, wo beispielsweise eine Bibliothek oder Schulräume hätten untergebracht werden können, sind aus Kostengründen aus der Planung gekippt und im neuen Konzept nicht mehr enthalten.

Zentral: Gemeindeverwaltung

Auch wenn sich die Gemeindeverwaltung nun mit einer bescheideneren Lösung abfinden muss, begrüsst Peter Bernasconi die Vermischung, welche durch die neue Variante entstehen wird. «Damit ergibt sich eine klare Grundeigentumssituation», sagt er. So könne man sich auf die jeweilige Nutzung konzentrieren. Ein grosser Vorteil sei, dass die Gemeindeverwaltung künftig zentral geführt werden könne.

Vorerst muss die Projektänderung umgesetzt und überarbeitet werden. Das zu überbauende Land gehört zu rund 80 Prozent der Gemeinde Worb, der Rest der Schweizerischen Bankgesellschaft (SBG). Gemäss Bernasconi ist ein Landabtausch vorgesehen.

BZ, 28. Dezember 1999

BÄRENZENTRUM WORB

«Ein heisses Büro» - mit Aussicht

Die letzten Zügelkisten werden gepackt. Selbst Gemeindepräsident Peter Bernasconi legt Hand an. Zurzeit zieht die Worber Gemeindeverwaltung ins neue Verwaltungsgebäude auf dem Bären-Areal um.

Michael Gerber

Über die Festtage kann Peter Bernasconi seine Hände nur kurz in den Schoss legen. In diesen Tagen zügelt die Worber Gemeindeverwaltung in den 14,5 Millionen Franken teuren Neubau auf dem Bären-Areal. Da muss selbst der Gemeindepräsident kräftig zupacken. Der Schrank in seinem - bald schon ehemaligen Büro - steht weit offen. Die Tablare sind leer und das Schrankpapier wirkt abgenutzt. Im Durchgang stapeln sich die Zügelkisten, vom Präsidenten feinsäuberlich angeschrieben mit «Präs/335/Bernasconi». Auf dem Schreibtisch türmen sich Dossiers, Ordner und Büromaterial. Zuoberst liegen zwei gerahmte Fotografien. Zwei grosse Bilder stehen auf dem Boden.

Peter Bernasconi greift sich die beiden Gemälde und bahnt sich einen Weg durch den mit Kisten überstellten Vorraum. Im grosszügig gestalteten Eingangsbereich des neuen Verwaltungsgebäudes sind die Handwerker wenige Tage vor der Eröffnung noch am Werk. Auf dem Fussboden dudelt das obligate Baustellenradio in voller Lautstärke. Vorsichtig steigt der Gemeindepräsident über herumliegendes Werkzeug hinweg, steuert zielstrebig auf den Lift zu und fährt damit in sein neues Reich im dritten Obergeschoss.

Noch wirkt Raum 335 leer. Im neuen Büro des Worber Präsidenten stehen zwei grosse, schwarze Tische und ein halbes Dutzend Lederstühle herum. Der Wand entlang erstreckt sich ein weisses USM-Gestell. Gegen Süden gibt eine grosse Fensterfront den Blick frei auf die übrigen Neubauten auf dem Bären-Areal. Und aus der Ferne grüssen Jungfrau und Blümlisalp. Peter Bernasconi strahlt wie ein reichbeschenkter Junge an Weihnachten. «Das ist ein heisses Büro», schwärmt er - und denkt dabei nicht zuletzt an die zu erwartenden hohen Temperaturen im Hochsommer. Zum Glück seien die Zeiten im alten «Chrümmeli» bald endgültig vorbei. Bernasconi: «Dort war es wirklich eng. Und Sitzungen mit mehr als zwei Personen waren nicht möglich.» Im neuen Jahrtausend wird der Worber Präsident seine Gesprächspartner in seinem neuen, repräsentativen «Oval office» empfangen können.

Mit dem Einzug im neuen Gemeindehaus geht für die Worber Verwaltung ein Jahrzehnte langes Provisorium zu Ende. Bereits Anfang Januar werden alle bisher an drei Standorten untergebrachten Abteilungen an den Bärenplatz 1 unter einem Dach vereint sein. «Das wird uns die Arbeit stark vereinfachen», ist Peter Bernasconi überzeugt. Ausserdem lohne sich der Neubau für die Gemeinde auch finanziell. Durch den Verkauf eines grossen Teils des Bären-Areals habe Worb rund 10 Millionen Franken kassiert, und mit diesem Geld in der Zwischenzeit am Kapitalmarkt noch etwas dazuverdient. «Wir mussten also nur gut vier Millionen anderweitig beschaffen», rechnet der Gemeindepräsident vor. Zudem könnten so jährlich rund 200'000 Franken an Mietzinsen gespart werden. Bernasconi: «Die Rechnung geht für uns auf. »

Das neue Gemeindehaus ist ab dem 3. Januar 2000 offen. Gleichzeitig erhält die Verwaltung neue Telefonnummern. Die neue Hauptnummer lautet 031 838 07 00.

Der Bund, 17. Februar 2000

WORB

Ein Abend für 530 Franken

Ab September bewirtschaftet die Brauerei Egger den Bärensaal. Dorfvereine kostet die Benutzung 530 Franken pro Abend, weitere 200 Franken steuert die Gemeinde bei.

bas. Zwischen 300 und 400 Personen werden im neuen Gemeindesaal in der Bären-Überbauung an Tischen Platz nehmen können. Den Belegungsplan des Saals wird nicht die Gemeinde führen, ebenso wenig hat sie mit der Reinigung und dem Unterhalt zu tun: Im Sinne des New Public Managements überlässt sie die Bewirtschaftung der Brauerei Egger. Der Gemeinderat habe den Vertrag verabschiedet, ab 1. September betreibe das Worber Unternehmen den Saal mit moderner Infrastruktur auf eigene Rechnung, sagte Gemeindepräsident Peter Bernasconi gestern an einer Medienorientierung. Geregelt haben Gemeinde und Brauerei unter anderem, wie viel die ortsansässigen Vereine für Saalbenutzung aufzuwerfen haben. Ihnen werden pro Abend 530 Franken in Rechnung gestellt, zusätzliche 200 Franken hat die Gemeinde zu berappen. «Im Quervergleich kommt diese Lösung die Worber Vereine günstig zu stehen»; meint Bernasconi. Die Vereine könnten nämlich auf eigene Rechnung wirten und seien frei in der Wahl des Getränkelieferanten. Die Brauerei Egger biete ihnen die Tranksame zu Wirte-Einstandspreisen an. Die Saalmiete für auswärtige Vereine und andere Benutzer könne die Brauerei Egger selber festlegen. Der Vertrag sei auf ein Jahr mit Option auf Verlängerung abgeschlossen worden.

Laut Bernasconi dürfte das Worber Gemeindeparlament seine Sitzungen von der Aula in den Bärensaal verlegen. Finanziell werde die neue Lösung die Gemeinde teurer zu stehen kommen als die bisherige.

Der Bund, 17. Februar 2000

WORB

Licht aus Taschenlampe an

Schick sieht sie aus, die neue Gemeindeverwaltung in der Bären-Überbauung. Hin und wieder kommt sie den Angestellten trotzdem recht düster vor. Und manchmal tappen sie regelrecht im Dunkeln: Die topmoderne Beleuchtung funktioniert recht autonom.

Worbs Gemeindepräsident Peter Bernasconi hälts bei Besprechungen in seinem schönen neuen Büro nicht lange am Sitzungstisch aus. Ungefähr alle acht Minuten steht er auf. Nach dieser Zeitspanne erlischt jeweils die Lampe. Neuste Beleuchtungstechnik ist installiert in der Verwaltung. Das heisst: Nicht simple, von Menschenhand ausgeführte Schaltermanipulationen bestimmen, wie lange es hell bleibt in den Räumen, sondern hoch sensible Bewegungsmelder. Und jener in Bernasconis Büro merkt zwar, wenn der Chef am Pult sitzt - der Sitzungstisch aber liegt vermutlich ausserhalb seines Wahrnehmungsbereichs. Bernasconi geht das Problem pragmatisch an. Er hat sich eine Taschenlampe gepostet. Um die wäre Sekretär John Günther jüngst auch ganz froh gewesen. Er hätte damit rascher aus dem plötzlich stockdunklen Sitzungszimmer hinausgefunden.

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Zur Autonomie des Lichts in der Worber Gemeindeverwaltung existieren diverse Theorien. Elektriker und Schaltungstechniker beispielsweise verfolgen sozusagen diametral entgegengesetzte Fährten. In John Günthers Worten: «Jeder sagt, der andere sei schuld.» Vorübergehend fasste sogar Orkan «Lothar» den Schwarzen Peter: Just in der Endprogrammierungsphase habe dieser für einen Stromunterbruch gesorgt und die bereits geleistete Arbeit vollkommen zunichte gemacht, bekam Bernasconi vom Architekten zu hören.

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Die Hightech-Beleuchtung sei nicht etwa teurer gewesen als herkömmliche Lichtanlagen, betont Bernasconi. Zudem lasse sich damit Strom sparen - selbst dann, wenn die Lampen sich nur ausschalteten, wenn dies auch tatsächlich von ihnen erwartet würde. Erstaunlich eigentlich, dass sich die Computer kooperativ verhalten. Zwar gabs auch mit den Internet Pannen. Mailen können die Angestellen nun aber - notfalls halt im Dunkeln.

BARBARA STEINER

CoopZeitung, 7. Juni 2000

WORB

«Bären-Zentrum»

Ein wichtiges Bauvorhaben ist realisiert: Coop Bern/Biel-Bienne eröffnet am 6. Juni in Worb ein Super-Center.

Was lange währt, wird endlich gut!» Mit diesen Worten lässt sich die Vorgeschichte umschreiben. Etliche Sitzungen der Bauherrengemeinschaft (Gemeinde Worb, einheimische Baugenossenschaft und Coop) waren dafür notwendig. Ein idealer Standort, in unmittelbarer Nähe des Bahnhofs.

Die Bauplatz-Installation erfolgte bereits im Jahre 1997. Ab Januar 1998 konnte mit dem Rohbau begonnen werden. Einige Kennzahlen: Aushub rund 65'000 Kubikmeter, 10'000 m3 Beton und zirka 1000 Tonnen Stahl wurden eingebracht. Tag für Tag waren auf der Baustelle 30 bis 40 Handwerker beschäftigt

Was ist entstanden? Auf mehr als 2600 m2 Fläche ein modernes Super-Center, ein tolles Restaurant mit rund 200 Plätzen, die Parkhalle für 130 Autos, mit direktem Zugang zur Verkaufsstelle. 14 Wohnungen sowie Büro-, Verkaufs- und Lagerräumlichkeiten ergänzen die repräsentative Überbauung, wo auch die Gemeindeverwaltung untergebracht ist.

Möchten Sie uns jetzt durch die imposanten, hellen Coop Verkaufsräume begleiten? Das Erdgeschoss umfasst die farbenprächtige Blumenabteilung, einen Kiosk und das heimelige «Free-Flow» Restaurant. Ebenfalls finden Sie hier die «Marktzone», einen übersichtlichen Aktionsplatz für saisonale Angebote. Der grosse Kiosk ist mit einer originellen Take-it-Ausstattung «für den kleinen Hunger» optimal ergänzt.

Mit der Rolltreppe - es stehen auch zwei Glaslifte zur Verfügung - oder zu Fuss gelangen Sie via Zwischengeschoss ins Supercenter. Es verdient diese Bezeichnung: tatsächlich ein wunderbarer Markt! Unmittelbar nach dem Entrée entledigt man sich des Leerguts. Auch die Kunden-Infostelle ist in der Eingangszone untergebracht. Dann öffnet sich Ihnen die grosszügige Früchte & Gemüse-Abteilung, mit aktiver Selbstbedienung. Eine Augenweide, reichhaltig und tagtäglich frisch. Auf über 20 Laufmetern schliesst sich der Molkereibereich an, mit einem sehr attraktiven Sortiment. Im Backwaren/Konditorei-Sektor, mit Leckerbissen und vielen Spezialitäten, fallen die beiden Doppel-Ausbacköfen auf. Erleben Sie dann unser Käse-Rayon: ein Bijou - und in Bedienung! Die Fleischwaren-Abteilung mit einem 6-m-Buffet (ebenfalls in Bedienung), Warmhaltestation (z. B. für Poulets), das Vollsortiment mit den AtmosFrischhaltepackungen (Selbstbedienung), ein Charcuterie- und Traiteurangebot, die Dauerwurstwaren. Alles ist vorhanden, mit Liebe sowie Fachkompetenz eingerichtet und betreut. Von Donnerstag bis Samstag gibts hier auch frischen Fisch! Die Tiefkühlprodukte befinden sich auf über 20 Laufmetern, als Neuheit entweder im Hochschrank oder auf so genannten Tiefkühl-Inseln. Dann das umfassende Angebot für die Weinfreunde: Mit dem beliebten Karton-Verkauf für viele aktuelle Provenienzen. Zusätzlich zu all dem bieten wir Ihnen das gesamte Food- und Nonfood Sortiment an. Besonders erwähnenswert: Der Baby-Bereich mit Spielecke, die Parfümerie/Schönheitsboutique, der Beauty-Corner. An neuen Check-Out-Kassen, ausgerüstet mit den gängigen Kredit- und Debitkarten, begrüssen und verabschieden Sie unsere freundlichen Mitarbeiterinnen. «Beschte Dank und uf Wiederluege!»

Der Bund, 16. Juni 2001

WORB

Das Bärenzentrum wird jährig

Ein städtischer Kern im ländlichen Worb: Die Läden und mehr als die Hälfte der Wohnungen in der «Bären»-Überbauung sind bezogen. Bei den Worbern komme das Zentrum gut an, sagt Gemeindepräsident Bernasconi. Es gibt aber auch Nebengeräusche.

CHRISTOPH AEBISCHER

Der Juwelier war der Letzte. Seit der Eröffnung seines Ladens am vergangenen Mittwoch sind im Bärenzentrum Worb alle Ladenlokale besetzt. In die Nutzung der Anlage teilen sich der Detailhandel, die Coop-Filiale, das Gemeindezentrum und diverse Wohnungen. Von diesen Wohnungen wurden einige erst vor zwei Monaten fertig gestellt. Nach etwas harzigem Beginn liessen sich diese nun recht gut vermieten, sagt Rolf Noethiger von der Baugemeinschaft. Der zentrale Platz hingegen muss in seinem zweiten Sommer noch den Beweis antreten, ein Ort der Begegnung zu sein.

Toter Platz oder Freiraum?

Der Platz ist oft noch menschenleer. Eine regere Nutzung des Platzes sei deshalb nötig, finden die Detaillisten. Auch bei Coop rangiert dieser Wunsch weit oben, wie Peter Schmid, Leiter der Versorgungsregion Bern, auf Anfrage bestätigt. Darauf angesprochen, entgegnet Gemeindepräsident Peter Bernasconi, dass ein Platz als öffentlicher Raum naturgemäss in Zwischenzeiten leer stehe und sich eben erst bei Anlässen fülle. «Abgesehen davon finde ich ihn auch so nicht monoton.»

Urs Schneiter, Drogist an der Hauptstrasse, vermutet, ein kompliziertes Bewilligungsprozedere sei daran schuld, dass der Platz so wenig gebraucht werde. Bernasconi gesteht ein, dass das Verfahren noch optimiert werden könne. Normalerweise reiche aber ein Schreiben an das Anwaltsbüro Bättig, welches die Anlage treuhänderisch führe. «Der Bauträgerausschuss hat dann meines Wissens noch jedes Rösslispiel bewilligt», sagt Rolf Noethiger von der Baugemeinschaft. Nach seiner Einschätzung könnte in Zukunft das Büro Bättig sogar die Kompetenz erhalten, Bewilligungen zu erteilen. Dass die Stockwerkeigentümer ein Interesse daran haben, die Veranstaltungen zu regeln, müsse man verstehen, sagt Noethiger weiter. Zum Teil liegen auch Schlafzimmer gegen den Platz hin.

Viele feste Anlässe wie die Fasnacht oder die 1.-August-Feier seien aber von vornherein im Benutzerreglement geregelt und brauchen keine weiteren Bewilligungen, ergänzt Bernasconi.

Bärensaal gut ausgelastet

Für einen besser genutzten Platz sorge jetzt schon die Bewirtschaftung des Bärensaals, sagt Marlies Rupp von der Caffé Bar Otto. Kürzlich fanden darin Konzerte von Stiller Has und Florian Ast statt, die für Leben in der Anlage sorgten. Zwischen dem 8. und dem 17. August soll dann ein Openair-Kino die Leute auf den Platz locken. Eine offene Frage ist, ob der Markt, so wie ursprünglich geplant, von der Hauptstrasse auf den Platz verlegt werden soll. Weil die Marktfahrer auf die Laufkundschaft der Hauptstrasse angewiesen sind, ist da noch keine Lösung in Sicht. Ungelöst ist auch die unbefriedigende Verkehrssituation auf der Hauptstrasse (siehe Box).

Zufriedenheit überwiegt

Das Zentrum kommt bei den Worbern offenbar gut an. Dies bestätigt auch Peter Bernasconi. «Die Nachbargemeinden beneiden uns darum.» Zur relativ unproblematischen Umsetzung des Projektes und der guten Akzeptanz habe sicher beigetragen, dass kein schützenswerter Ortskern für das Bärenzentrum geopfert werden musste, sagt Bernasconi.

Auch die Ladenbetreiber sind mit dem Standort zufrieden. «Eine Stärke des Zentrums ist der Nutzungsmix», sagt Peter Schmid von Coop. Nach Startschwierigkeiten entwickle sich das Geschäftsvolumen der Filiale erfreulich. Gegenüber dem alten Laden können in Worb mittlerweile 20 Prozent mehr Kunden bedient werden, ergänzt er. Esther Herrmann vom Modegeschäft «evoilà» - eine der ersten Detaillisten im Zentrum - ist ebenfalls zufrieden, wenn auch, besonders bei schlechtem Wetter, die Konkurrenz von Bern deutlich spürbar sei. Dann seien halt die Lauben attraktiver. «Wir leben von der Mund-zu-Mund-Propaganda», sagt Jacqueline Riem vom Spezereienladen «citronpressé».

Neuer Versuch

cab. Die Verkehrssituation auf der Hauptstrasse ist untragbar, einzig darin sind sich die verschiedenen Parteien einig. Die Kritik, dass die Verkehrsanbindung des Zentrums kompliziert sei, weist Gemeindepräsident Peter Bernasconi zurück; wos Probleme gebe, sei beim Durchgangsverkehr. In den nächsten Wochen wird deshalb ein weiterer Verkehrsversuch installiert, der zum Ziel hat, den Verkehr anders zu verteilen und den Durchgangsverkehr auf der Hauptstrasse zu unterbinden. Erreicht werden solle dies mit einer Zubringersignalisation auf der Hauptstrasse, einer Öffnung des Kirchweges in Richtung Bernstrasse und einer teilweisen Einbahnführung auf dem Kirchweg, sagt der Leiter der Polizeiabteilung Roland Frey in einer ersten Stellungnahme.

Die hängige Volksinitiative der SP für eine verkehrsfreie Hauptstrasse wird am 2. Dezember 2001 zusammen mit einem Gegenvorschlag dem Volk zur Abstimmung vorgelegt, ergänzt Frey. Damit sollte eine definitive Lösung des Problems noch dieses Jahr möglich sein.