DIE GEMEINDENIn Worb soll die Worble ein neues Bett erhaltenAlle Worblentaler Gemeinden erarbeiten zurzeit ihren Wasserbauplan. Knackpunkte sind Worb und Deisswil.Die Worble fliesst nicht nur durch Ittigen. Alle Gemeinden in ihrem Einzugsgebiet müssen den Bach auf seinen ganzen 14 Kilometern Länge hochwassertauglich machen und ökologisch aufwerten. So schreibt es der Kantonale Gewässerrichtplan vor (siehe Kasten). «Allerdings ist kein Zeithorizont gesetzt», erklärt Peter Hirsig von «Naturaqua». Das Berner Planungsbüro hatte mit Zürcher Kollegen den Gewässerrichtplan ausgearbeitet. Nicht alle sind soweit wie Ittigen, welche nun den Wasserbauplan für die Worble aufgelegt hat. Neuer Lauf in WorbDie Worble entspringt in Schlosswil und Richigen und fliesst nach Worb. Der Bach durchquert das Dorf unterirdisch in zwei Kanälen. Nach dem Gewässerrichtplan erhält die Worble am Südrand ein neues, fischgängiges Bett. In Richigen ist ein natürliches Rückhaltebecken vorgesehen: «Bringt der Bach viel Wasser, kann hier Landwirtschaftsland überflutet werden», so Hirsig. Laut Adrian Fahrni, Wasserbauingenieur vom Kreis II, arbeitet Worb nun die Grundlage für die Umgestaltung aus, den Wasserbauplan. Vechigen: Voll im GangNach Worb plätschert die Worble durchs Moos unterhalb von Boll. Auch die Gemeinde Vechigen hat ihren Teil an den Hochwasserschutz der Worble zu leisten. Die Nebengewässer der Worble werden nämlich miteinbezogen. Die Verbauung des Stämpachs ist in vollem Gange. Wo Stämpach und Lindentalbach zusammenfliessen, muss laut Gewässerrichtplan die Durchflusskapazität erhöht werden. Wie Worb ist Vechigen daran, seinen Wasserbauplan auszuarbeiten. Nadelöhr DeisswilEin Knackpunkt ist die nächste Station: Deisswil. Die Worble fliesst unter der Kartonfabrik durch. Häuser, RBS-Linie und Fabrik stünden sehr eng beieinander. «Es ist schwierig, den Bach an die Oberfläche zu holen», erklärt Peter Hirsig von «Naturaqua». Ziel wäre es, zumindest eine Fischtreppe zu errichten. Der Stettler Bauverwalter Martin Wüthrich kennt das Problem: «Deisswil ist ein Nadelöhr.» Ein Ingenieurbüro erarbeite derzeit Lösungen. «Ziel ist es, im 2003 einen genehmigten Wasserbauplan zu haben.» Bolliger Ufer geschütztAuch Bolligen lässt gemeinsam mit Ostermundigen einen Wasserbauplan entwerfen. Die Gemeinde hat bereits viel für den Uferschutz an der Worble geleistet: Zwischen der RBS-Station Bolligen und der Grenze zu Ittigen schützen zwei Tonnen Steine und Schwellen vor Hochwasser. Die Verbauung hatten die Gemeinde, der RBS und die Anstösserin Coca-Cola Beverage initiiert. bib
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