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Presseschau Worb/Rüfenacht und Umgebung

Diese Pressesschau ist unvollständig, unausgewogen und wird sporadisch ergänzt

Mix & Copyright: H.U. Steiner

Sport, Turnen, Fussball etc.

Landbote, 31. Mai 2001

Mitgliedermangel

Karin Gosteli trainiert die Mädchenriege Worb, leider finden immer weniger Kinder die Zeit zum Training.

Marc Bächler

In der Mädchenriege Worb können Kinder die ersten sportlichen Schritte lernen. Von der ersten bis zur vierten Klasse können sich die Mädchen hier austoben. Dabei fixiert man sich nicht auf eine Sportart. Leichtathletik, Geräteturnen, Gymnastik aber auch Mannschaftsspiele wie Unihockey werden geübt. «Wer nicht genau weiss, was für einen Sport er betreiben will, der ist bei uns genau richtig», meint Karin Gosteli. Kürzlich war die Riege am «Schnellsten Mittelländer». Gleich fünf Kinder konnten sich für den Kantonsfinal vom 17. August im Wankdorf qualifizieren.

Immer weniger Kinder

Im Moment trainiert Karin Gosteli nur etwa 10 Kinder. «Wir hatten auch schon 28 Kinder bei uns in der Riege, aber heute haben die Kinder nicht mehr so viel Zeit. Die Schule und die Hausaufgaben lassen nicht immer zu, dass die Kinder noch ein Training besuchen können», erklärt Karin Gosteli. Dazu kommt die Konkurrenz anderer Sportarten wie Fussball oder Unihockey. Karin Gosteli hat schon viel versucht, um dem Mitgliederschwund entgegenzutreten.

«Letzten Dezember habe ich 140 Mädchen angeschrieben, aber das hat überhaupt nichts gebracht. Nicht ein einziges Kind mehr kam in das Training!» Dabei wird den Kindern in der Riege nicht nur Sport und Ausdauer beigebracht. Die Riege ist auch eine Art Lebensschule. «Die Kinder lernen miteinander umzugehen. Niemand wird ausgegrenzt», ist sich Karin Gosteli sicher. Später können die Mädchen in die Jugendriege eintreten, doch nur wenige tun dies. Karin Gosteli würde gerne mehr als nur 10 Kinder trainieren. «Etwa zwanzig Mädchen wären toll!»

Wer will mittrainieren?

Die Mädchenriege Worb trainiert einmal in der Woche. Die Trainings finden jeden Donnerstag von 17.30 Uhr bis 19.30 Uhr in der Turnhalle des Wydenschulhauses in Worb statt. Teilnehmen können alle Mädchen von der ersten bis zur vierten Klasse.

BZ, 12. Juni 2001

Pokal als Jubiläums-Geschenk

In einem spannenden Spiel im neuen St.-Jakob-Park in Basel holten sich die U20-Juniorinnen des Sportclub Worb den Schweizer Cup. Die Bernerinnen besiegten im Final Therwil nach einem spannenden Spiel im Penaltyschiessen mit 5:4 Toren.

Beim grössten Triumph der Worberinnen waren Andrea Berger, Miriam Beutler, Lea Bützberger, Martina Fankhauser, Sabine Hofer, Andrea Hofmann, Stefanie Kipfer, Yasmin Krenger, Marina Mosimann, Zora Schaffer, Sandra Schärer, Angela Schöni, Nadine Schröder, Tabea Schumacher, Vanessa Stalder, Martina Stotzer, Monika Vogt, Laura Wyser und Ursina Wyss mit von der Partie.

Die Worber Juniorinnen machten sich in Form dieses Schweizer Cupsieges gleich ihr eigenes Geschenk zum 10-jährigen Bestehen.

 pd


Landbote, 14. Juni 2001

Worber Juniorinnen Schweizer Cupsieger!

Verdienter Lohn für gezielte Nachwuchsarbeit in Sachen Frauenfussball. Die Worber Juniorinnen machten sich in Form des Cupsieges ihr eigenes Geschenk zum 10jährigen Bestehen.

Daniela Liechti

Was 1991 mit der Gründung einer Juniorinnenequipe begann, erlebte am Sonntag, 10. Juni 2001 am Finalspiel in Basel einen Höhepunkt. In einem spannenden und auf gutem Niveau stehenden Spiel gegen die Juniorinnen des FC Therwil behielten die Worberinnen schlussendlich das bessere Ende für sich. Wohl dominierten die Baslerinnen das Spiel. Es gelang ihnen aber nicht, den entscheidenden Torerfolg zu verbuchen. Die Worberinnen agierten geschickt aus der Defensive und versuchten mit einer Kontertaktik zum Erfolg zu kommen. Beide Teams hatten bis zum Schluss ihre Chancen, konnten aber das Spiel nicht entscheiden, so das schlussendlich ein Elfmeterschiessen über den Cupsieger bestimmen musste. Dabei stand das Glück etwas mehr auf der Seite der Worberinnen. Mit 5 zu 4 sicherte sich das Team aus Worb den Siegerpokal.

Dieser grosse Erfolg bedeutet für die Trainerinnen und Trainer des Worber Frauenfussballs eine Bestätigung für den eingeschlagenen Weg. Ganz gezielt wird in Worb die Ausbildung und Förderung der Nachwuchsspielerinnen vorangetrieben. Mit seiner breit abgestützten Nachwuchsbewegung zählt Worb im Frauenfussball zu den Ausnahmeerscheinungen. Nicht weniger als vier Juniorinnenteams nehmen am Meisterschaftsbetrieb teil. Um die notwendigen Voraussetzungen für eine gezielte Förderung der Spielerinnen zu schaffen, wird beim Worber Frauenfussball sehr viel Wert auf die Aus- und Weiterbildung der Trainerinnen und Trainer gelegt. Für jedes Team stehen diplomierte Ausbildner zur Verfügung. Auch in dieser Hinsicht stellt Worb im Frauenfussball noch eine Ausnahme dar.

Im Worber Frauenfussball ist klar, der Nachwuchs stellt die «Lebensversicherung» der Bewegung dar. Das Gewinnen möglichst vieler Spielerinnen bereits im Kinderfussball-Alter wird für das Vorwärtskommen des Mädchen- und Frauenfussballs als vordringlich betrachtet. Nur eine breite Basis mit entsprechender Förderung bildet die Voraussetzung für die Weiterentwicklung. Mit dem Erreichen des Cupsieges wurde die immense Arbeit der Worberinnen belohnt. Gleichzeitig ist der Erfolg Ansporn und Verpflichtung den Weg konsequent weiter zu verfolgen. Im Frauenfussball liegt ein grosses Potential, welches noch lange nicht ausgeschöpft ist. Mit der Teilnahme am Cupwettbewerb hatten die Worberinnen Gelegenheit, sich gegen verschiedene Teams aus der gesamten Schweiz zumessen. Diese Spiele entschädigten die Nachwuchsfussballerinnen aus Worb für monotone Meisterschaftsspiele innerhalb der Region und zeigten auf, wie spannend und faszinierend Juniorinnenspiele sein könnten.

Für die in Basel dabei gewesenen Juniorinnen wird der erfolgreiche Finaltag ganz sicher noch lange in positiver Erinnerung bleiben. Einmal zu den Grossen zu zählen, von den Verantwortlichen des Schweiz. Fussballverbandes eine Medaille umgehängt zu erhalten und den Siegerpokal in die Höhe zu stemmen ist ein unvergessliches Erlebnis!

Folgende Spielerinnen gehören dem erfolgreichen Kader der Worber Juniorinnen an:

Berger Andrea, Beutler Miriam, Bützberger Lea, Fankhauser Martina, Hofer Sabine, Hofmann Andrea, Kipf Stefanie, Krenger Yasmin, Mosimann Marina, Schaffer Zora, Schärer Sandra, Schöni Angela, Schröder Nadine, Schumacher Tabea, Stalder Vanessa, Stotzer Martina, Vogt Monika, Wyser Laura, Wyss Ursina.

Trainercrew: Liechti Daniela, Clerc Beat.

BZ, 25. Januar 2003

ERFOLGREICHE SPORTLER

Warum Worb zur Weltspitze gehört

Auf dem Eis, im Wasser, im Sand oder auf dem sicheren (Wald-)Boden: Worberinnen und Worber haben die Nase vorn. In der Gemeinde gibt es Sportgrössen wie Sand am Meer. Zufall oder Strategie?

Brigitte Walser

Belp ist es, Münsingen zweifellos auch, Konolfingen sowieso: neidisch auf Worb. Denn Worb hat punkto Sportgrössen die Nase vorn. Gut: Belp hat eine Schlittenhunde-Schweizermeisterin und einen Bodybuilder. Münsingen hat Simone Luder, aber das zählt nicht, denn die OL-Weltmeisterin wohnt erst seit kurzem in der Aaretaler Hauptstadt. Vorher ist sie von Tägertschi als Tägertscherin gefeiert worden. Worb aber hat Nicole Zahnd, Nadia Röthlisberger-Raspe, Martina Fritschy, Alain und Nadine Rohr, Florence Dinichert, Roland Käser... Die Liste hört nicht auf. Alles echte Worber Sportgrössen mit Rang und Namen, die sich in Salt Lake City, Atlanta oder Sydney die Hand reichten und in Athen ihr Wiedersehen feiern wollen. Worb, eine Gemeinde gesegnet mit Sport-Ikonen. Das kann kein Zufall sein. Aber was sonst? Weshalb passen Worb und Sport zusammen wie Francine Jordi und Tony Rominger? Für Informationen und Auskünfte an die Medien ist in Worb der Gemeindepräsident zuständig.

«Tatsächlich?»

« Haben wir tatsächlich so viele viele Sportler?», fragt Peter Bernasconi (SP) zurück. Das sei ihm gar nicht aufgefallen, sagt der ansonsten sehr sportliche Gemeindepräsident. Er nimmt aber den Faden gerne auf und spinnt ihn ortsmarketingmässig weiter: «Vielleicht wäre mal wieder ein Empfang angebracht? »

Topathleten zu generieren gehört nicht zu den strategischen Zielen der Worber Exekutive. Ein Departement Sport gibt es nicht, diese Aufgabe wurde delegiert: «Sportförderung ist Vereinssache», sagt Bernasconi. «Sie ist sozusagen die Software». Die «Hardware» - die Infrastruktur - sei in Worb übrigens ausgezeichnet, fügt er eifrig an. Tatsächlich: Vom Schwimmbad bis zur Inline-Skating-Anlage kann die Gemeinde alles bieten, was ein Sportlerherz begehrt.

Doch weiter kann auch der Gemeindepräsident nicht helfen: «Fragen Sie den Steuerverwalter.»

«Vom Feinsten»

Fritz Käser lebt seit 34 Jahren in Worb, ist dort seit 34 Jahren als Steuerverwalter tätig und einigermassen erstaunt über die Frage. Nein, er sei nicht sportlich sagt er und murmelt etwas von Curling. Fast so, als würde er bei all den Sportstars als Mitbürger nicht wagen, sich als sportlich zu bezeichnen. Käsers Sohn Roland gehört zu den Stars. Er spielt Eishockey, früher für den SCB, dann für Ambri, jetzt für Basel, und «zahlt hier in Worb die Steuern», sagt sein Vater. Also ein Einheimischer durch und durch. Wie Worb und Sport aber genau zusammenhängen, kann auch Käser nicht erklären, dabei ist seine Tochter mal mit Nicole Zahnd um die Wette geschwommen. Mit «Zufall» versucht er sich herauszureden. Sein Sohn habe halt bereits mit sechs Jahren auf den Schlittschuhen gestanden und schon in der ersten Klasse «Profi» als Berufsziel angegeben. Nach einigem Überlegen kommts dann: «Es war Jugendarbeit vom Feinsten», sagt Fritz Käser. Die Spur führt ins Kleine: «Fragen Sie bei den Piccolos des Hockeyclubs.»

«Wie Lotto»

Sie sind fünf Jahre alt, keine Steuerzahler und doch Worber: die jüngsten Hockeyaner in der Nachwuchsbewegung HC Wisle. Peter Hubacher, 30 Jahre lang Trainer der Piccolos und Förderer von Käser, Tschanz, Reber, Moser und wie sie alle heissen, weiss, dass selbst für Worber der Weg zum internationalen Spitzensport hart ist. «Es ist wie ein Sechser im Lotto.» Längst genügt es nicht mehr, sportlich zu sein, um Erfolg im Sport zu haben. Aber Worber scheuen keine Mühe, sind zäh und sogar bereit, ihre Heimat um des Sportes willen zu verlassen. Gehen in die weite Welt. Und treffen dort auf Worber Sportler. In Australien trainieren zurzeit gerade zwei: Nicole Zahnd und Martina Fritschy.

Peter Hubacher hat früher am Sonntagmorgen um 6 Uhr trainiert und diesen Eifer weitervererbt: Seine Söhne spielen beim EHC Worb. Es gebe in Worb viele Familien und «harte Kerne», die mitreissen könnten. Mehr sagt auch er nicht. Kann er vielleicht gar nicht. Denn Hubacher (SVP) ist Mitglied des Gemeinderates. Und dort ist bekanntlich der Präsident für Auskünfte an die Medien zuständig.

BZ, 31. März 2003

SCHWIMMEN: HALLENMEISTERSCHAFTEN IN ZÜRICH

Zahnd löscht Nostalgierekord

Die Worberin Nicole Zahnd (22) verbesserte an den Hallenmeisterschaften in Zürich in 1:02,45 den Schweizer Rekord über 100 m Delfin. Die alte Marke von Carol Brook hielt genau 20 Jahre lang.

Michael Schenk, Christof Gertsch

Mit Platz zwei und einer persönlichen Bestzeit von 28,54 Sekunden über die halbe Distanz hatte Nicole Zahnd bereits angedeutet, was gestern Sonntag über 100 m Delfin alles möglich ist. Eben von einem fünfmonatigen Trainingsaufenthalt aus Australien zurückgekehrt (wir berichteten), fühlte sich die 22-jährige Worberin in Genfer Diensten in ihrem Lieblingsrennen, 200 m Freistil, noch gar nicht wohl. Mit 2:05,88 blieb sie an den Hallentitelkämpfen in Zürich Oerlikon um mehr als drei Sekunden über ihrer Bestzeit. Eine Weltreise.

Auch Speaker verdutzt

Ganz anders über die Delfindistanzen: Völlig überraschend schwamm Zahnd gestern Schweizer Rekord über 100 m. Nebst dem verdutzten Speaker, der wohl zu Ehren der Bernerin etwas länger brauchte, um deren Exploit zu registrieren und via Lautsprecher kundzutun, konnte auch die Jura-Studentin kaum fassen, was da auf der Anzeigetafel stand. «Ich bin überglücklich, das hätte ich nie erwartet», freute sich Zahnd. In der Tat: Der alte Rekord datierte noch von der EM 1983 und stammte von der legendären Carole Brook aus den Anfängen des so genannten Schweizer Schwimmwunders.

«Nach der viel versprechenden Vorlaufzeit hatte ich schon den Eindruck, als könnte ich eine gute Zeit schwimmen», sagte Nicole Zahnd. «Aber gleich so schnell - nie und nimmer.» Kommt hinzu, dass Zahnd in Australien vorwiegend Crawl trainiert und das Delfinschwimmen beiseite gelassen hatte. «Ich kann das verstärkte Krafttraining in den Delfinrennen im Moment einfach besser umsetzen», erklärt sich die nunmehr 39fache Meisterin ihre Leistung. «Im Crawl gelingt mir das noch nicht.»

Womit auch die wenig überzeugenden Leistungen über 100 und 200 m Freistil erklärt wären. Was ist Zahnds Delfinrekord international wert? Die WM-Limite für Barcelona 2003 ist über eine Sekunde tiefer als die 1:02,45. Und die europäische Spitze schwimmt im Bereich zwischen 59 Sekunden und einer guten Minute. Nun, was (noch) nicht ist, kann schon bald werden. Nicole Zahnd nimmt jedenfalls zu Recht «ein gutes Gefühl» aus Zürich mit heim.

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