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Presseschau Worb/Rüfenacht und Umgebung

Diese Pressesschau ist unvollständig, unausgewogen und wird sporadisch ergänzt

Mix & Copyright: H.U. Steiner

Überbauung Sperlisacher, Rüfenacht

BZ, 17. September 1999

Rüfenacht

Auf dem Sperlisacher wird gebaut

Schon im nächsten Jahr könnte auf der letzten Baulandreserve von Worb gebaut werden. Das konkrete Projekt für eine Überbauung mit 40 Wohnungen und Reihenhäuschen im «Sperlisacher» ist fertig.

Pascal Schwendener

«Schönste Lage, Alpensicht.» Peter Bernasconi, der Gemeindepräsident von Worb, kommt ins Schwärmen, wenn er vom Sperlisacher in Rüfenacht spricht. Auf der letzten grösseren Baulandreserve im Besitz der Gemeinde sollen schon bald neue Steuerzahler Wohnsitz nehmen. Wo und wie die Zuzüger dereinst am Dorfrand wohnen werden, zeigte Bernasconi gestern an einem Modell, das aus dem Architektur-Wettbewerb für den Sperlisacher als Gewinner hervorging: «A room with a view» vom Architekturbüro Lüthi und Schmid, Luzern. «Gleich neben der Schule gelegen, ist die verdichtete Wohnüberbauung vor allem für junge Familien geeignet», sagte Bernasconi. Für betuchte Jungfamilien allerdings. Vermietet werden voraussichtlich nämlich keine Wohnungen. Die zwanzig Reihenhäuschen und ebenso vielen Wohnungen sollen verkauft werden, «preisgünstig», wie Bernasconi sagte.

Mit dem Projektwettbewerb wurden gleichzeitig auch die Grundlage für die Überbauungsordnung und die Bildung einer Bauträgerschaft geschaffen. Auf dem Sperlisacher könnte demnach schon im nächsten Jahr mit Bauen begonnen werden. «Worb wird allerdings nicht als Bauherr auftreten», erklärte der Gemeindepräsident in diesem Zusammenhang. «Mir schwebt da am ehesten eine Genossenschaft vor», sagte er, «zehn Familien beispielsweise, die sich zusammenschliessen.»

Gewinner mit Weitsicht

Über 300 Architekturbüros liessen sich die Unterlagen für den offenen Wettbewerb zukommen, 83 reichten schliesslich ihre Projekte ein. «Aber nur wenige haben die exquisite Lage der Parzelle berücksichtigt», erklärte Jurymitglied - Mark Werren vom Schweizerischen Ingenieur- und Architektenverein (SIA). Gerade der Panoramablick sei aber für die Beurteilung das Schlüsselelement gewesen. Das Siegerprojekt «A room with a view» garantiere nun aus jeder Wohnung freie Sicht. «Und die wird in Zukunft sicher nicht verbaut werden», so Werren.

Das Siegerprojekt hat die Juroren überzeugt, weil es das Dorf auf sehr «elegante und intelligente Art» mit der Landschaft verbindet. Ausserdem stünden die Wohneinheiten geschickt zueinander: Intimität und Begegnungsplätze seien beiderseits gewährleistet. «Diesen Spagat hat das Siegerprojekt ideal gemeistert», so Werren.

Dem öffentlichen Raum wurde überhaupt viel Bedeutung zugemessen. Rund die Hälfte der 2,3 Hektaren grossen Parzelle ist dafür vorgesehen. Ein Spielfeld in der Grösse eines Fussballplatzes und grosszügige Familiengärten sollen die Umgebung freundlicher gestalten. Für jedes Haus sind zusätzlich Hof- und Vorgärten geplant.

Die beim Wettbewerb eingereichten 83 Projekte können in der Schulanlage Rüfenacht besichtigt werden. Die Ausstellung ist vom Montag bis Freitag, von 17.00 bis 19.30 Uhr, Samstag und Sonntag, von 10.00 und 12.00 Uhr geöffnet. Am Montag, 20. September, findet um 17.00 Uhr eine Führung statt, an welcher die Arbeiten durch Fachleute erläutert werden.

Der Bund, 17. Februar 2000

RÜFENACHT

Wer baut auf Sperlisacker?

In den nächsten Tagen schreibt Worb das Bauland auf dem Sperlisacker zum Verkauf aus.

bas. Um die 40 Wohneinheiten sollen auf dem Rüfenachter Sperlisacker entstehen. Wie die Überbauung ungefähr aussehen wird, steht fest: Die Gemeinde Worb hat für das Land mit Alpensicht einen Architekturwettbewerb durchgeführt, gewonnen haben ihn die Luzerner Architekten Hanspeter Lüthi und Andi Schmid sowie der Landschaftsarchitekt Peter Hüsler (der «Bund» berichtete). Architektur repräsentiere immer auch Zeitgeist; deshalb dürfe nun nicht jahrelang zugewartet werden mit der Umsetzung der Vorstellungen, sagte Gemeindepräsident Peter Bernasconi gestern an einer Medienorientierung. In den nächsten Tagen wird Worb das gemeindeeigene Land zum Verkauf ausschreiben ohne Preisangabe, wie Bernasconi präzisierte: «Wir wollen einmal schauen, was uns dafür offeriert wird.» Der Gemeinderat gehe aber von einem Richtpreis von 400 bis 500 Franken pro Quadratmeter aus. Somit dürfte die Gemeinde aus dem Landverkauf zwischen fünf und sechs Millionen Franken lösen. Mit dem Geld werde Worb allenfalls eine ähnliche Parzelle erwerben und die Planung in Gang setzen: «Auf diese Weise können wir aktive Baulandpolitik betreiben.»

Als Sperlisacker-Käufer kann sich Bernasconi Familien-Genossenschaften, Architekten oder Generalunternehmungen vorstellen. Es sei auch möglich, dass sich mehrere Bauherrschaften an der etappierbaren Überbauung beteiligten. Frühestens lasse sich diese im kommenden Herbst in Angriff nehmen; im Spätsommer laufe auch der Pachtvertrag für das Land aus. Laut Peter Bernasconi müssen die Wettbewerbssieger in die weiteren Planungsarbeiten einbezogen werden.

BZ, 17. Mai 2000

WORB

Schulden tilgen mit Sperlisacker

Der Gemeinderat soll seine Bodenpolitik überdenken. Dies regt Ingeborg Stahel-Kron (SVP) mit einem Postulat an. Vor allem soll er prüfen, ob mit dem Erlös aus dem Verkauf des Sperlisackers in Rüfenacht nicht besser Schulden abgebaut würden mit dem Ziel, die Steuern weiter zu senken. Als anderen Verwendungszweck nennt Stahel die Zentrumsplanung Rüfenacht.

ger

Der Bund, 24. Januar 2001

WORB

Fünf Millionen für den Sperlisacker

pd. Der Gemeinderat hat dem Verkauf der gemeindeeigenen Parzelle im Sperlisacker in Rüfenacht für fünf Millionen Franken an eine Generalunternehmung zugestimmt; der Handel muss den Stimmberechtigten zur Genehmigung unterbreitet werden. Nebst rund 40 Einfamilienhäusern in verdichteter Bauweise sind auf dem Areal ein Spielplatz und Familiengärten geplant (der «Bund» berichtete).

Der Bund, 21. Februar 2001

RÜFENACHT

Frutiger soll Sperlisacker erhalten

Jetzt ist öffentlich, an wen Worbs Sperlisacker-Land verkauft werden soll: an die Fimo Promotions AG, eine Tochter der Frutiger-Gruppe.

bas. Mitte März wird sich Worbs Parlament mit dem Geschäft befassen, im Juni befinden die Stimmberechtigten an der Urne darüber: Für fünf Millionen Franken soll das Gemeindeland im Sperlisacker verkauft werden. Mit wem er handelseinig geworden ist, machte der Gemeinderat auf Wunsch der Käuferin bislang nicht publik. Gestern nun liess er die Katze aus dem Sack: Neue Eigentümerin soll die Fimo Promotions AG werden; laut Pressemitteilung ist sie eine 100prozentige Tochter der Thuner Frutiger-Gruppe. Sie werde die Überbauung mit dem Luzerner Architekturbüro Hanspeter Lüthi und Andi Schmid realisieren; dieses hatte 1999 den Architekturwettbewerb gewonnen. Die Sicherstellung der Zusammenarbeit mit dem siegreichen Architektenteam sei für den Gemeinderat ein wichtiges Kriterium gewesen bei der Auswahl des Käufers, heissts im Communiqué.

Entstehen dürften im Sperlisacker zirka 40 Wohneinheiten. Derzeit werde abgeklärt, welcher Mix aus Wohnungen und Reiheneinfamilienhäusern den Bedürfnissen des Markts entsprächen, sagte gestern Jacques Blumer, Vizedirektor der Generalunternehmung Frutiger AG. Sagen Parlament und Volk Ja zum Verkauf, soll nach der Urnenabstimmung das Baugesuch eingereicht werden. Die Überbauung soll laut Blumer in zwei Etappen realisiert werden. Baubeginn sei frühestens kommenden Herbst.

Der Bund, 13. März 2001

RÜFENACHT

Murrendes Ja zum Sperlisacker-Verkauf

Der Verkauf des Sperlisacker-Lands für fünf Millionen Franken war im Parlament unbestritten. Kritisiert wurde - einmal mehr - die Verwendung des Erlöses.

reb. An der Qualität der geplanten Überbauung im Sperlisacker in Rüfenacht zweifelte gestern Abend im Worber Parlament niemand. Gelobt wurde auch der Preis von fünf Millionen Franken, zu dem die Gemeinde die gut 14000 Quadratmeter an die Fimo Promotions AG - sie ist eine 100prozentige Tochter der Thuner Frutiger-Gruppe - veräussern will. Die Überbauung passe in die Wohnzone, der Preis sei marktgerecht, sagte etwa Andreas Wälti seitens der SVP. Er hoffe, dass das Worber Gewerbe bei der Realisierung der Siedlung berücksichtigt werde. Der Kaufpreis sei gut, stimmte Hans Ulrich Steiner (gfl) zu. «Aber es ärgert mich, dass der Erlös, der in die laufende Rechnung fliesst, ein Steuergeschenk an Gutverdienende ist.»

«Bankrotterklärung»

Auch er finde den Kaufpreis in Ordnung, sagte Hans Ulrich Joss (sp). «Aber finanzpolitisch stellt dieser Landverkauf eine Bankrotterklärung dar.» Der Erlös werde nur zum Stopfen der Löcher in der Gemeindekasse verwendet, «noch nicht einmal Schulden werden damit abgebaut», betonte Joss. Bereits im vergangenen Herbst hatte das Parlament zugestimmt, dass der Netto-Verkaufserlös von 4,5 Millionen Franken in die laufende Rechnung fliesst. Er ist in der Finanzplanung 2001/2006 mit je 1,1 Millionen Franken in den Jahren 2001 bis 2004 bereits berücksichtigt (der «Bund» berichtete).

Schuld daran, dass der Erlös nicht in eine aktive Bodenpolitik gesteckt werden könne, seien die «verfehlten finanzpolitischen Entscheide der letzten Legislatur», fuhr Joss weiter. «Die Steuersenkung zwingt uns, das Familiensilber zu verscherbeln.» Aus diesem Grund sei die SP-Fraktion mit dem Landverkauf nicht einverstanden und werde sich mehrheitlich der Stimme enthalten. Christoph Lerch (sp) ergänzte, der «Schönheitsfehler» müsse in der Botschaft an die Stimmberechtigten - sie entscheiden am 10. Juni an der Urne über den Sperlisacker-Verkauf - deutlich zum Ausdruck kommen.

Die Verwendung des Erlöses sei zwar «ein Tolgge im Reinheft, aber gleichzeitig eine realpolitische Notwendigkeit», sagte Jonathan Gimmel von den Freien Wählern. Gemeindepräsident Peter Bernasconi (sp) erinnerte das Parlament daran, dass es im Herbst soeben grundsätzlich entschieden habe, den Verkaufserlös einzusetzen, um zu erwartende Ausfälle wegen des neuen Steuergesetzes aufzufangen.

Schliesslich entschied das Parlament mit 30 Ja- zu 2 Nein-Stimmen, bei vielen Enthaltungen, für den Verkauf des Landes.

Baubeginn Ende Jahr

Die Fimo Promotions AG plant, im Sperlisacker in zwei Etappen rund 40 Wohneinheiten zu erstellen. Mit Bauen kann die Generalunternehmung gemäss Bernasconi frühestens Ende dieses Jahres beginnen.

Die Fimo will die Überbauung mit dem Luzerner Architekturbüro Lüthi & Schmid realisieren, das den Architekturwettbewerb gewonnen hatte. Eingereicht wurden dabei 83 Projekte.


BZ, 14. März 2001

WORB/RÜFENACHT

Parlament sagt Ja zum Verkauf des Sperlisackers

Das Parlament genehmigte den Verkauf des Sperlisackers in Rüfenacht. Kritisiert wurde die Verwendung des Erlöses. Die fünf Millionen sollen nämlich direkt der Tilgung laufender Rechnungen dienen.

Die Stimmberechtigten werden am 10. Juni das letzte Wort haben. Parlament und Gemeinderat schlagen ihnen vor, die Gemeindeparzelle Sperlisacker in Rüfenacht für fünf Millionen Franken zu verkaufen. Eine Käuferin hat sich bereits gefunden: die in Thun beheimatete Frutiger-Gruppe. Diese will auf einer Fläche von 11'600 Quadratmetern die Überbauung «A room with a view» umsetzen. Das Projekt der Luzerner Architekten Lüthi & Schmid besteht aus Wohntrakten, welche im Rechteck angeordnet und in der Mitte durch eine Grünfläche verbunden sind.

In der Debatte im Worber Parlament schlug vor allem die SP-Fraktion sehr kritische Töne an. Finanzpolitisch sei der Verkauf des Gemeindelandes unsinnig, meinte Hans Ulrich Joss. Die fünf Millionen Franken braucht die Gemeinde nämlich direkt zur Tilgung der laufenden Rechnungen. «Das ist, als würde man das Familiensilber verscherbeln», rügte Joss. Auch bodenpolitisch sei der Verkauf unklug. «Die Gemeinde sollte keinen Boden verkaufen, um an Geld zu kommen, sondern um den Landbedarf für öffentliche Zwecke zu decken», sagte Joss.

Maja Widmer hingegen lobte im Namen der CVP-Fraktion die Wohnungen und Häuser «für höhere Ansprüche», die Rüfenacht deutlich aufwerten würden. Nur lobende Wort hatte auch die SVP-Fraktion. «Wir stimmen ohne Wenn und Aber zu. Es ist ein gutes Geschäft für die Gemeinde», sagte Andreas Wälti. Hans Ulrich Steiner (GFL) äusserte sich zwar «grundsätzlich positiv». Doch diese Einnahmen ermöglichten der Gemeinde wohl «Steuergeschenke für besserverdienende» - von denen er sich selber nicht ausnahm.

Selbst Gemeindepräsident Peter Bernasconi (SP) nahm die Finanzpolitik der vergangenen Legislatur nicht in Schutz. Doch er bat das Parlament darum, den finanzpolitischen Entscheid nun nicht mehr in Frage zu stellen. Mit 30 zu 2 Stimmen - mit diversen Enthaltungen - sagte das Parlament schliesslich Ja zum Verkauf. Tut dies am 10. Juni auch das Volk, könnte bereits im Herbst Baubeginn sein.

kle

BZ, 11. Juni 2001

WORB

Sperlisacker verkauft

Für fünf Millionen geht der Sperlisacker in Rüfenacht an eine Tochter der Frutiger-Gruppe und kann überbaut werden.

Worb hat dem Verkauf des Sperlisacker zu einem Preis von fünf Millionen zugestimmt. Dies bei einer Stimmbeteiligung von 44,78 Prozent und einem Ja-Anteil von 1999 Stimmen. 1119 Worber sprachen sich gegen den Verkauf aus. Das Land in Rüfenacht geht damit von der Gemeinde an die Fimo Promotions AG über, eine Tochter der Frutiger-Gruppe in Thun. Ein Teil des Landes mit Gärten, Spielfeld und Spielplatz bleibt weiterhin im Besitz der Gemeinde.

Bei einem Wettbewerb ging das Projekt «a room with a view» von Lüthi & Schmid in Luzern als Sieger hervor. Der Käufer wird mit dem Luzerner Architekturbüro zusammenarbeiten. Vier rechteckige Wohntrakte sollen entstehen, verbunden mit einer Grünfläche. Mit 30 zu 2 Stimmen hatte bereits das Parlament dem Verkauf zugestimmt. Der gesamte Erlös aus dem Landverkauf wird in den nächsten Jahren für die laufende Rechnung verwendet. Diese Tatsache wurde im Parlament vor allem von der SP kritisiert. Das Geld wäre besser für den Schuldenabbau oder eine aktive Bodenpolitik verwendet worden, wurde argumentiert.

bw


Der Bund, 11. Juni 2001

WORB

Landparzelle wird verkauft

Der Teilverkauf der Landparzelle Sperlisacker in Rüfenacht wurde vom Stimmvolk mit deutlichem Mehr gutgeheissen.

uma. «Eine Ablehnung hätte mich verblüfft», erklärte der Worber Gemeindepräsident Peter Bernasconi. Er habe nichts anderes erwartet, da sich im Vorfeld der Abstimmung keinerlei Opposition gebildet habe. 44,8 Prozent der Stimmberechtigten äusserten sich zum Geschäft, und immerhin 1119 Bürgerinnen und Bürger waren mit dem Teilverkauf der gemeindeeigenen Landparzelle Sperlisacker in Rüfenacht nicht einverstanden. 1999 Worberinnen und Worber, das sind gut 64 Prozent der Stimmenden, sprachen sich indes für das Geschäft aus.

Kein zusätzlicher Spielraum

Damit kann die Gemeinde die Landfläche von 14'220 Quadratmetern verkaufen, auf welchen neuer Wohnraum entstehen soll. Die Pläne dazu existieren bereits; sie heissen «a room with a view» und stammen vom Luzerner Architekturbüro Lüthi und Schmid. Rund 4,4 Millionen Franken wird die Gemeinde mit dem Verkauf lösen können. Dieser Betrag soll mit je 1,1 Millionen Franken in den kommenden vier Jahren in die Gemeinderechnung fliessen. Dieses Geld werde jeweils in der Laufenden Rechnung verwendet, deshalb entstehe für die Gemeinde kein zusätzlicher finanzieller Spielraum, schreibt der Gemeinderat.

Landbote, 2. Mai 2002

Beste Aussichten

Auf dem Rüfenachter Sperlisacher haben die Arbeiten für die Überbauung «A room with a view» begonnen.

Silvia B. Elmer

Der Sperlisacher in Rüfenacht bekommt ein neues Gesicht. Die Frutiger AG, Thun, realisiert in einer ersten Bauetappe 20 zusammengebaute Einfamilienhäuser in zwei Gebäudegruppen. Am Montag wurden mit einem Spatenstich die Bauarbeiten in Angriff genommen. Nachdem im Sommer 2001 das Baugesuch eingereicht wurde, lag bereits im Dezember 2001 die Baubewilligung vor. Realisiert wird das Projekt «A room with a view» der Architekten Hanspeter Lüthi und Andi Schmid aus Luzern, das 1999 siegreich aus einem von der Gemeinde ausgeschriebenen öffentlichen Wettbewerb hervorging, an welchem sich über 80 Architekturbüros beteiligten.

Attraktive Lage

Auf dem Sperlisacher-Grundstück - die Lage darf als eine der attraktivsten in der Gemeinde Worb-Rüfenacht bezeichnet werden - entstehen zusammengebaute Einfamilienhäuser in zwei verschiedenen Grössen, die innen nach Wunsch der Käufer ausgebaut werden können. Allen gemeinsam ist die Lage am Rand der Landwirtschaftszone mit der wunderschönen Aussicht auf die Berner Alpen. Die Frutiger AG gibt das gute Preis-/Leistungsverhältnis als Grund dafür an, dass knapp die Hälfte der Häuser vor Baubeginn einen Käufer fand; die restlichen stehen noch zum Verkauf.

Der Umweltverträglichkeit wurde grosse Beachtung geschenkt: Sämtliche Häuser verfügen über eine eigene Heizung mit Wärmepumpe, die Wärme wird über Erdsonden dem Erdreich entzogen. Sieben Häuser werden nach Minergiestandard gebaut, d.h. sie werden mit einer zusätzlichen Wärmedämmung und einer Komfortlüftung ausgestattet.

Zusammenarbeit wichtig

Mit dem Spatenstich am Montag, 29. April 2002 wurden die Aushubarbeiten in Angriff genommen. Vorgängig begrüssten Jacques Blumer, Leiter Projektentwicklung Immobilien und Vizedirektor der Frutiger AG, Thomas Frutiger, Mitglied der Geschäftsleitung und Verwaltungsrat der Frutiger AG sowie Peter Bernasconi, Gemeindepräsident, die anwesenden Vertreter des Gemeinderates und der Schulbehörde, Nachbarn und Eigentümer. Thomas Frutiger betonte vor allem die Wichtigkeit einer guten Zusammenarbeit aller am Projekt Beteiligten, denn die Bauphase wird von Anwohnern, Schülern und Lehrern viel Verständnis erfordern. Hierfür dankte er zum voraus bestens.

Peter Bernasconi wies darauf hin, dass das Projekt «A room with a view» der einmaligen Wohnlage in seiner Konzeption überragend Rechnung trage. Er richtete seinen Dank ebenfalls an alle Beteiligten und wünschte den zukünftigen Sperlisacher-Bewohnern eine gute Integration in die Gemeinde.

Nach Auskunft von Angelo Cioppi, Projektleiter der Überbauung bei der Generalunternehmung der Frutiger AG, sind die Bauphasen der ersten Etappe in folgenden Schritten geplant: Beginn Baumeisterarbeiten Mai 2002, Aufrichte Oktober 2002, Bezug der Häuser Ende Mai 2003.

Der Rosenweg, über welchen die Baustelle erschlossen wird, ist gleichzeitig der Weg zum Schulhaus Rüfenacht. Laut Angaben der Frutiger AG wird der Sicherheit der Schulkinder während der Bauzeit grösste Priorität geschenkt. Zusammen mit Vertretern der Schulkommission und der Gemeinde wurden bereits mögliche Schritte zur Erhöhung der Sicherheit besprochen.

Mehrverkehr

Mit dem Bezug der neuerstellten Häuser werden auch die Anwohner der Längimoosstrasse und der Alten Bernstrasse mit einem erhöhten Verkehrsaufkommen und entsprechenden Immissionen zu rechnen haben.

Schon heute muss festgestellt werden, dass auf dieser Strecke die Höchstgeschwindigkeit 40 nicht nur nicht eingehalten, sondern zum Teilmassiv überschritten wird.

Da diese Route für viele Kinder der tägliche Weg zur Schule und zurück ist, wäre es wünschenswert - im Zuge der Sicherheitserhöhung Rosenweg - auch hier endlich für ein angepasstes Fahrverhalten zu sorgen.