RÜFENACHTNoch alles beim alten im «l'Altro»Das Restaurant l'Altro bleibt auch nach der konkursamtlichen Versteigerung im Besitz der Bank - Marianne Baumann wirtet vorläufig weiter.rss. Im Restaurant l'Altro in Rüfenacht bleibt vorerst alles beim alten: An der gestrigen konkursamtlichen Versteigerung blieben die Offerten alle unter der Limite des Gläubigers, des Schweizerischen Bankvereins Basel, so dass dieser für sein Gebot von 450'000 Franken den Zuschlag erhielt. Die konkursamtliche Schatzung belief sich auf 500'000 Franken. Zum Verkauf standen ausser dem Restaurant mit rund 44 Sitzplätzen, 16 Barplätzen und einer Terrasse mit weiteren rund 20 Sitzplätzen ein Autoeinstellplatz sowie Bastel- und Mehrzweckräume. Kurze, turbulente GeschichteDas erst zweijährige, mit seiner Spiegeldecke und den futuristischen Leuchtern sehr modern anmutende Lokal hat bereits eine turbulente Geschichte hinter sich: Das erste Projekt für die heutige Liegenschaft scheiterte 1988 trotz der Annahme durch Bevölkerung und Behörden am Veto der Kommission zur Pflege der Orts- und Landschaftsbilder. Erst drei Jahre und einen Besitzerwechsel später nahm ein zweites Projekt alle Hürden, so dass im November 1992 schliesslich gebaut werden konnte. Im Juli 1995 öffnete «l'Altro», damals unter der Leitung von Margaritha Hauser, seine Pforten und wurde bereits ein halbes Jahr später wieder geschlossen: Hauser - sie trägt heute wieder ihren Mädchennamen Hayoz -, deren ehemaliger Mann 1991 die damals erst geplante Liegenschaft gekauft hatte, musste Konkurs anmelden: Ihr Plan, aus dem «l'Altro» nicht eine Quartierbeiz, sondern eher ein Lokal für Besucher aus der nahen Stadt zu machen, war gescheitert. Schliesslich übernahm die gebürtige Kanderstegerin Marianne Baumann den Betrieb. Weiterhin Verkaufsobjekt«L'Altro», das nach Aussage von Kilian Egger, Marianne Bachmanns Lebenspartner, «jetzt nicht schlecht läuft» und zwar nicht einer mehrköpfigen Familie, jedoch sehr wohl einem Paar die nötige Existenz bieten könne, wurde gestern also nicht verkauft. Noch nicht, wenn es nach dem Willen der Bank geht: Der Bankverein möchte das Lokal möglichst bald wieder loswerden. Ein potentieller Käufer müsste, so der Vertreter der Bank, allerdings bereit sein, die gestern gesetzte Limite von 450'000 Franken einzuhalten. Ob für das Restaurant l'Altro in der nächsten Zeit inseriert werden muss, weiss noch niemand, denn bereits wenige Minuten nach der Versteigerung meldeten sich erste Interessenten. Wirtin überlegt sich KaufErfreut, dass vorerst nicht verkauft wird, ist in erster Linie Wirtin Marianne Bachmann: Sie führt den Betrieb seit einem Jahr und hat sich nach anfänglichen Schwierigkeiten eine Stammkundschaft aus einheimischen Bar- und auswärtigen Restaurantbesuchern aufgebaut. Ihr Pachtvertrag mit der Bank läuft noch weitere elf Monate. Sie möchte das «l'Altro», in dem, wie sie sagt, «schon viel Herzblut steckt», nicht verlieren und überlegt sich zurzeit den Kauf des Lokals. |
