«Ich glaube an die Chance eines Jugendtreffs»Der Soziologe Werner Fritschi an einem Diskussionsabend im Kirchgemeindehaus Rüfenacht«Ich glaube an die Chance eines Jugendtreffs. Er ersetzt nicht die Familie oder die Vereine, ist aber eine notwendige Ergänzung und bietet wichtige Freiräume für unsere Jugend.» Dies war der Hauptgedanke von Werner Fritschi, dem Vizepräsidenten der eidgenössischen Kommission für Jugendfragen, in seinem Referat zum Thema «Jugendtreff - Chance, Alibi oder Sündenbock?» im Rüfenachter Kirchgemeindehaus.lkr. «Wenn einer allein träumt, bleibt es ein Traum, wenn viele zusammen träumen, ist es der Anfang von etwas Neuem.» Dieses brasilianische Sprichwort stellte Gemeindehelferin Marianne Morgenthaler an den Anfang es Diskussionsabends, zu dem der «Trägerverein Jugendträff Worb» (TJWO) eingeladen hatte. Vor eineinhalb Jahren verwirklichten die Worber Jugendlichen ihren gemeinsam geträumten Traum: Sie erhielten von der Gemeinde ihren eigenen Jugendtreff, ein Bauernhaus am äusseren Stalden in Worb. Die ersten Erfahrungen sind gemacht, Krisen und Probleme diskutiert und überwunden. Nun war es an der Zeit, mit Bevölkerung und Behörden zusammen Bilanz zu ziehen. Aus diesem Grund organisierte der Trägerverein des Jugendtreffs den gut besuchten Informations- und Diskussionsabend mit dem Luzerner Soziologen Werner Fritschi. Probleme für Jugendarbeiter«Die Worber Jugendlichen haben nicht die gleichen Probleme wie die Stadtjungen», hielt Werner Fritschi in der Einleitung zu seinem Referat fest: «Hier ist alles überschaubarer, aber auch viel schneller und besser kontrollierbar.» Fritschi glaubt aber an die Chance eines Jugendtreffs. Es sei gut, dass es einen. Ort gebe, wo jemand für die Jugend Zeit hat, wo Junge unter Jungen sein könnten, wo ihre Probleme an die Oberfläche kommen und an die Behörden weitergeleitet werden. Grosse Probleme sieht Fritschi für die Jugendarbeiter: «Diese geraten oft ins <Sandwich> zwischen den Erwartungen der Jugendlichen und der Erwachsenen.» Auf der einen Seite ist es anstrengend, mit Jugendlichen zu arbeiten, die für nichts mehr zu begeistern sind, auf der andern Seite werden die Jugendarbeiter oft von den Behörden im Stich gelassen. Aus dieser Situation heraus müsse man sich eine wichtige Frage stellen, meinte Fritschi: «Muss man in Jugendtreffs wieder härter führen oder im Gegenteil autonomer und offener werden?» Fritschi forderte von unserer Gesellschaft mehr positive Leit- und Wertbilder sowie konkrete Einsatzfelder, die den Jugendlichen das Gefühl geben, gebraucht zu werden. Viele VorurteileIn der anschliessenden Diskussion mit Treffbenützern, Jugendarbeitern und Behördemitgliedern kamen die Probleme mit dem Worber Jugendtreff deutlich zum Ausdruck. Viele Jugendliche gehen gar nicht hin, weil sie sich ausgeschlossen fühlen, Eltern verbieten ihren Kindern den Besuch des Treffs, weil sie glauben, es sei eine «Räuber- und Drogenhöhle». Diese Vorurteile sind wohl nur durch einen persönlichen Besuch im Treff abzubauen. Zudem sind die Treffbenützer in letzter Zeit eher passiv und sehr schwer zu aktivieren. Die beiden Jugendarbeiter sollten deshalb mehr Zeit für die Betreuung der Jugendlichen haben. Dies würde aber die Schaffung einer dritten Halbtagsstelle und somit Geld und Goodwill der Behörden erfordern. Werner Fritschi zu diesem Problem: «In 20 Jahren werden wir vielleicht gelernt haben, unsere Steuergelder mehr für die Förderung der zwischenmenschlichen Beziehungen und nicht nur für Bauten und Strassen zu verwenden... » |
Zusammenarbeit - möglich, doch oft so schwierigVortrags- und Diskussionsabend in Rüfenacht über Chancen und Probleme eines Jugendtreffshjg. Jugendarbeiter, Lehrer, Vertreter der Jugendkommissionen von Kirchgemeinde und Gemeinde, Jugendliche und an Jugendfragen Interessierte versuchten in Rüfenacht gemeinsam, in einem öffentlichen, engagierten Gespräch Zwischenbilanz zu ziehen über die 19 Monate seit Bestehen des Worber Jugendträffs am Äusseren Stalden.Leiter des Gesprächs und Berater war Werner Fritschi, Vizepräsident der eidgenössischen Kommission für Jugendfragen, der in seinem Einführungsreferat die Chancen und Probleme eines Treffs zeigte. Die Bedeutung des Jugendtreffs in seinen Stichworten: Er ist eine Ergänzung zu den bestehenden Gesellschaftsstrukturen von Familie, Vereinen usw.; ein Treffpunkt ohne Konsumationszwang; ein Ort, wo die Probleme der Jugendlichen und der Gesellschaft überhaupt an die Oberfläche gelangen; ein Bindeglied, unter Mithilfe der Jugendarbeiter, zwischen Jungen und Gemeinde, Lehrern usw.; schliesslich habe die Gemeinde Worb durch den raschen Bevölkerungszuwachs besonders viele Jugendliche, was einen Treffpunkt erfordere. Sowohl den Stand des Träffs wie die räumlichen Verhältnisse betrachtet Fritschi als ideal, schwieriger sei die Frage der Zielsetzung. Ist der Betrieb straffer zuführen, wie ein Teil der Erwachsenen fordert, oder soll offener gearbeitet werden? Die Jugendleiter befänden sich hier in der «Sandwichsituation» zwischen Erwachsenen und Jugendlichen, seien dadurch überfordert und fühlten sich häufig von den Behörden im Stich gelassen. Die beiden Jugendarbeiter Isabelle Jaun und Markus Hasler hielten klar fest, dass der Träff für jedermann offen sei und nicht nur für eine bestimmte Gruppe. Tatsache sei jedoch, dass die Hauptbenützer Sekundarschüler seien, während die Rüfenachter Primarschüler sich strikte weigerten, den Träff zu benutzen, ihrerseits aber einen Treffpunkt anstrebten. Während der Frühjahrsferien hat eine Gruppe von rund zehn Schülern unter der Führung von Gemeindehelferin Marianne Morgenthaler am Ausbau eines Discoraums im Kirchgemeindehaus Sperlisacher gearbeitet. Im Sommer soll der Raum betriebsbereit sein. Stellt sich die Frage: Wo grenzen sich die Gruppen ab? Wieso ist es nicht möglich, Primar- und Sekundarschüler zu vereinigen? Die Jungen selber - die Rüfenachter waren leider beim Gespräch nicht anwesend - stellten Unterschiede fest in den Bedürfnissen und Vorstellungen; oft äusserten sich diese schon in der Kleidung. Andere Jugendarbeitleistende, wie die Evangelisch-methodistische Kirche oder die Pfadfinder würden ihre Arbeit finanziell gern von der Gemeinde unterstützt wissen. Die Diskussion warf eine Fülle von Fragen auf, die den Träff direkt oder allgemein die Jugendarbeit betrafen. Sie zeigte, wieviele Unklarheiten und Vorurteile in letzter Zeit entstanden sind. Das sehr offene Gespräch war ein Anfang auf dem Weg zum gegenseitigen Verständnis. |
Jugendarbeit und JugendtreffEin Diskussionsabend in WorbSoll in Worb die Jugendarbeit definitiv eingeführt werden? Der Gemeinderat ist dafür, das letzte Wort spricht aber im September der Grosse Gemeinderat Eine Diskussion zum Thema Jugendarbeit, veranstaltet vom Trägerverein Jugendtreff Worb, zeigte auf, dass nicht alle eitel Freude am Jugendtreff am äusseren Stalden in Worb bekunden. pbb. «Hat es einen Sinn, für drei oder vier Jugendliche den Treffbetrieb aufrechtzuerhalten und zu finanzieren?» Die Frage an die vom Trägerverein Jugendtreff Worb (TJWO) organisierte Gesprächsrunde stellte Rosmarie Ueltschi, freisinniges Mitglied des GGR. Eine Antwort erhielt sie von einem andern Vertreter der Worber Öffentlichkeit, von Gemeinderat Ulrich Zaugg (SVP): «Worb wird wegen seiner Ausgaben für die Jugendarbeit wohl kaum auf die Nase fallen», meinte er. Dass Rosmarie Ueltschi von «Fallenlassen der restlichen paar Jugendlichen» sprach, erregte auch das Kopfschütteln des Gastreferenten Klaus Wegenast, Professor für Theologie an der Universität Bern. «Vorstädte und Agglomerationen sind nun einmal Brutstätten für soziale Konflikte.» Das gelte auch für Worb, falls man das hier noch nicht gemerkt habe, hielt Wegenast fest. Jugendtreffs seien eben Treffpunkte für Jugendliche, die im Konflikt mit ihrer Umgebung stünden. «Damit ist auch ein gewisses gestörtes Verhältnis zwischen Jugendtreffs und Bevölkerung vorprogrammiert», erklärte er. Immer wieder brauche es hier «Vertrauensvorschuss» durch die Bevölkerung. Für Rosmarie Ueltschi, die «von Anfang an gegen einen Treff in dieser Form war und lieber Jugendwerkstätten» gesehen hätte, hatte Wegenast wenig Verständnis: «Jugendpolitik nach dem Motto <wie beschäftige ich Jugendliche>, ist wenig sinnvoll», konterte er. Ein Votant wartete mit Zahlen auf: «Wenn einer entgleist und zum Drogendeliquenten wird, muss die Gesellschaft zahlen. Laut Statistik 64000 Franken pro Entziehungskur.» Vorbeugen sei, wenn es schon ums Geld gehe, billiger. |
WORBEine erste Bilanz der NPM-Jugendarbeit: «Tadellos»Die Jugendarbeit wird in Worb neu nach NPM-Grundsätzen geführt. Der Verein TJWO zieht erste positive Bilanz.Urban Caluori «Dort sind die Partys immer gut», meint der 15-jährige Christian. Die 20-jährige Christine ist wohl schon ein bisschen zu alt - sie fährt abends nach Bern, wenn sie ausgehen will. Und Ramon, 14, geht lieber bräteln. Immerhin kennen alle drei den Worber Jugendtreff am Äusseren Stalden. Zumindest vom Hörensagen. Nach NPM-GrundsätzenDie drei jungen Worber sind potenzielle Leistungsempfänger des Produkts offene Jugendarbeit, für das klare Leistungsziele vereinbart wurden. Die Sprache verrät es: Die Worber Jugendarbeit wird seit dem 1. Januar nach den Grundsätzen des New Public Management (NPM) geführt. Jonathan Gimmel, der Präsident des verantwortlichen Trägervereins offene Jugendarbeit Worb (TJWO), zog an der gestrigen Medienorientierung eine erste Bilanz: «Das Ganze klappt hervorragend. Die Zusammenarbeit mit der Gemeinde ist tadellos.» Schwierigkeiten bei der Einführung des neuen Führungsinstrumentes NPM habe es keine gegeben. Neue Struktur, neuer InhaltDer Verein TJWO hat seine Strukturen angepasst und die Jugendarbeit modernisiert: «Früher war Jugendarbeit gleichbedeutend mit einem Treff. Heute ist der Treff nur noch Teil eines umfassenden Modells. Die Mitarbeiter suchten die jugendlichen auch an anderen Treffpunkten auf. «Wir wollen im öffentlichen Raum Gespräche führen und Präsenz markieren», erklärte die Jugendarbeiterin Franziska Wetli. jährlich sind mindestens zwei Drogen- und Aidspräventionsprojekte vorgesehen. So will der TJWO am Worber Badifest 2000 präsent sein und den jugendlichen Alternativen zum Alkohol schmackhaft machen und sie dazu animieren, Alkohol nur kontrolliert zu geniessen. «Nur die Beratung läuft noch gar nicht wunschgemäss», räumt Jonathan Gimmel ein. In Zukunft ErweiterungIn Zukunft will der TJWO eher grössere Projekte realisieren. Neu sollen auch Fachleute in den Genuss der Beratung kommen. Für die jugendlichen ist ab Herbst gar eine Beratung rund um die Uhr geplant. Und in zwei Wochen soll ein Newsletter herausgegeben werden. |
WORBDie Jugendarbeit behauptet sich in der SelbständigkeitEin halbes Jahr nach der Neuorientierung ziehen die Verantwortlichen der Offenen Jugendarbeit eine positive Bilanz. Künftig will sie noch präsenter sein in den Quartieren, sie will offensiver informieren und den Jugendtreff als Freizeithaus weiterführen.bas. Jonathan Gimmel ist um Worte nicht verlegen, wenns darum geht, die Notwendigkeit der Jugendarbeit zu begründen: «Sie begleitet junge Menschen in der Phase des Erwachsenwerdens und hilft ihnen bei der Integration in die Gesellschaft». Gimmel präsidiert den Verein offene Jugendarbeit Worb (Tjwo). Seit Anfang Jahr ist die Jugendarbeit in Worb ein New-Public-Management-Projekt (der »Bund» berichtete), und der Tjwo zeichnet dafür im Mandatsverhältnis verantwortlich. Er hat mit dem Departement Sozialdienste einen Vertrag mit vierjähriger Laufzeit abgeschlossen; darin ist unter anderem festgehalten, welche Leistungen der Tjwo zu erbringen hat für das Geld, das er von der Gemeinde erhält. Gemäss Urnenbeschluss vom Juni 1999 sind dies 250000 Franken jährlich. Alleine für die Miete der Liegenschaft Äusserer Stalden 3 flössen aber 30000 Franken wieder an die Gemeinde zurück, betont Gimmel. In diesem Haus sind der Jugendtreff, Clubräume und eine Metallwerkstätte eingerichtet. Der Jugendtreff, einst der Inbegriff traditioneller Jugendarbeit, ist heute noch eine der vier Säulen der Worber Jugendarbeit. Dazu kommen die mobile Jugendarbeit, die Prävention und der Bereich Beratung und Information. Die Jugendarbeitenden Franziska Wetli und Peter Jäger teilen sich 120 Stellenprozente; als Praktikant unterstützt sie Markus Bieri. Die ehrenamtliche Tjwo-Arbeit entspricht laut Gimmel einer zusätzlichen 40-Prozent-Stelle. Ein Haus für die FreizeitNach den ersten sechs Monaten New-Public-Management-Erfahrungen machen Jugendarbeitende und Tjwo-Präsident Gimmel einen ganz und gar zufriedenen Eindruck. Der grössere Handlungsspielraum ermögliche Projekte, die sich früher alleine der komplizierten Strukturen wegen kaum hätten verwirklichen lassen, und das Zusammenspiel mit den Behörden habe »nur gewonnen», rühmt Gimmel. Verändert hat sich etwa der Betrieb am Äusseren Stalden 3: Das Haus ist neu auch ausserhalb der JugendtreffÖffnungszeiten häufig belebt: Die Räume lassen sich — auch via Internet — mieten. Der Jugendtreff sei so zu einem eigentlichen Freizeithaus geworden. im einen Clubraum haben sich Jugendliche aus Kosovo eingerichtet, daneben übt eine Band. Zur mobilen Jugendarbeit gehörten schon bislang die Bistrowoche, die Quartierwoche in Rüfenacht und regelmässige Brätelabende im Pärkli des Altersheims. Seit sich Jung und Alt dort begegneten, gebe es spürbar weniger Probleme mit Abfall und Sachbeschädigungen, sagt Franziska Wetli. Sie ist auch sonst oft im Dorf unterwegs und gesellt sich dort zu den Jugendlichen, wo diese sich treffen, beim Bahnhof oder in der Bai zum Beispiel. Etwa zehn Prozent von Worbs Jugendlichen erreiche die Jugendarbeit mit solchen Kontakten und dem Treff, schätzt sie. Weitere kommen bei den Besuchen in den Quartieren hinzu. Dort will die Jugendarbeit in Zukunft ihre Präsenz verstärken, vielleicht sogar mit einem eigenen Meinen Bus, so Gimmel. Grossauftritt am BadifestAuch sonst ist einiges geplant: Am Badifest wird die Jugendarbeit den bewussten Umgang mit Alkohol fördern
— unter anderem mit Fruchtsaft-Cocktails zu Mineralwasserpreisen. Ab Herbst bietet der Jugendtreff ein Halbjahresprogramm mit Fixpunkten und einen Internet-Arbeitsplatz an. Den Beratungsteil bauen die Jugendarbeitenden aus, und Gemeindepolitiker und andere Interessierte erfahren künftig zwei- oder dreimal jährlich per
Newsletter, was in der Jugendarbeit aktuell ist.
Worbs Jugendarbeit im Internet |
WORBZuerst Ja, dann Nein - und nun Beschwerde?Nach einem veritablen Abstimmungsdebakel wies das Parlament die Sanierung des Freizeithauses gestern zurück. Die Freien Wähler prüfen eine Beschwerde.bas. Eigentlich wäre es gestern Abend im Worber Parlament einzig und allein um die Frage gegangen, ob die Gemeinde als Eigentümerin der Liegenschaft 360'000 Franken in die Sanierung und den Umbau des Äusseren Staldens 3 investieren soll (siehe «Bund» vom Freitag). Darin ist seit nunmehr 20 Jahren der Jugendtreff daheim. Die Haltung der Dorfpolitiker dieser konkreten Nutzung gegenüber färbte auf die Diskussion ab. Die SVP wollte gar nicht aufs Geschäft eintreten. Eine neue WC-Anlage täte es, sagte Sprecher Fritz Stettler, und es liege in der Kompetenz des Gemeinderats, das dafür nötige Geld zu bewilligen. FDP-Redner Ulrich Emch räumte zwar ein, die Arbeit im Treff sei wesentlich, und die Sanierung sei schon als notwendig erachtet worden, als Gemeinde und Tjwo ihre Leistungsvereinbarung ausgearbeitet hätten. Trotzdem wollten die Freisinnigen das Geschäft zurückweisen und vier Auflagen durchsetzen: Die geplante Investition in die Liegenschaft sollte die letzte sein, den Kredit wollten sie als Kostendach verstanden wissen, und die Bauarbeiten wünschte sie in «nicht mieterspezifischer» Ausführung. Plus: Der Trägerverein Offene Jugendarbeit Worb (Tjwo) als Mieter müsse in einem «klaren Massnahmenkatalog» darlegen, wie er die Ziele, die er gemäss erstem Controllingbericht verpasst haben, zu erreichen gedenke. Nachdem sie mit ihrem Nichteintretensantrag unterlegen war, unterstützte die SVP die Forderung der FDP. In der ersten Abstimmungsrunde stellten sich 18 Parlamentsmitglieder dahinter - ebensoviele votierten dagegen. Parlamentspräsident Jürg Kaufmann (sp) machte den Bürgerlichen mit seinem Stichentscheid einen Strich durch die Rechnung. Schliesslich stimmte das Parlament der Vorlage mit 20 zu 18 Stimmen zu. Die Befürworter gehörten zu SP, Grüner Freier Liste, Freien Wählern und EVP. Sie freuten sich indes zu früh über ihren Erfolg: Am Ende der Sitzung setzten die Freisinnigen einen Wiedererwägungsantrag durch. Diesmal lautete das Resultat der Schlussabstimmung 19 Ja zu 17 Nein; das Geschäft geht somit mit den von der FDP formulierten Auflagen und einer von der SVP verlangten Anpassung des Mietvertrags an den Gemeinderat zurück. Eine Person der SP hätte den Saal vor der zweiten Abstimmung bereits verlassen. Obs beim Resultat bleibt, wird sich weisen: Tjwo-Präsident und FWW-Parlamentarier Jonathan Gimmel kündete noch gestern an, seine Partei werde eine Gemeindebeschwerde prüfen. Mehrere Parlamentsmitglieder brachten ihren Unmut über das verworrene Abstimmungsdebakel deutlich zum Ausdruck. Seinen Teil dazu beigetragen haben dürfte Olivier Dinichert (fdp): Er erklärte nach der Intervention der FDP nach einem Sitzungsunterbruch ausdrücklich, sich in der ersten Abstimmungsrunde der Stimme enthalten zu haben. |
WORBNeuer Sanierungs-Anlauf noch heuer«Möglichst rasch durchziehen» möchte Bauvorsteher Ernst Hauser die Sanierung des Freizeithauses mit dem Jugendtreff am Äusseren Stalden. Noch in diesem Jahr soll das Geschäft ein zweites Mal ins Parlament kommen. Welche Wünsche der Bürgerlichen erfüllbar sind, wird nun abgeklärt. Sie wollen die Sanierung mit Auflagen verknüpfen.bas. Fast ein bisschen wie Adolf Ogi sei er sich am Montagabend im Parlament vorgekommen, sagte gestern der Worber Gemeinderat Ernst Hauser (svp): Wie der alt Bundesrat habe auch er eine Vorlage gegen seine eigene Partei vertreten müssen. Bauchschmerzen habe ihm diese Situation nicht bereitet: «Das ist Politik. Damit muss man umgehen können.» Als Bauvorsteher versuchte Hauser erfolglos, das Parlament zu einem Ja zur Sanierung des gemeindeeigenen Freizeithauses mit dem Jugendtreff am Äusseren Stalden, zwischen Worb und Rüfenacht, für rund 360'000 Franken zu bewegen (der «Bund» berichtete). FDP und SVP erreichten nach einem Abstimmungskrimi, dass das Geschäft an den Gemeinderat zurückgewiesen wird (siehe Kasten). Unterstützt hatten Hauser SP, Grüne Freie Liste, Freie Wähler und EVP. «Kein Luxus»Jürg Bichsel (fww) beispielsweise warnte davor, via Sanierungskredit Korrekturen an der Jugendarbeit vornehmen zu wollen, und Rene Bauer (sp) erklärte, wenn die Gemeinde nicht bereit sei, für den Unterhalt des Äusseren Staldens 3 aufzukommen, sei das NPM-Projekt Jugendarbeit in Frage gestellt. Jonathan Gimmel, Präsident des Trägervereins Offene Jugendarbeit Worb (TJWO), des Mieters der Liegenschaft, führte aus, der TJWO wünsche sich eine vorschriftsgemässe Küche, eine hygienische Toilettenanlage und eine Heizung. Dies sei kein Luxus, sondern ein legitimes Anliegen. Die übrigen Sanierungs- und Unterhaltsarbeiten erachte die Bauabteilung als notwendig. Mehrheitlich UnterhaltAls «Fass ohne Boden» bezeichnete Ulrich Emch (fdp) die Freizeithaus-Liegenschaft. Die Freisinnigen verlangen denn auch die Zusicherung, dass keine weiteren Investitionen nötig würden. Da sieht Ernst Hauser schwarz: «Bei einem solchen Haus lässt sich nie genau abschätzen, was noch alles kommt. Was würden wir denn tun, wenn beispielsweise das Dach zu rinnen begänne?» Hauser weist darauf hin, dass vom Kredit, der im Parlament zur Diskussion stand, bloss ein Drittel auf Investitionen entfallen wäre, zwei Drittel indes auf Unterhaltsarbeiten. Mit der Auflage, der Betrag müsse ein Kostendach sein, hat Hauser keine Mühe, ebensowenig mit der Forderung, die Bauarbeiten dürften nicht mieterspezifisch ausgeführt werden: Das sei ohnehin nicht geplant. Themen-VermischungKeine Zusicherung gibt Hauser für den Massnahmenkatalog ab, der den TJWO zu den gesteckten Zielen führen soll: «Das hat nichts mit dem Baulichen zu tun.» Ohnehin, kritisiert Hauser, habe das Parlament nicht klar unterschieden zwischen der Bauvorlage und der Jugendarbeit: «Es wurde versucht, diese zu qualifizieren» zum falschen Zeitpunkt. Über den Inhalt der Arbeit gelte es zu diskutieren, wenn es um eine neue Leistungsvereinbarung gehe - und nicht um die Sanierung einer Liegenschaft. Mit dem Architekten und dem Gemeinderat will Hauser nun die offenen Fragen aufgreifen - und das Geschäft dann «möglichst rasch durchziehen». Noch in diesem Jahr soll dem Parlament erneut eine Vorlage für die Sanierung unterbreitet werden.
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JUGENDTREFF WORBSanierung mit Auflagen verbundenDas Parlament verlangt, dass die Renovation des Jugendtreffs mit verschiedenen Auflagen verbunden wird.Brigitte Walser «Das Resultat der Abstimmung stelle ich nicht in Frage», erklärte FWW-Parlamentarier Jonathan Gimmel gestern auf Anfrage. Aber er kritisiere das Verfahren, wie über die Sanierung des Jugendtreffs abgestimmt wurde. Beim Auszählen ist nämlich ein Fehler passiert. Gimmel hatte an der Sitzung das Parlament gerügt und mit einer Gemeindebeschwerde gedroht. Dazu werde es aber nicht kommen, schwächte Gimmel gestern ab. Begonnen hatte alles folgendermassen: Der Antrag der FDP auf Rückweisung des Geschäftes fiel zuerst mit 19:19 Stimmen unentschieden aus. Parlamentspräsident Jürg Kaufmann (SP) fällte daraufhin den Stichentscheid und wies den Antrag zurück. Mit 20:18 Stimmen wurde darauf die Sanierung bewilligt. Am Ende der Sitzung machte die FDP dann auf den Fehler aufmerksam. Aus ihren Reihen hatte sich jemand der Stimme enthalten. Das Resultat konnte deshalb bei 38 Stimmberechtigten nicht korrekt sein. Es kam zu einer zweiten Abstimmung. Bei nur noch 37 anwesenden Stimmberechtigten wurde der Rückweisungsantrag mit 19:17 Stimmen und einer Enthaltung diesmal angenommen. Nun wird der Jugendtreff zwar saniert, die Renovation aber mit den folgenden vier Forderungen der FDP verbunden:
Mit 19:18 Stimmen befürwortete das Parlament schliesslich auch einen Ergänzungsantrag der SVP Dieser lautet:
Der TJWO ist verantwortlich für den Jugendtreff am Ausseren Stalden und hat mit der Gemeinde einen Mietvertrag für die Liegenschaft abgeschlossen.
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WORBRaum für Jugend und Freizeitreb. Der Jugendtreff am Äusseren Stalden 3 in Worb wird vielleicht zum Freizeithaus: Mit der Überweisung eines von der Grünen Freien Liste (gfl) eingereichten Postulats hat das Gemeindeparlament am Montag den Gemeinderat beauftragt, Trägerschaft, Zweck und Name des Jugendtreffs zu überprüfen. Der Trägerverein Offene Jugendarbeit Worb (TJWO), der Mieter des Hauses, wünsche sich eine vermehrte Nutzung durch Dritte, begründete Hans Ulrich Steiner (gfl) das Postulat. Eine Änderung des Namens und der Trägerschaft fördere diese Bemühungen. Prioritär sollten aber auch künftig die Jugendlichen das Haus benutzen. Eine Umbenennung in Freizeithaus würde es für die Jugendlichen schwierig machen, in das Jugendhaus zu gehen, befürchtete aber der Jugendrat in seinem Mitwirkungsbericht. |
FREIZEITHAUS WORBSanierung nur im Innern?Das Worber Parlament hatte die Sanierung des Freizeithauses zurückgewiesen und mit Auflagen verbunden. Nun erklärt der Gemeinderat drei davon für nicht umsetzbar. Das Parlament entscheidet am Montag.Brigitte Walser Im Juni hat das Geschäft im Worber Grossen Gemeinderat für Aufregung gesorgt. Die Sanierung des Jugendtreffs am Äusseren Stalden wurde nach heftiger Diskussion zuerst bewilligt und dann nach einer zweiten Abstimmung doch noch zurückgewiesen. Das Gebäude hätte für 363'000 Franken innen und aussen renoviert werden sollen. Mit dem Auftrag, die Kosten zu verkleinern und die Sanierung mit verschiedenen Auflagen zu verbinden, ging das Geschäft zur Überarbeitung zurück an den Gemeinderat. 116'000 Franken gespartUnd von dort gelangt es wieder ins Parlament: Die Sanierung des Jugendtreffs - dieser soll künftig Freizeithaus genannt werden, damit seine Nutzung erweitert werden kann - steht auf der Traktandenliste der Sitzung vom Montag. Der Gemeinderat beantragt neu eine Sanierung im kleineren Rahmen. Renoviert soll nur das Innere des Gebäudes werden. Hier ändern sich die Kosten zum vorherigen Projekt nicht. Dafür soll auf die Sanierung der Aussenbereiche gänzlich verzichtet und damit Kosten in der Höhe 116'000 Franken gespart werden. Für die Sanierung soll das Parlament am Montag einen Kredit von 247'000 Franken bewilligen. Den vier Auflagen des Antrages der FDP folgt der Gemeinderat nur teilweise. Die FDP hatte verlangt, die Sanierung solle die letzte Investition der Gemeinde - sie ist die Hausbesitzerin - sein. Weitere Veränderungen müssten zu Lasten des Mieters - dem Trägerverein Offene Jugendarbeit Worb (TJWO) - gehen. «Der Unterhalt ist und bleibt die Aufgabe des Hauseigentümers», erwidert der Gemeinderat. «Forderung ist stossend»Mit der weiteren Auflage, der Kredit dürfe nicht überschritten werden, erklärt sich der Gemeinderat einverstanden. Der Forderung, der TJWO müsse einen konkreten Plan vorweisen, wie er seine Ziele erreichen wolle, widerspricht er allerdings: Der TJWO habe in der Vergangenheit gute Leistungen erbracht und die vereinbarten Ziele teilweise sogar übertroffen. Unter diesen Umständen einen Massnahmenplan zu verlangen sei «stossend». Der vierten Auflage - das Haus dürfe nicht mieterspezifisch umgebaut werden - entspreche das Sanierungsprojekt. In einem fünften Antrag, der von Seiten der SVP stammte, hatte das Parlament verlangt, die Gemeinde müsse am Ertrag der Fremdvermietung teilhaben können. Auch hier ist der Gemeinderat anderer Meinung: Für die Weitervermietung des Hauses sei der TJWO allein verantwortlich. Zudem sei der bestehende Mietvertrag bis Ende 2003 gültig und könne dann um ein Jahr verlängert werden. Eine Änderung des Vertrags werde erst auf Anfang 2005 möglich. |
WORBErneut kein Geld für die Sanierung des Freizeithauses?Am Montagabend befindet das Parlament über ein abgespecktes Sanierungs- und Umbauprojekt fürs Freizeithaus. Gebaut werden soll vorerst einzig im Innenbereich. Die SVP dürfte auch dieses Vorhaben ablehnen, die Freisinnigen sind sich uneins.bas. Für rund 360'000 Franken hatte der Worber Gemeinderat das Freizeithaus am Ausseren Stalden ursprünglich umbauen und sanieren lassen wollen. Ende Juni wies das Parlament die Vorlage mit 19 zu 17 Stimmen an den Gemeinderat zurück. Die Gegner aus dem bürgerlichen Lager äusserten einerseits finanzielle Bedenken. Die Debatte machte aber auch deutlich, dass manche Parlamentsmitglieder grundsätzlich Mühe bekunden mit der offenen Jugendarbeit - Mieter des Freizeithauses ist der Trägerverein Offene Jugendarbeit Worb (TJWO). Er führt darin den Jugendtreff und stellt Jugendlichen Gruppenräume zur Verfügung. Für Jugendanlässe und dergleichen können gegen einen Unkostenbeitrag auch Dritte die Räume nutzen. Was im Gebäude fehlt, sind eine Heizung, eine vorschriftsgemässe Küche und eine hygienische Toilette. Zu diesen Einrichtungen gesellten sich im zurückgewiesenen Projekt Aussenarbeiten. Zuwarten mit der FassadeJetzt nimmt der Gemeinderat einen zweiten Anlauf: Er schlägt dem Parlament vor, für rund 250'000 Franken vorerst den Innenbereich des Freizeithauses umzubauen und zu sanieren. Im neuen Projekt nicht mehr enthalten sind die Massnahmen im Aussenbereich. Abklärungen mit dem Architekten hätten ergeben, dass mit der Sanierung der Fassade noch drei bis fünf Jahre zugewartet werden könne, erläutert Bauvorsteher Ernst Hauser (svp). Mängel, die zu Unfällen führen könnten, sollen im Rahmen der ordentlichen Unterhaltsarbeiten behoben werden, so der Gemeinderat. Während die Arbeiten an den ausgewaschenen Sandstein-Treppenstufen sicher Fachleute ausführen müssten, könnte er sich vorstellen, dass die Jugendlichen den unebenen Boden im Bereich der früheren Jauchegrube selber ausebnen könnten, sagt Hauser. «Sinnvolle» EtappierungJonathan Gimmel, TJWO-Präsident und Vertreter der Freien Wähler Worb (FWW) im Parlament, erachtet es angesichts der angespannten Finanzlage Worbs als sinnvoll, die Sanierung des Freizeithauses zu etappieren und Prioritäten zu setzen. Was nun im Innenbereich geplant sei, entspreche den seinerzeit beim Aushandeln des Mietvertrags getroffenen Vereinbarungen. FWW, SP, Grüne Freie Liste und EVP hatten sich schon im ersten Anlauf hinter die Sanierung gestellt. Zu viel Geld für wenige?Nach wie vor keine Unterstützung ist von der SVP zu erwarten: Sie werde die Sanierung erneut ablehnen, befürchtet Hauser, der die Vorlage somit erneut gegen seine Partei wird vertreten müssen. Hauser hatte der Gegnerschaft schon im Juni vorgeworfen, über ein Bauvorhaben Kritik an der Jugendarbeit zu üben: «Man meint den Esel und schlägt den Sack.» Diesmal, fordert Hauser, müssten die Gegner Farbe bekennen. Uneins sind sich laut Andreas Born die freisinnigen Parlamentsangehörigen: Am Projekt an sich gebe es nichts auszusetzen, und der Mieterin sei ja auch versprochen worden, etwas zu tun. Daneben herrsche aber auch die Auffassung, dass für einen recht kleinen Kreis von Personen doch sehr viel Geld ausgegeben werde. |
WORBFreizeithaus erhält Heizung, Toiletten und KücheDas abgespeckte Projekt fand im Parlament eine Mehrheit: Das Freizeithaus kann im Innern saniert und umgebaut Werden. Die Fassadensanierung folgt später.bas. Eigentlich sei die Angelegenheit ganz einfach, meinte der Worber Bauvorsteher Ernst Hauser (svp) gestern Abend, als im Parlament die Sanierung des Innenbereichs des Freizeithauses mit dem Jugendtreff für rund 250'000 Franken (siehe «Bund» vom Samstag) zur Debatte stand: Die Liegenschaft gehöre der Gemeinde, und als Eigentümerin sei sie für den Unterhalt verantwortlich. Hausers Einschätzung der Lage teilten nicht alle Parlamentarierinnen und Parlamentarier: Die Begriffe Unterhalt, Renovation und Investition würden in diesem Geschäft verwechselt, kritisierte FDP-Sprecherin Franziska Fritschy. Wertvermehrende Arbeiten seien als Investitionen einzustufen - und um solche handle es sich beispielsweise beim Einbau einer neuen Küche. Die FDP-Fraktion stehe der Vorlage gespalten gegenüber: Ein Teil stimme ihr ohne Begeisterung zu, andere Fraktionsmitglieder lehnten sie ab oder enthielten sich der Stimme. Gegen das Vorhaben hatte vor Fritschy bereits SVP-Sprecher Ulrich Brechbühl Stellung bezogen: Mit der Sanierung werde aus dem Jugendtreff im Freizeithaus eine polyvalent nutzbare Liegenschaft gemacht. Dies sei nicht Aufgabe der Gemeinde, ausserdem gebe es in Worb bereits ein breites Angebot an privaten Räumen, die sich für Anlässe mieten liessen. Zustimmung mit 22 zu 15Die Sanierung und der Umbau des Freizeithauses waren im Juni schon einmal Thema im Parlament. Damals waren auch Arbeiten im Aussenbereich in der Vorlage enthalten. SVP und FDP setzten damals die Rückweisung des Geschäfts durch. Gestern waren sich die Bürgerlichen weniger einig: In geheimer Abstimmung stellte sich das Parlament mit 22 zu 15 Stimmen hinter die Sanierung, die sich in der neuen Version auf den Innenbereich beschränkt. Sanierung als «Minimum»Für die Sanierung sprachen sich wie schon in der Juni-Sitzung die Votanten der Grünen Freien Liste (gfl) und der Freien Wähler (fww) aus. Hans Ulrich Steiner (gfl) rief die Gemeindepolitikerinnen und -politiker auf, sich gut zu überlegen, ob sie dem Betrieb im Freizeithaus über ein Nein zur Sanierung ein Ende setzen wollten. Jürg Bichsel (fww) stufte die geplanten Neuerungen - eine hygienische Toilettenanlage, eine vorschriftsgemässe Küche und eine neue Heizung - als «Minimum» ein. Diese Einrichtungen seien unbedingt nötig, wenn das Freizeithaus für unterschiedliche Zwecke genutzt werden soll. Die SP schickte niemanden ans Rednerpult. Auch sie hatte schon im Juni klar Ja gesagt zur Sanierung. Wie Ernst Hauser ankündete, wird die Fassadensanierung in drei bis fünf Jahren nötig. Andere Aussenarbeiten sollen im Rahmen des ordentlichen Unterhalts und als Eigenleistungen der Mieterin, des Trägervereins offene Jugendarbeit Worb, ausgeführt werden. |
WORBJugendleitbild in Aussichtreb. Weder im neuen Leitbild noch in den Legislaturzielen werde auf die Anliegen und Bedürfnisse der Worber Jugend eingegangen. Der Gemeinderat solle deshalb ein Jugendleitbild erstellen, begründete Olivier Dinichert (fdp) sein Postulat. Das Parlament überwies den Vorstoss am Montag gegen den Willen der SP. Ein Leitbild sei ein «administrativer Leerlauf», sagte Mark Böhringer (sp). Das Postulat diene bloss dazu, die «jugendfeindliche Politik der FDP» zu kaschieren. |




