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Presseschau Worb/Rüfenacht und Umgebung

Diese Pressesschau ist unvollständig, unausgewogen und wird sporadisch ergänzt

Mix & Copyright: H.U. Steiner

Inline-Skating

BZ, 14. Juli 1999

Worb

Badi: Standort für die Skater-Anlage?

Die langwierige Standortsuche für eine Skaterbahn scheint zu Ende: Behörden und Jugendrat wollen im Schwimmbad eine multifunktionale Anlage bauen. Schon im nächsten Sommer soll sie betriebsbereit sein.

MIchael Gerber

Im Frühling sah es schlecht aus für die vom Jugendrat gewünschte Skater-Anlage. Der Gemeinderat empfahl dem Gemeindeparlament Mitte März, ein entsprechendes Postulat als «nicht erfüllbar» abzuschreiben. Nach fast zweijähriger erfolgloser Suche sah Gemeindepräsident Peter Bernasconi (SP) «überhaupt keine Möglichkeit mehr, eine Anlage zu realisieren». Doch das Parlament sah das anders: Das Postulat wurde nicht abgeschrieben; die Bauverwaltung musste nochmals über die Bücher.

Polysportiver Platz

Das ist inzwischen geschehen. Und siehe da: Nach nur zwei Monaten Suche zeichnet sich eine Lösung ab. «Wir möchten in der Badi, hinter dem Beach-Volleyfeld eine mobile Skater-Anlage installieren», erklärt der Co-Präsident des Jugendrates, Mario Caretti, auf Anfrage. Laut Caretti soll der Platz möglichst polysportiv genutzt werden können: Dort sollen sich neben den Skatern künftig auch Basketballspieler und andere Sportler tummeln. Während den Öffnungszeiten des Worber Freibades werden die neuen Anlagen voraussichtlich übers Badi-Gelände zugänglich sein. In der übrigen Zeit sollen sie laut Caretti durch ein Tor davon abgegrenzt und von aussen zugänglich sein.

Damit die geplanten Anlagen möglichst breit genützt und Planungsfehler verhindert werden können, soll gemäss «Worber Post» ein Experte der Sportschule Magglingen in die weitere Planung einbezogen werden.

Ab Frühling 2000 offen

Gemeinderat Ernst Hauser (SVP) bestätigte auf Anfrage, dass die Badi als Standort für eine Skater-Anlage im Gespräch sei. Über den Stand der Verhandlungen sei er aber nicht im Bild, so Hauser. Bauverwalter Paul Fehlmann wisse sicher mehr. Doch dieser wollte der BZ gestern keine Auskunft geben.

Jugendrat Mario Caretti ist erfreut, dass es mit der Skater-Anlage nun vorwärts geht. Er ist optimistisch, dass dem Gemeindeparlament im Januar ein Projekt unterbreitet werden kann. Bereits im Mai sollte die Anlage realisiert sein, hofft Caretti.

BZ, 13. September 1999

Eigentlich wollten die Skater in Worb ein Zeichen setzen

Der Sponsorenlauf für die geplante Skateranlage in Worb war für die Organisatoren eher enttäuschend. Nur wenige Skaterinnen und Skater interessierten sich und nahmen am Anlass teil.

Andrea Hüsser

Für einmal stehen auf dem Parkplatz Hofmatt in Worb keine Autos. Stattdessen kurven Skater und Skaterinnen auf dem Gelände herum. Unter den schattenspenden Zeltdächern zählen Helferinnen und Helfer des so genannten «Skating Event» die Runden der Aktiven. Organisiert haben den Anlass der Trägerverein offene Jugendarbeit Worb (TJWO) und der Jugendrat Worb. Mit dem Sponsorenlauf wollen die Jugendlichen einen finanziellen Beitrag an die geplante Skateranlage beisteuern.

Ein Zeichen setzen

Am Sponsorenlauf beteiligen sich jedoch nicht viele Skater und Skaterinnen. «Diese machen dafür viele Runden», bemerkt Mitorganisator Mario Caretti. Immerhin kommen nach der ersten Runde fast 500 Franken zusammen. Aber trotzdem: Caretti ist skeptischer, weil die Präsenz der Jugendlichen gering ist: «So ein Anlass ist fragwürdig, wenn sich so wenig Leute zeigen», erklärt er. Mit dem Sponsorenlauf hätte er eigentlich ein Zeichen setzen wollen. Für den Gemeinderat müsse es nun aber einen schlechten Eindruck machen, wenn sich die angesprochenen Jugendlichen nicht dafür interessieren. Immerhin haben die Skater nun einen Verein gegründet. Dieser hat sich zum Ziel gesetzt, bis voraussichtlich April 2000 eine Anlage in Worb zu realisieren.

Profis zeigen ihr Können

Wer am Samstag jedoch mitmachte, tat dies mit Freude und Elan. Mit geröteten Gesichtern rechnen die Inlineskater Tobias Ochlich und Nicky Anderson nach dem halbstündigen Durchlauf ihren erworbenen Beitrag aus. «Die Leute merken, dass wir etwas machen - und dass der Anlass etwas bringt», begründet der fünfzehnjährige Nicky seine Teilnahme. Später könnte man ja vielleicht einen zweiten Sponsorenlauf durchführen, schlägt der gleichaltrige Tobias vor.

Als Showeinlage zeigen anschliessend fünf Profiskater aus der Region Bern ihr Können auf den drei verschiedenen Skatinghindernissen. Louis Mataré aus Bern, selbst auch Skater, moderiert und kommentiert die gekonnten Sprünge. Einer der Profiskater ist der fünfzehnjährige Jona Messerli aus Bolligen. Er ist im Team Rollerblade international und konnte sich vor zwei Wochen in Frankfurt für die «Aggressive Skate Association»Tour in den USA qualifizieren. Er ist einer von drei Europäern, die teilnehmen können. «Den Jonas habe ich schon einmal in der Skaterbahn in Gümligen gesehen», kommentiert Nicky die Show und wartet, bis die Profis die Skatinghindernisse geräumt haben. Dann nutzt er die Gelegenheit, seine Künste auf einer Skateranlage auszuprobieren.

Der Bund, 23. Oktober 1999

WORB

Jugendrat will sich bei Skatern vergewissern

Die Räder sollen rollen: So sieht es Rudolf Killias, der ein Konzept für einen Skater-Park auf der Hofmatt erarbeitet hat. Die Gemeinde steht dem Vorhaben positiv gegenüber. Der Jugendrat als eigentlicher Initiant der Idee gibt sich nun allerdings skeptisch.

URS MANNHART

«Wir möchten später nicht jene sein, welchen vorgeworfen wird, die Gemeinde habe wegen uns Geld aus dem Fenster geworfen», sagt Mario Caretti, Präsident des Jugendrats Worb. Die Gemeinde hat nämlich für den geplanten Skatingpark eine Unterstützung von 50'000 Franken in Aussicht gestellt. Angesichts dieser Summe, vor allem aber angesichts der Art des geplanten Parks, will nun der Jugendrat in verschiedenen Schulklassen in Rüfenacht eine Umfrage durchführen, um so stichprobenartig zu eruieren, ob überhaupt ein Bedürfnis nach einer derartigen Anlage für Inline-Skater und BMX-Fahrer besteht. Das hat der Jugendrat diese Woche beschlossen.

Konzept am Bedürfnis vorbei?

Die von Rudolf Killias, dem Präsidenten des Inline Skating Club Worb (ISCW), ausgearbeiteten Pläne des Skaterparks unterscheiden sich nämlich recht deutlich von den ursprünglichen Vorstellungen der Jugendlichen. «Die Idee des Skater-Parkes war immer ein Kind des Jugendrats», sagt Mario Caretti auf Anfrage, «doch als wir vor ungefähr zwei Jahren bei der Gemeinde eine Petition für einen Skating-Platz einreichten, dachten wir eher an einen kleineren Park, welcher zu jeder Zeit offen ist und so vielleicht zu einem allgemeinen Treffpunkt geworden wäre.» Die Petition wurde von der Gemeinde zwar behandelt, lange Zeit aber haperte es bei der Standortsuche. Trotz den Einwänden der Jugendlichen wegen der beschränkten Öffnungszeiten hat sich schliesslich die Hofmatt als einzig möglicher Standort herauskristallisiert. «Auch sehen wir ein», sagt Caretti, «dass der Skatingbetrieb wegen Haftungsfragen wohl beaufsichtigt werden muss.» Diese beiden von Caretti als Nachteile der Hofmatt empfundenen Umstände stellt Killias in seinem Projekt als Vorteile dar: Mit der gedeckten Halle und dem kontrollierten Betrieb sei auch das Vandalismus- und Lärmproblem von vornherein gelöst.

Dennoch könnte die von ihm geplante Anlage - eine stärkere Ausnützung der Hofmatt war schon immer eines seiner Anliegen - für die Bedürfnisse der Jugendlichen eine Nummer zu gross ausfallen: Zusätzlich zu den 50'000 Franken aus der Gemeindekasse will Killias für Anlagen weitere 30'000 Franken aufwenden. Es soll sich um Sporttottogelder und Beiträge aus umliegenden Gemeinden handeln. Skater aus diesen Gemeinden hätten wie die Worber freien Eintritt. Dank mobilen Geräten würde der Betrieb der Eishalle im Winter nicht tangiert, so dass in den Sommermonaten «120 bis 150 Betriebstage garantiert» werden könnten, lauten Killias' Vorstellungen. Auch solle sich der Betrieb nicht auf die Überwachung beschränken: Ab April sollen Anfängerkurse, Wettkämpfe und Turniere in der Hofmatt stattfinden.

Der Jugendrat hofft, die Resultate seiner Umfrage in zirka zwei Wochen diskutieren zu können.

Der Bund, 17. Februar 2000

 

WORB

Skaten ab dem 7. April

Für die Inlineskating-Anlage in der Eisbahn Hofmatt schafft die Gemeinde Geräte für 49 000 Franken an. Die Eröffnung ist am 7. April geplant.

ka/bas. Zu einem kleinen Skating-Platz wollte Worbs Jugendrat seinerzeit den Jugendlichen mittels Postulat verhelfen. Mittlerweile hat der Inline-Skating-Club Worb (ISCW) ein weit ambitiöseres Projekt lanciert. Aufgrund des Jugendratvorstosses kauft die Gemeinde dafür Geräte für 49'000 Franken. Der Gemeinderat habe mit Rudolf Killias, Klubgründer und Präsident, einen Vertrag abgeschlossen, sagte Gemeindepräsident Peter Bernasconi an einer Medienorientierung. Darin sei unter anderem festgehalten, dass diese Anschaffungen im Besitz der Gemeinde blieben.

«Regionale Ausstrahlung»

Bereits ab 7. April sollen Inlineskater in der Hofmatt ihre Sprünge üben und ihre Runden drehen können, sagt Rudolf Killias. «Wir sind bereits am Produzieren, damit wir es schaffen.» Der ISCW hat einiges vor: «Eine gepflegte Anlage mit regionaler Ausstrahlung» werde es, sagt Killias. Auf einem Drittel der Fläche, die im Winter als Eisbahn dient, werden verschiedenste Elemente für Sprünge und andere Kunststücke aufgebaut. Vorgesehen ist zum Beispiel eine 18 Meter lange und 1,5 Meter hohe Spinramp, eine doppelte Halfpipe. Laut Killias sind diese Geräte nicht nur für Inlineskater, sondern auch für Skateboarder und BMX-Fahrer geeignet. Die restliche Fläche ist einerseits für Inline-Hockey, anderseits für Skating-Kurse reserviert. Die Anlage werde voraussichtlich täglich vom frühen Nachmittag bis 23 Uhr geöffnet sein. Wie viel Eintritt Skatende bezahlen müssen, will Killias noch nicht verraten. Nur soviel: «Es wird günstig sein.»

BZ, 2. August 2000

 

WORB

Streit um Miete für die Eishalle Hofmatt

Der Inlineskating-Club will die Miete für die Eishalle nicht bezahlen. Der Grund: Die Genossenschaft habe den Vertrag nicht eingehalten. Zuständig ist nun ein Schiedsgericht der Gemeinde.

reb. «Die Genossenschaft Eishalle hat sich nicht an den Vertrag gehalten», sagt Rudolf Killias, Präsident des Inlineskating-Clubs Worb. So sei die Anlage nicht immer benützbar gewesen, weil es durchs Dach getropft hatte. Zu schaffen gemacht habe den Skatern zudem Kondenswasser. Gemäss der «Berner Zeitung» hat deshalb der Inlineskating-Club bisher die 14000 Franken Saisonmiete für die Eishalle nicht bezahlt. «Wir haben nicht so viel investiert nur für eine Saison. Deshalb muss zuerst darüber verhandelt werden, was in den nächsten fünf Jahren geschieht», sagt Killias. Erst dann werde entschieden, ob der Club die ganze Miete bezahle.

Heinz Ackermann, Finanzchef der Eisbahngenossenschaft; weist die Vorwürfe zurück: «Rudolf Killias versucht, uns den schwarzen Peter zuzuschieben, weil das Geschäft mit den Inlineskatern schlechter gelaufen ist, als er sich vorgestellt hat. » Das Dach sei so rasch wie möglich geflickt worden. Und dass beim Entzug von Wärme Kondenswasser entstehen könne, wisse man seit Jahren. Das sei sogar im Vertrag mit Rudolf Killias festgeschrieben worden. «Aus unserer Sicht kann Killias daraus keine Schadenersatzforderung ableiten», sagt Ackermann. Die Genossenschaft habe gegen den Inlineskating-Club die Betreibung eingeleitet.

Verdienstausfall

Finanziell habe sich der Betrieb in der Eishalle selber gedeckt, erklärt Killias. Aber sie hätten mit Einnahmen von 10000 Franken gerechnet von grösseren Festen, beispielsweise des Bar- und Pubfestivals. Die Genossenschaft habe aber alle möglichen Daten blockiert. Für Heinz Ackermann sind auch diese Vorwürfe falsch: Sie hätten die Sommervermietung an den Inlineskating-Club extra begrenzt bis Ende Juli, weil sie damit gerechnet hätten, dass das Bar- und Pubfestival im August stattfinde.

Als der Organisator den Anlass im Juni durchführen wollte, hätten sie ihn an Rudolf Killias — den Eishallenmieter in diesem Monat — verwiesen. Als sie erfahren hätten, dass das Festival an zwei Wochenenden im Juli und an einem im August stattfinden solle, habe man im Gespräch mit Killias Möglichkeiten für die Aufteilung des Budgets gesucht.

Zustande gekommen sei schliesslich nichts, weil der Festivalveranstalter sich zurückgezogen habe. Er habe keine Interessenten gefunden. «Für uns war das annähernd eine Nullsaison: Keine Miete und kein Festival», sagt Ackermann. In der Kasse fehlten 25000 Franken; jährlich müsse die Genossenschaft 100 000 Franken erwirtschaften, um ihre Verpflichtungen zu erfüllen.

Schiedsgericht der Gemeinde

Im Vertrag zwischen der Eisbahngenossenschaft und dem Inlineskating-Club ist vorgesehen, dass bei Strittigkeiten ein dreiköpfiges Schiedsgericht der Gemeinde Worb entscheidet. Davon habe er nichts gewusst, sagt Gemeindepräsident Peter Bernasconi, da der Vertrag nur zwischen dem Club und der Genossenschaft abgeschlossen worden sei. Aber nun werde der Gemeinderat das Schiedsgericht einsetzen. Für die Gemeinde gehe es darum, dass die Inlinegeräte, an denen sie mit 49000 Franken beteiligt ist, ausgenützt würden. Diese Infrastruktur sei nicht an den Inlineskating-Club gebunden, sie könne, sollte der Vertrag nicht mehr verlängert werden, auch anderen zur Verfügung gestellt werden. Die Eishalle sei der beste Ort für diesen Sport, betont Peter Bernasconi. Ob die Geräte — mit oder ohne Inlineskating-Club - wiederum dort aufgestellt werden könnten müsse sich nun zeigen.

Zu viel Subvention?

reh. Es stimme nicht, dass er für die Skating-Geräte unrechtmässige Subventionen vom Kantonalen Sportfonds bezogen habe, sagt Rudolf Killias. Dieser Fonds beteiligt sich an mobilen Anlagen mit 40 Prozent. An die Worber Inlineskating-Anlage —sie kostete insgesamt 114 000 Franken — bezahlte er 45000 Franken. Beteiligt an den Geräten ist zudem die Gemeinde mit 49000 Franken. Rund 20000 Franken stammen aus dem Restfonds der Genossenschaft EvK. Rudolf Killias habe. ihm die Abrechnung über die Gesamtkosten zugestellt und den Anteil anderer an der Anlage aufgeführt, sagt Martin Strup1er, Vorsteher des kantonalen Amts für Sport der Erziehungsdirektion. Nachdem die Sportfondskommission die Unterlagen ebenfalls geprüft habe, sei der Beitrag bewilligt worden, «eine völlig normale Sache», so Strupler. Geprüft werden müsse nun, ob alle Geräte im Besitz des Inlineskating-Clubs Worb seien oder ob ein Teil der Gemeinde gehöre, das könne Einfluss auf die Subventionen haben, sagt Strupler.

Der Bund, 8. September 2000

WORB

Die Skatinganlage ist weg, die Unstimmigkeiten bleiben

Der Jugendrat kritisiert die Informationspolitik des Inline-Skating-Clubs: Die Skatinganlage sei weggezügelt worden, bevor die Abonnemente abgelaufen seien.

jb/bas. Mario Caretti ist Unerfreuliches zu Ohren gekommen über die Inlineskating-Anlage in der Eisbahn Hofmatt: Von einem Tag auf den anderen sei sie verschwunden, hätten ihm Jugendliche geklagt. Dabei seien ihre Abos zu diesem Zeitpunkt noch gültig gewesen, sagte Caretti am letzten Montag im Worber Parlament. Der Kopräsident des Jugendrats will nun vom Gemeinderat wissen, wie weit er über den Stand der Dinge informiert ist. Worb hatte an die Anlage für rund 50'000 Franken Geräte beigesteuert.

Wunsch war bescheidener

Hintergrund dieses Engagements: In seinem ersten politischen Vorstoss hatte sich der Jugendrat seinerzeit eine fest installierte, kleine Skatinganlage gewünscht. Das Parlament stellte sich zwar hinter das Postulat, ein Standort für den Platz liess sich indes trotz langer Suche nicht finden. Schliesslich lancierte der Inline-Skating-Club (ISCW) mit Präsident Rudolf Killias ein weit ambitiöseres Projekt: In der Eisbahn eröffnete er im Frühling eine Anlage mit «regionaler Ausstrahlung», wie der FDP-Parlamentarier Killias ankündigte. Seit einem Monat steht die Anlage nun in der Kunsteisbahn bei der Schwarzwasserbrücke (der «Bund» berichtete).

Killias: «Hinweis beim Kauf»

Die Vorwürfe Carettis seien ungerechtfertigt, sagt Killias: «Wir hatten mit der Eisbahngenossenschaft Worb einen Mietvertrag bis Anfang August. Da aber im Juli in der Eishalle das - schliesslich doch nicht durchgeführte - Bar- und Pubfestival geplant war, konnte die Inlineskating-Anlage nur bis Mitte Juli betrieben werden. Genau dieser Unklarheiten wegen haben wir die Jugendlichen beim Kauf ihres Abos darauf hingewiesen, dass sie die Anlage eventuell nicht bis zum Schluss benützen können.» Caretti sei über den früheren Saisonschluss informiert worden, fügt Killias an: Die Unterlagen zur ISCW-Vorstandssitzung, an welcher dieser Beschluss gefällt worden sei, seien ihm in den Briefkasten gelegt worden, so Killias. Caretti war im April als Vertreter der Skaterinnen und Skater in den ISCW-Vorstand eingetreten. Aus Zeitgründen gab er aber zwei Monate später bereits wieder seinen Austritt.

Gimmel: «Schade»

Zu jenen Worber Politikern; die sich im Gemeindeparlament wiederholt für eine Skatinganlage gemäss den Vorstellungen des Jugendrats eingesetzt hatten, gehört Jonathan Gimmel (fww), der Präsident des Trägervereins für offene Jugendarbeit. Er bedauert die Unstimmigkeiten zwischen Jugendrat und ISCW: «Schade ist der Streit in jedem Fall, denn ein Projekt für die Jugend ist an sich ein positives Thema.» Sein Lösungsvorschlag: «Wenn etwas zerrüttet ist, sollte man nicht im Elend schwelgen, sondern in die Zukunft blicken und einen neuen Weg einschlagen.»

Geräte im Winterlager

Mindestens bis am 15. Oktober wird die Skating-Anlage nun vorerst in der Kunsteisbahn bei der Schwarzwasserbrücke bleiben. «Wir suchen in Worb nach einem neuen Standort für sie. Wenn wir bis im Oktober nichts gefunden haben, können wir die Geräte gratis an der Schwarzwasserbrücke den Winter hindurch lagern», sagt Rudolf Killias.

Der Bund, 14. November 2000

WORB

Zieht die Inlineanlage bald in eine alte Industriehalle?

Noch ist es unklar, ob in der Eishalle Worb im nächsten Sommer wieder eine Inlineanlage stehen wird. Rudolf Killias sucht bereits einen Alternativstandort.

lam. Er habe nur eine grosse Bitte an die Eisbahngenossenschaft: Sie solle ihre Boykotthaltung aufgeben und sich auf ein konstruktives Gespräch einlassen, sagte Rudolf Killias, ehemaliger Eishockeytrainer, Inhaber der Art Rock GmbH und Präsident des Inline-Skating Clubs Worb, anlässlich einer Medienorientierung. Denn, so sein ebenfalls anwesender Anwalt Roger Lerf: «Es wäre eine Schande, wenn der Streit zwischen der Genossenschaft und dem Club zu Lasten der Jugend ginge.»

Ungewisse Zukunft

Konkret möchte Rudolf Killias mit der Eisbahngenossenschaft bis Ende November einen Nutzungsvertrag für mindestens fünf Jahre unterzeichnen. Killias schwebt vor, dass die Genossenschaft der Art Rock GmbH die Eishalle von Anfang April bis Ende Juli zur Nutzung überlassen solle. So könnte der Inline-Club in der Eishalle im Sommer wie bereits in diesem Jahr eine Inline-Skating-Anlage aufstellen. Ein solcher Auslagerungsvertrag bestand bereits in diesem Jahr. Die beiden Vertragsparteien haben sich aber wegen unterschiedlicher Interpretation unklarer Vertragsklauseln zerstritten. In der Folge verweigerte der Club die Zahlung der Miete und schuldet der Genossenschaft daher noch 10000 Franken.

Heinz Ackermann, Pressesprecher der Kunsteisbahngenossenschaft, betonte gegenüber dem «Bund», die Genossenschaft werde keinen Auslagerungsvertrag mehr unterschreiben. «Wir haben dieses Jahr den Versuch gewagt, und er ist gescheitert. » Die Genossenschaft will die Sommernutzung in Zukunft wieder in Eigenregie betreiben. Dennoch bedeutet das nicht zwangsläufig das Aus für den Inline-Park in der Hofmatt. Die Genossenschaft wäre laut Heinz Ackermann nämlich durchaus bereit, die Halle für konkrete Projekte an Killias zu vermieten. Nur eine allgemeine Nutzungsauslagerung komme nicht mehr in Frage.

Auf dieses Szenario mag sich Killias aber nicht verlassen. Deshalb sei er auch auf der Suche nach einem Alternativstandort für die Skatinganlage. «Wichtig ist, dass wir den Betrieb in Worb weiterführen können. Das liesse sich in einer alten Fabrikhalle aber vielleicht sogar besser garantieren», meinte Killias.

Erstaunt reagierte Worbs Gemeindepräsident Peter Bernasconi auf diese Aussage. Obwohl einige der Hindernisse der Gemeinde gehörten, habe er noch nie von solchen Plänen gehört. Diese Geräte seien dem Club zwar zur Benützung übergeben worden, allerdings mit der Bedingung, dass sie in der Eishalle aufgestellt werden. «Es ist sicherlich nicht unmöglich, diese Klausel zu ändern», sagte der Gemeindepräsident, «aber die Gemeinde muss dies zumindest bewilligen.» Ein besserer Standort als die Eishalle, zeigt sich Bernasconi überzeugt, liesse sich aber kaum finden.

BZ, 14. November 2000

EISHALLE HOFMATT WORB

Wenig Erhellendes im Skater-Streit

Wird Rudolf Killias das Lachen bald vergehen?  
Er hat mit seinem Inline-Skating-Projekt Probleme

Pressekonferenz des Inline-Skating Clubs Worb: In formiert wurde über die Probleme mit der Hofmatt — aber nur zur Hälfte. Die angekündigten Zahlen über die Erstellungskosten wurden nicht offen gelegt.

Benjamin Adler
Brigitte Walser
Die Rechnung über 14000 Franken ist noch' offen. Der Inline-Skating Club Worb (ISCW) unter dem Präsidium von Rudolf Killias ist der Genossenschaft Kunsteisbahn Worb (GKW) noch die gesamte Mieten für den Sommerbetrieb schuldig. Killias ist nicht bereit, diese Summe zu zahlen. Er macht geltend, um die Einnahmen des Bar- und Pubfestivals gekommen zu sein. «Die 10000 Franken, die wir durch die Veranstaltung eingenommen hätten, fehlen uns nun. Daran ist die Genossenschaft schuld», erklärte Killias an einer Pressekonferenz.

Die Genossenschaft sieht das anders. Sie hatte von Anfang an im Sinn, dieses Festival durchzuführen. Deshalb hatte sie dem Skating Club die Halle nur bis Ende Juli vermietet. Schliesslich aber fiel das Festival ganz ins Wasser. Beide Parteien hatten aber mit den Einnahmen dieses Anlasses gerechnet. Da dies alles ohne vertragliche Absicherung geblieben ist, sind die Fronten verhärtet. Beide Parteien haben Anwälte beigezogen, und die Genossenschaft Kunsteisbahn hat eine Betreibung gegen den Skating Club eingeleitet. Rudolf Killias sieht sich als Opfer. Er habe Gutes tun wollen, und das werde nun nicht gewürdigt. Nicht zuletzt darum geht er in die Offensive: Das Kondenswasser, das durch das Heizen des nebenliegenden Schwimmbades entstanden ist und die Skater behinderte, bezeichnete Killias Anfang Juni als «gezielt fehlerhafte Manipulation», Heinz Ackermann, Kassier der Genossenschaft, verweist auf ein Schriftstück, in dem dieses Problem zu Sprache gekommen ist. In der Tat sei nicht das Kondenswasser das Problem, erklärte nun Killias an der Pressekonferenz, sondern die Löcher im Dach. Es habe geheissen, diese würden repariert, wetterte Killias. Doch bis zum 1. August sei nichts geflickt gewesen. Auch hier widerspricht Ackermann. Er kann dafür Rechnungen von Dachdeckern aus den Monaten März und April vorlegen.

Wie weiter?

Wie es weitergehen soll, ist ungewiss. Der Inline-Skating Club möchte die Kunsteisbahn für die nächste Saison wieder mieten. «Aber wenn wir bis Ende November nicht wissen, was passiert, ist die halbe Miete schon wieder weg. Wir müssen planen können», erklärt Killias. Die Geschäftsleitung der Genossenschaft Kunsteisbahn hat aber «jegliche Lust verloren, mit dem ISCW je wieder einen Handel einzugehen, solange er durch Ruedi Killias und seine Art Rock GmbH vertreten wird. » So stehts in einer Stellungnahme der Genossenschaft.

Der Rest ist Schweigen

Der Mietstreit ist nicht Killias' einziges Problem in Zusammenhang mit der Skating-Anlage. Er ist Besitzer der Art Rock GmbH; diese hat im Auftrag des Inline-Klubs die Anlage erstellt. Dass hinter seinem Engagement fürs Skaten auch kommerzielle Interessen stecken könnten, hat er stets in Abrede gestellt. Er sagte, statt der brachenüblichen 10 bis 20 Prozent habe er an der Anlage nicht nur keinen Rappen verdient, sondern gar noch draufgelegt. Das Gegenteil erzählt man sich aber hinter vorgehaltener Hand in Worb. Die Art Rock GmbH habe sich beim Bau der Anlage eine goldene Nase verdient. Konkret: Sie habe die Geräte von den heimischen Handwerkern günstig erhalten, aber dann teuer weiterverkauft. Gegenüber der BZ hat Killias im Oktober angekündigt, diesen Gerüchten entgegenzutreten. An der Pressekonferenz werde er offen legen, was seine Firma den Handwerkern bezahlt hat. Stattdessen hat er nun nur über den Mietstreit informiert. Der Ball liegt jetzt beim kantonalen Sportamt, welches die Anlage subventioniert hat. Bereits im September wurde es von der Vereinigung Bernischer Sportverbände per Brief avisiert. Auf Grund Killias' Doppelmandat seien die Rechnungen der Handwerker zu über prüfen, und nicht nur die Schlussrechnung der «Art Rock». Doch Walter Zbinden, Sekretär des Sportamts, erklärt: «Das geht nicht. Wir sind juristisch nicht in der Lage, die Handwerkerrechnungen einzufordern.»

BZ, 15. November 2000

WORB

Was ist mit den Skatinggeräten?

An der Sitzung des Grossen Gemeinderates von Worb fragte Jürg Kaufmann (SP), was mit den Geräten der Inlineskating-Anlage geschehe. Die Anlage sei im Schwarzwasser schlecht deponiert, die Geräte ständen zentimetertief im Wasser. Gemeindepräsident Peter Bernasconi erklärte, die Geräte seien Eigentum der Gemeinde. Diese habe mit dem Inline-Skating Club einen Vertrag abgeschlossen und ihm die 69000 Franken teuren Geräte zur Verfügung gestellt. Im Vertrag sei aber als Standort für die Anlage die Eishalle Hofmatt vorgesehen. Sollte dieser Standort aufgegeben werden, laufe der Vertrag aus und die Geräte gingen an die Gemeinde zurück. Bernasconi hofft deshalb auf eine Einigung zwischen dem Club und der Eishalle, denn diese sei für die Anlage geeignet. bw

Der Bund, 5. Mai 2001

WORB

Die Inlineanlage bleibt noch eingemottet

Bis am 1. April hätte der Inline-Skating-Club die Inlineanlage aufstellen müssen, so war es mit der Gemeinde vereinbart. Die Kunsteisbahn Hofmatt kommt aber als Standort nicht mehr in Frage, weil Club und Genossenschaft sich überworfen haben. Nun möchte der Club in eine alte Industriehalle ziehen. Der Gemeinderat wartet vorerst ab.

reb. Vor gut einem Jahr strömten jugendliche Inline-Skater von nah und fern zur Eröffnung der Inline-Skating-Anlage in die Worber Eiskunsthalle Hofmatt. Dieses Jahr hat zwar die Saison begonnen, die Anlage liegt aber immer noch eingemottet bei der Kunsteisbahn Schwarzwasserbrücke. In der Hofmatt kann der Inline-Skating-Club Worb (ISCW) die Anlage nicht mehr aufstellen, weil er und die Genossenschaft Hofmatt sich überworfen haben. Der Club verweigerte der Genossenschaft letztes Jahr die Zahlung der Miete mit der Begründung, die Genossenschaft habe den Vertrag nicht erfüllt. Die Genossenschaft wies diesen Vorwurf zurück und liess den Club betreiben. Noch immer schuldet der Club der Genossenschaft rund 10'000 Franken (der «Bund» berichtete).

Gemäss Vertrag mit der Gemeinde - sie hat sich mit 49'000 Franken am Kauf der Geräte beteiligt - hätte der Inline-Skating-Club die Anlage bis spätestens am 1. April in Worb aufstellen müssen, andernfalls würden die der Gemeinde gehörenden Geräte an sie zurückfallen. Er habe dem Gemeinderat mitgeteilt, dass der Club intensiv nach einem neuen Standort suche, sagt Killias. Und er sei mit der Behörde übereingekommen, dass der Vertrag so bleibe wie bisher, wenn der Club einen neuen Standort finde, wo er die Anlage während vier bis sechs Monaten aufstellen könne.

Inline-Skaten im Herbst

Übrigens stehe die Hofmatt derzeit Inline-Skatern offen, zudem werde Inline-Hockey gespielt, obwohl die Genossenschaft früher habe verlauten lassen, sie verzichte darauf. Es mache keinen Sinn, wenn der Inline-Club gleichzeitig seine Anlage aufstelle. «Uns schwebt vor, dass wir unsere Anlage ab Juli oder August in Betrieb nehmen, dann, wenn in der Hofmatt wieder Eis produziert wird und dort deshalb Inlineskaten nicht mehr möglich ist», erklärt Killias. Der Club bemühe sich sehr, einen neuen Standort zu finden. Zurzeit liefen Verhandlungen über die Nutzung einer Halle auf dem Gelände der alten Verzinkerei. Eine andere Möglichkeit wäre eine Zeltlösung.

Richard Sägesser, Verwalter der Simag AG, der die Halle auf dem Areal der ehemaligen Verzinkerei gehört, bestätigt das Interesse von Rudolf Killias. Allerdings sei noch nichts entschieden. In nächster Zeit gehe es darum abzuklären, ob eine Inline-Skating-Anlage in der Halle aus baulicher Sicht überhaupt realisiert werden könnte, so Sägesser. Es hätten sich auch andere Interessenten für die Halle gemeldet.

Gemeinde weiss nichts

«Ich glaube nicht, dass wir die Anlage angeschafft hätten, wenn wir gewusst hätten, dass wir nur ein Jahr in der Eishalle bleiben können», betont Killias. Ohne Anlage habe der Inline-Skating-Club keine Einnahmen. Weil kein Angebot bestehe, sei für dieses Jahr auch kein Mitgliederbeitrag erhoben worden.

Er habe erst vor kurzem zufällig erfahren, dass die Inline-Skating-Anlage bisher nicht aufgestellt worden sei, sagt Gemeindepräsident Peter Bernasconi. «Der Gemeinderat ist davon ausgegangen, dass die Anlage steht.» Rudolf Killias habe erklärt, dass er einen Vertrag für die Halle auf dem Verzinkereigelände abschliessen wolle, so Bernasconi. Aber gemäss Killias dauerten die Verhandlungen noch rund einen Monat. «Nun wartet der Gemeinderat ab, was Rudolf Killias macht.» Dieser habe zudem versprochen, dass die Anlage länger stehen bleibe, auch im Winter, sagt Bernasconi. Ursprünglich sei im Vertrag mit dem Club abgemacht gewesen, dass die Anlage in der Hofmatt aufgestellt werden müsse. Der Gemeinderat habe einer Vertragsänderung zugestimmt, damit der Club überhaupt einen neuen Standort suchen könne.

Der Bund, 21. Juni 2001

Keine Skater in der Simag-Halle

pd. Die Skatinganlage, zu welcher die Gemeinde Worb Geräte beigesteuert hat, steht nach wie vor nicht zur Verfügung: Wie Gemeindepräsident Peter Bernasconi an einer Medienorientierung erläuterte, wurde nichts aus der Absicht von Rudolf Killias, dem Präsidenten des Inline-Skating-Clubs, die Anlage in der Simag-Halle zu installieren (der «Bund» berichtete). Sollte heuer keine andere Lösung mehr zustande kommen, werde sich der Gemeinderat fürs nächste Jahr etwas Neues einfallen lassen. Denkbar wäre allenfalls, die Geräte der Gemeinde der Eisbahn Hofmatt zu überlassen oder sie dezentral bei Schulhäusern zu platzieren.

BZ, 3. Juli 2001

SKATINGANLAGE WORB

Eine Eintagsfliege, die kostet

Die 114'000 Franken teure Worber Skating-Anlage wird, so ist zu befürchten, genau eine Saison in Betrieb gewesen sein. Die Hoffnung, sie in der alten Verzinkerei wieder aufzubauen, hat sich zerschlagen.

Benjamin Adler

Die Worber Inline-Skating-Anlage, eine lange Leidensgeschichte. 1995 hatte das Jugendparlament eine solche Anlage per Motion gefordert. Im letzten Frühjahr endlich - das Projektstand zwischenzeitlich kurz vor dem Aus - eröffnete diese. Auf der Eisbahn Hofmatt und unter der Federführung des Worber Inline-Skating-Klubs und dessen Präsidenten, Rudolf Killias. Gebaut hatte die Anlage die Firma Art Rock GmbH - sie gehört Killias. Die Erstellungskosten von 114'000 Franken teilten sich die Gemeinde Worb (49000 Franken), die Genossenschaft EvK (20'000 Franken) und das Sporttoto. Wie geplant lief der Betrieb bis August. Dann wurde auf der Hofmatt wieder Eis gemacht. Gemäss Vertrag, der zwischen der Gemeinde und dem Klub existiert, hätte die zweite Saison am 1. April dieses Jahres in Angriff genommen werden sollen. Doch der Klub hat die Anlage nicht wieder aufgebaut, die Geräte lagern seit letztem Herbst bei der Schwarzwasserbrücke, und daran wird sich vorerst nichts ändern. Damit nicht genug: Vieles deutet darauf hin, dass die Worber Skating-Anlage ihren Betrieb überhaupt nicht mehr aufnehmen wird. Weder in der nächsten noch in einer sonstigen Saison. Die lange Leidensgeschichte scheint also doch noch ihr Ende zu finden, ein wenig erfreuliches allerdings.

Fromme Wünsche

Schon zu Beginn der letzten Saison waren sich Mieter und Vermieter auf der Hofmatt, Inline-Klub und Eisbahngenossenschaft, in die Haare geraten. Killias hielt die Miete zurück mit dem Argument, die Genossenschaft erfülle den Vertrag nicht. Beide Parteien schalteten Juristen ein, der Streit - es geht um rund 10'000 Franken - wird nun vom Richter entschieden. Den Vertrag, der vorerst auf ein Jahr abgeschlossen war, hat die Eisbahngenossenschaft aufgrund der Querelen nicht mehr verlängert (die BZ berichtete).

In der Folge hat der Inline-Klub gehofft, sich in einer Halle der alten Verzinkerei in Worb einmieten zu können. Daraus wird nichts. Richard Sägesser, der Verwalter der Firma, der die Halle gehört: «Der Klub kann unsere Miete nicht bezahlen.» Vielleicht gehe Sägesser ja noch mit dem Preis runter, wenn sich sonst kein Interessent fände, spekuliert Rudolf Killias. «Problemlos werden wir die Halle zum gewünschten Preis vermieten können», erwidert Sägesser. Es hätten sich bereits wieder etliche Interessenten gemeldet.

Galgenfrist

Killias hofft bei der Standortsuche auch auf die Gemeinde. Diese gibt dem Klub bis Herbst Zeit, will sich aber, entgegen Killias Hoffnung, nicht mehr selber engagieren. «Wir haben seit der Einreichung der Motion über 10 Standorte erfolglos geprüft», meint Gemeindepräsident Peter Bernasconi. Er sehe nicht, wo doch noch eine Lösung gefunden werden könnte. Und die Hofmatt mit neuem Betreiber? Bernasconi dazu: «Die Gemeinde ist nicht bereit, zusätzlich noch die Miete zu bezahlen.» Auch die Eisbahngenossenschaft winkt ab. Ihr Präsident Herbert Gasser sagt, man wolle die Anlage nicht selber betreiben. Ohne neuen Standort werde die Gemeinde deshalb die ihr zustehenden Geräte sehr wahrscheinlich auf einzelne Schulen verteilen, erklärt Bernasconi.

Der Bund, 26. September 2001

INLINESKATING

Worb will Geräte zurück

Nachdem Worbs Rollschuhlaufende dieses Jahr ohne Anlage auskommen mussten, möchte die Gemeinde ihre Geräte nächstes Jahr selber aufstellen - falls sie auf der Standortsuche fündig wird.

bas. Nur einen Sommer lang, im Jahr 2000, konnten sich die Jugendlichen aus Worb und Umgebung auf der Anlage des InlineSkating-Clubs Worb (ISCW) in der Kunsteisbahn Hofmatt vergnügen. Dieses Jahr blieb die Anlage eingemottet - Club und Eisbahn-Genossenschaft hatten sich überworfen und gehen juristisch gegeneinander vor. Das Verfahren sei nach wie vor hängig, die Genossenschaft fordere vom Club rund 14000 Franken Miete und Nebenkosten, erklärte gestern auf Anfrage Genossenschaftspräsident Herbert Gasser. Die Gemeinde wiederum will jetzt vom Club die Geräte im Wert von rund 50'000 Franken zurückhaben, die sie seinerzeit zur Anlage beigesteuert hatte. Zusammen mit dem Departement Bildung werde anschliessend abgeklärt, ob einzelne oder alle Geräte im nächsten Jahr bei den Schulanlagen aufgestellt und so den Jugendlichen in der Gemeinde Worb zur Verfügung gestellt werden könnten, teilt der Gemeinderat in einem Mediencommuniqué mit.

Schon einmal gesucht

Die erste Standortsuche ist es nicht: Nachdem das Worber Gemeindeparlament den allerersten Vorstoss des Jugendrats, ein Postulat mit dem Wunsch nach einer fest installierten Inlineskating-Anlage, überwiesen hatte, prüfte der Gemeinderat schon einmal diverse Möglichkeiten. Weil keine davon in Frage kam, wollte der Gemeinderat das Postulat im Frühling 1999 als nicht erfüllbar abschreiben lassen - was das Parlament aber nicht tat.

Der Bund, 29. Mai 2002

WORB

Inline-Geräte sollen verteilt werden

pd. Die Geräte im Wert von rund 50'000 Franken, welche Worb an die Anlage des Inline-Skating-Club (ISCW) beigesteuert hatte, sind nach wie vor eingelagert. Dies führte Gemeinderat Ernst Hauser am Montagabend im Gemeindeparlament aus, nachdem sich Hans Ulrich Steiner (gfl) nach dem Stand der Dinge erkundigt hatte. Geplant sei, die Geräte einzeln an mehreren Standorten aufzustellen. Abklärungen seien im Gange, so Hauser. Die Inlineskating-Anlage des ISCW war einen Sommer lang in der Eisbahn Hofmatt aufgestellt. ISCW und Eisbahn-Genossenschaft haben sich aber überworfen, ein neuer Standort liess sich nicht finden (der «Bund» berichtete). Der Club werde allenfalls aufgelöst, sagte Präsident Rudolf Killias gestern auf Anfrage. Bereits in Liquidation befinde sich seine Kletterwand- und Inlineanlagen-Firma Art Rock GmbH, so Killias weiter.

BZ, 16. Februar 2005

WORB

Skatinganlage auf der Hofmatt

Nun kommt die Sache doch ins Rollen. Auf Initiative des Jugendrates haben sich Gemeinde und Parteienvertreter getroffen, um über einen Standort für die Skatinganlage zu diskutieren. Der Gemeinderat entscheidet.

Sie sind in Worb ein Politikum fast wie die Verkehrssanierung, wenn auch von bedeutend geringerem Ausmass: die eingelagerten Geräte der Skatinganlage. Im Worber Parlament stehen sie so oft auf der Trak­tandenliste wie sonst kaum ein Geschäft. Sie wurden Opfer des parlamentarischen Links­rechts-Blockdenkens, des Ringens um Kompetenzen und so­gar des Wahlkampfes im letzten Herbst.

Kreuz mit dem Standort

Konkret geht es um vier Geräte, von denen zwei im Besitze der Gemeinde sind. Die anderen wurden durch Sporttoto-Gelder subventioniert. Vor rund fünf Jahren waren die Geräte wäh­rend einer Saison in der Eishalle in Betrieb. Daraufhin wurden sie weggeräumt, und seither sind sie eingelagert.

Unterdessen waren viele Gremien mit der Suche nach einem geeigneten Standort beschäf­tigt und ungefähr ebenso viele, welche die vorgeschlagenen Orte wieder verwarfen. Man war ernsthaft versucht, die «einigermassen glaubwürdige Hand­lungsfähigkeit» des Parlaments in Frage zu stellen, die SP-Politiker Jonathan Gimmel forderte, als die Skatinganlage letzten Sommer einmal mehr traktan­diert war.

Treffen mit Jugendrat

Doch nun scheint die Sache doch noch ins Rollen zu kom­men. Der Worber Jugendrat hat am Montag zu einem Treffen eingeladen. Anwesend waren Gemeinde- und Parteienvertreter. Mit dem Verlauf der Sitzung ist Jugendrat Nicola Jorio zu­frieden. «Die meisten Parteien sind grösstenteils einverstanden, dass die Anlage aufgestellt wird», formuliert er vorsichtig. Nun sei der Gemeinderat gefragt. Denn: «Der Jugendrat kann unmöglich die Haftung für den Betrieb einer solchen Anlage übernehmen», so Jorio.

Lösung Hofmatt

Als neuer Standort der Anlage wird nun definitiv der ehemali­ge Spielplatz beim Sportzen­trum Hofmatt ins Auge gefasst. Weil dort ein neuer Belag einge­baut werden müsste, wird mit Kosten von rund 60'000 Franken gerechnet. Ein Betrag, der in der Kompetenz des Gemeinderates liegt. Dieser kann also allein entscheiden, ob die Anlage auf der Hofmatt aufgestellt wird. Er wird dies an seiner Sitzung vom 7. März tun. Das Parlament kann lediglich noch über einen hängigen Vorstoss der SVP bestim­men. Darin wird geregelt, ob der Jugendrat für den Betrieb Ver­antwortung übernehmen soll. Der Gemeinderat wird an der Parlamentssitzung vom 14. März beantragen, den Vorstoss als er­ledigt abzuschreiben.

Parteivertreter sind dafür

Die am Treffen anwesenden Par­teimitglieder sind mit dem ein­geschlagenen Weg einverstan­den. «Im Grundsatz schon», sagt etwa Martin Wälti (SVP), «denn es muss jetzt etwas ge­hen.» Ein Fragezeichen setzt er noch bei den Kosten für den neuen Belag und bei der Rege­lung des Betriebs. Für Olivier Dinichert (FDP) und Jürg Kauf­mann (SP) ist das Sportzentrum der richtige Ort für die Skating­anlage. Auch die beiden Genossenschaften des Schwimmba­des und der Kunsteisbahn Hof­matt hätten gegen eine Anlage auf dem Spielplatz nichts einzu­wenden.

BRIGITTE WALSER

Der Bund, 17. Februar 2005

Platz für Skater gefunden

Sagt der Gemeinderat im März Ja, wird die Skatinganlage in Worb beim Sportzentrum Hofmatt aufgestellt

Beinahe schien die Standortsuche für die Skatinganlage aussichtslos. Nun kommt wieder Schwung in die Sache - dank der Initiative des Worber Jugendrates. Ein glückliches Ende nach acht Jahren?

Die Skatinganlage soll nicht weiter vor sich hinrosten: Der Worber Jugendrat hat am Montagabend Gemeinde- und Parteienvertreter zu einem Treffen eingeladen, damit die jahrelange Standortsuche endlich ein Ende findet. Und der neue Standort ist gefunden: Die Anlage, an welche die Gemeinde 60'000 Franken beigesteuert hat, soll auf dem ehemaligen Spielplatz beim Sportzentrum Hofmatt aufgestellt werden. Der zuständige Gemeinderat Ernst Hauser (svp) bestätigte gestern einen entsprechenden Bericht der «Berner Zeitung».

Neuer Belag für 60'000 Franken

Auf dem Areal müsse ein neuer Belag eingebaut werden, so Hauser. Er rechnet dafür mit Kosten in der Höhe von rund 60'000 Franken. Dieser Betrag liegt in der Kompetenz des Gemeinderates. Er befindet Anfang März darüber. Anders als in früheren Jahren entscheidet dieses Mal also nicht das Parlament über einen neuen Standort, sondern der Gemeinderat.

Lange, beschwerliche Suche

SP-Kopräsident Jürg Kaufmann freut dies. «Das Parlament kann somit die Skatinganlage nicht schon wieder verhindern.» Erst vergangenen Juni hatten die Sozialdemokraten eine rasche Lösung für das Skating-Problem verlangt. In einem Vorstoss schlugen sie vor, auf der Ende dieses Jahres frei werdenden Fläche des Migros-Provisoriums nicht nur Parkplätze zu bauen, sondern auch eine Ecke für die Rollbrettfahrer freizuhalten. Vergeblich. Die bürgerlichen Parteien fanden keinen Gefallen am Vorschlag der SP. Sie machten Haftpflichtfragen geltend und störten sich an den Kosten für den Unterhalt.

Die Skatinganlage gibt in Worb bereits seit acht Jahren zu reden. Damals sagte das Parlament Ja zum Betrieb einer öffentlichen Anlage. Doch die Jugendlichen konnten sich nur einen Sommer lang auf der Skatinganlage vergnügen. Dann mussten die vier Geräte wieder aus der Eishalle Hofmatt entfernt werden. Seither sind fünf Jahre ins Land gezogen. Verschiedene Gremien beschäftigten sich mit der Standortfrage, alle Vorschläge wurden immer wieder verworfen. Die Skating-Anlage blieb eingemottet in der ehemaligen Kläranlage in Rüfenacht.

Nicht alle Probleme vom Tisch

Hängig ist derzeit noch ein Vorstoss der SVP. Darin geht es um die Frage, ob der Jugendrat für den Betrieb der Anlage verantwortlich gemacht werden soll. «Wir können keine Haftung für die Skater übernehmen», sagt dazu Jugendrat Nicola Jorio. Dies liege nicht in seiner Kompetenz, denn der Jugendrat sei ein politisches Organ. Gleicher Meinung ist auch Gemeinderat Ernst Hauser - und liegt damit nicht auf der Linie seiner Partei. Er ist der Ansicht, dass die Jugendlichen keine Aufsichtsperson brauchen. Hauser hofft, dass das «Geschäft» Skatinganlage, das ihn seit Beginn seiner Amtszeit beschäftigt, bald vom Tisch ist. Er möchte die Anlage diesen Sommer in Betrieb nehmen.

Seine Partei, die SVP, begrüsse grundsätzlich den Standort Hofmatt, so Hauser. Zu reden geben werden wohl noch die Kosten für den Belag und die Regelung des Betriebs. Die FDP will an ihrer Fraktionssitzung im März über die Skatinganlage diskutieren. Olivier Dinichert, der am Treffen von vergangenem Montag mit dabei war, findet das Sportzentrum Hofmatt einen sinnvollen Ort für eine Skatinganlage. Auch SP-Kopräsident Jürg Kaufmann vertritt diese Meinung. Laut BZ haben auch die beiden Genossenschaften des Schwimmbads und der Kunsteisbahn Hofmatt nichts gegen die Anlage auf dem Spielplatz einzuwenden. (car)

BZ, 13. Mai 2005

WORB

Einspruch gegen Skater

Gegen den lange gesuchten und endlich gefundenen Standort für die Worber Skatinganlage ist eine Einsprache eingegangen.

Die Worber Skatinganlage kann doch nicht so schnell aufgestellt werden wie geplant. Gegen das entsprechende Baugesuch der Gemeinde ist eine Einsprache eingegangen, die von sechs Personen unterschrieben wurde. Dies bestätigte gestern Claudine Luginbühl vom Statthalteramt auf Anfrage. Die lange Zeit des Suchens und Verwerfens eines neuen Standortes für die Worber Skatinganlage ist damit noch immer nicht vorbei.

Die Geräte, die der Gemeinde gehören und die seit längerer Zeit eingelagert sind, sollen auf dem ehemaligen Spielplatz beim Sportzentrum Hofmatt aufgestellt werden. Dazu muss für rund 60'000 Franken ein neuer Belag eingebaut werden, den der Gemeinderat bereits bewilligt hat. Schon als das Geschäft zum letzten Mal im Parlament behandelt worden war, hatten einige Mitglieder vor Einsprachen gewarnt. Die Anwohner fürchten nämlich den Lärm von skatenden Jugendlichen. Der Gemeinderat will aber ab 22 Uhr ein Lärmverbot verhängen und auch auf eine Beleuchtung der Anlage verzichten. Nun muss der Statthalter entscheiden, wie es weitergehen soll.      

BW