WORBNeue EDV war billigerDas neue Computersystem der Worber Gemeindeverwaltung hat gut 100000 Franken weniger gekostet als budgetiert. Der Gemeinderat habe die Schlussabrechnung von rund 800000 Franken an seiner letzten Sitzung genehmigt, informierte Gemeindepräsident Peter Bernasconi (SP) vor den Medien. ger |
WORBGemeinderat will gesamte Informatik auslagernKünftig soll die Software-Lieferantin die Gemeide-Informatik betreuen, schlägt der Gemeinderat vor. Dies sei günstiger und sicherer als ein eigener Informatikdienst.bas. Vor einem Jahr noch hatten die Fachleute der Talus Informatik AG in Wiler bei Seedorf, der Vertreiberin von Worbs Software, die Lösung als nicht machbar eingestuft. In der Zwischenzeit habe sich die Technik derart weiterentwickelt, dass dem Vorhaben nichts mehr im Wege stehe, sagt Worbs Gemeindepräsident Peter Bernasconi: Geben Mitte Oktober das Parlament und Anfang Dezember die Stimmberechtigten ihre Zustimmung, wird Worbs gesamte Gemeinde-Informatik ausgelagert. In der Gemeindeverwaltung stünden grundsätzlich keine Server mehr, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden von einem externen Help Desk aus betreut, auswärtige Fachleute wären unter anderem für die Datensicherung und den Virenschutz besorgt. Bislang, so Bernasconi, kümmerten sich Gemeindeangestellte teilzeitlich um die Informatikbelange. Schon vor einer Weile habe die Software-Lieferantin darauf hingewiesen, dass dies für eine Gemeinde in der Grösse Worbs nicht ausreiche, und die Analyse einer Drittfirma habe dieses Urteil bestätigt. Gemäss Berechnungen des Gemeinderats kostete ein gemeindeeigener Informatikdienst mit 140 Stellenprozenten jährlich 438'000 Franken. Die Talus-Lösung ist mit 425'000 Franken veranschlagt, laut Bernasconi könnte sie im Laufe der Verhandlungen aber «noch etwas günstiger» werden. Die Kosten, die durch das Auslagern neu anfielen, beziffert der Gemeinderat in einem Communiqué mit rund 270'000 Franken. Bernasconi betont, dass nicht einzig der günstigere Preis für das Outsourcing spreche: Gerade in den Bereichen Datenschutz und Virensicherheit sei Worb mit einem grossen, professionellen Vertragspartner besser bedient als mit dem Alleingang. Hinzu komme, dass qualifizierte Informatikfachleute schwierig zu rekrutieren seien. Bernasconi verweist auf den Kanton Waadt, der seine Informatik von der Bedag in Bern betreuen lasse. Auf Erfahrungen von Gemeinden, die mit Worb vergleichbar sind, kann sich der Gemeinderat nicht stützen: Seines Wissens übernehme Worb im Informatik-Outsourcing eine Pionierrolle, so Bernasconi. |
PARLAMENT WORBDie EDV im KreuzfeuerNach einer hitzigen Debatte sagte das Worber Parlament gestern Abend Ja zur Auslagerung der Informatik.Die Gemeindeinformatik genüge den Sicherheitsansprüchen nicht mehr, sagte gestern Abend Gemeindepräsident Peter Bernasconi (SP) dem Worber Parlament. Der Gemeinderat beantragte deshalb, die Informatik auszulagern. Diese Variante verursacht geschätzte Kosten von 425'000 Franken. Dies sei billiger als der Aufbau einer eigenen Gemeindeinformatik. Diese beziffert der Gemeinderat nämlich auf 438'000 Franken. Während sich zunächst nur die SP-Fraktion voll und ganz hinter den Antrag stellte, stimmte das Parlament am Schluss deutlich mit 32 zu 2 Stimmen für die Auslagerung der Gemeindeinformatik. Deutlichen Protest formulierte Franziska Fritschy (FDP). In mehreren Vorträgen versicherte sie den Ratskolleginnen und -kollegen, das Projekt sei noch nicht ausgegoren. In einem Rückweisungsantrag wollte sie verlangen, dass die Vorlage auf die kommende Parlamentssitzung verschoben werde. So sollte man sich noch weitere Informationen verschaffen können. Dieser Antrag wurde aber als ungültig taxiert. Abgelehnt wurde der Rückweisungsantrag von Hans Ulrich Steiner (GFL). Er wollte verlangen, dass Worb die Auslagerung nicht isoliert, sondern zusammen mit anderen Gemeinden angehe. Worb solle einen Gemeindezweckverband ins Leben rufen. Sein Rückweisungsantrag fand nur zwei Befürworter. Die sowohl von Steiner als auch von Fritschy geäusserte Forderung, die Gemeinden müssten vernetzt vorgehen, werde erfüllt, beruhigte Peter Bernasconi. Eine kantonale Arbeitsgruppe habe bereits Szenarien entworfen. So sehe man «ein bis zwei Rechenzentren und drei Softwarepakete», die den Verwaltungen dereinst dienen sollen. kle |
WORBTschüss, InformatikMit 2037 Ja- zu 607 Nein-Stimmen stellten sich die Stimmberechtigten hinter die Auslagerung der Gemeindeinformatik.bas. In Worbs Gemeindeverwaltung werden künftig grundsätzlich keine Rechner mehr stehen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von einem externen Help-Desk aus betreut, auswärtige Fachleute sind unter anderem für die Datensicherung und den Virenschutz besorgt: Nachdem Mitte Oktober bereits das Worber Parlament der Auslagerung der Informatik deutlich zugestimmt hatte, sprachen sich an der Urne nun auch die Stimmberechtigten klar für diese Lösung aus; der Anteil Ja-Stimmen betrug 77 Prozent, die Stimmbeteiligung 38 Prozent. Die Auslagerung gewähre mehr Professionalität und Sicherheit als ein eigener Informatikdienst, sie sei flexibel und zukunftsgerichtet, war in der Abstimmungsbotschaft zu lesen. Die jährlichen Kosten der Outsourcing-Lösung sind mit 425'000 Franken budgetiert; der eigene Informatikdienst hätte Worb pro Jahr rund 438'000 Franken gekostet. Vertragspartnerin von Worb wird laut Gemeindepräsident Peter Bernasconi die Software-Lieferantin Talus Informatik AG in Wiler bei Seedorf. |
WORB60 000 Franken für die HomepageDas Worber Parlament hat Ja gesagt zu jährlichen Kosten von 60’000 Franken für den Internetauftritt. Der Grossteil der Ausgaben wird für die laufende Bewirtschaftung der Gemeindehomepage eingesetzt. spy |
