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Presseschau Worb/Rüfenacht und Umgebung

Diese Pressesschau ist unvollständig, unausgewogen und wird sporadisch ergänzt

Mix & Copyright: H.U. Steiner

Worb Gemeindeinformatik

BZ, 22. Juni 2000

WORB

Neue EDV war billiger

Das neue Computersystem der Worber Gemeindeverwaltung hat gut 100000 Franken weniger gekostet als budgetiert. Der Gemeinderat habe die Schlussabrechnung von rund 800000 Franken an seiner letzten Sitzung genehmigt, informierte Gemeindepräsident Peter Bernasconi (SP) vor den Medien.

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Der Bund, 26. September 2001

WORB

Gemeinderat will gesamte Informatik auslagern

Künftig soll die Software-Lieferantin die Gemeide-Informatik betreuen, schlägt der Gemeinderat vor. Dies sei günstiger und sicherer als ein eigener Informatikdienst.

bas. Vor einem Jahr noch hatten die Fachleute der Talus Informatik AG in Wiler bei Seedorf, der Vertreiberin von Worbs Software, die Lösung als nicht machbar eingestuft. In der Zwischenzeit habe sich die Technik derart weiterentwickelt, dass dem Vorhaben nichts mehr im Wege stehe, sagt Worbs Gemeindepräsident Peter Bernasconi: Geben Mitte Oktober das Parlament und Anfang Dezember die Stimmberechtigten ihre Zustimmung, wird Worbs gesamte Gemeinde-Informatik ausgelagert. In der Gemeindeverwaltung stünden grundsätzlich keine Server mehr, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden von einem externen Help Desk aus betreut, auswärtige Fachleute wären unter anderem für die Datensicherung und den Virenschutz besorgt. Bislang, so Bernasconi, kümmerten sich Gemeindeangestellte teilzeitlich um die Informatikbelange. Schon vor einer Weile habe die Software-Lieferantin darauf hingewiesen, dass dies für eine Gemeinde in der Grösse Worbs nicht ausreiche, und die Analyse einer Drittfirma habe dieses Urteil bestätigt.

Gemäss Berechnungen des Gemeinderats kostete ein gemeindeeigener Informatikdienst mit 140 Stellenprozenten jährlich 438'000 Franken. Die Talus-Lösung ist mit 425'000 Franken veranschlagt, laut Bernasconi könnte sie im Laufe der Verhandlungen aber «noch etwas günstiger» werden. Die Kosten, die durch das Auslagern neu anfielen, beziffert der Gemeinderat in einem Communiqué mit rund 270'000 Franken.

Bernasconi betont, dass nicht einzig der günstigere Preis für das Outsourcing spreche: Gerade in den Bereichen Datenschutz und Virensicherheit sei Worb mit einem grossen, professionellen Vertragspartner besser bedient als mit dem Alleingang. Hinzu komme, dass qualifizierte Informatikfachleute schwierig zu rekrutieren seien. Bernasconi verweist auf den Kanton Waadt, der seine Informatik von der Bedag in Bern betreuen lasse. Auf Erfahrungen von Gemeinden, die mit Worb vergleichbar sind, kann sich der Gemeinderat nicht stützen: Seines Wissens übernehme Worb im Informatik-Outsourcing eine Pionierrolle, so Bernasconi.

BZ, 16. Oktober 2001

PARLAMENT WORB

Die EDV im Kreuzfeuer

Nach einer hitzigen Debatte sagte das Worber Parlament gestern Abend Ja zur Auslagerung der Informatik.

Die Gemeindeinformatik genüge den Sicherheitsansprüchen nicht mehr, sagte gestern Abend Gemeindepräsident Peter Bernasconi (SP) dem Worber Parlament. Der Gemeinderat beantragte deshalb, die Informatik auszulagern. Diese Variante verursacht geschätzte Kosten von 425'000 Franken. Dies sei billiger als der Aufbau einer eigenen Gemeindeinformatik. Diese beziffert der Gemeinderat nämlich auf 438'000 Franken.

Während sich zunächst nur die SP-Fraktion voll und ganz hinter den Antrag stellte, stimmte das Parlament am Schluss deutlich mit 32 zu 2 Stimmen für die Auslagerung der Gemeindeinformatik. Deutlichen Protest formulierte Franziska Fritschy (FDP). In mehreren Vorträgen versicherte sie den Ratskolleginnen und -kollegen, das Projekt sei noch nicht ausgegoren. In einem Rückweisungsantrag wollte sie verlangen, dass die Vorlage auf die kommende Parlamentssitzung verschoben werde. So sollte man sich noch weitere Informationen verschaffen können. Dieser Antrag wurde aber als ungültig taxiert.

Abgelehnt wurde der Rückweisungsantrag von Hans Ulrich Steiner (GFL). Er wollte verlangen, dass Worb die Auslagerung nicht isoliert, sondern zusammen mit anderen Gemeinden angehe. Worb solle einen Gemeindezweckverband ins Leben rufen. Sein Rückweisungsantrag fand nur zwei Befürworter.

Die sowohl von Steiner als auch von Fritschy geäusserte Forderung, die Gemeinden müssten vernetzt vorgehen, werde erfüllt, beruhigte Peter Bernasconi. Eine kantonale Arbeitsgruppe habe bereits Szenarien entworfen. So sehe man «ein bis zwei Rechenzentren und drei Softwarepakete», die den Verwaltungen dereinst dienen sollen.

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BZ, 17. Oktober 2001

GEMEINDEINFORMATIK

«Was Worb wagt, machen wir schon lange»

Worb gibt die Gemeindeinformatik gänzlich in fremde Hände. Unsere Umfrage in Köniz, Muri, Belp, Münsingen und Ostermundigen zeigt: Eine Auslagerungswelle scheint noch nicht in Sicht.

Katharina Merkle

Die Worber Parlamentarierinnen und Parlamentarier haben mit 32 zu 2 Stimmen beschlossen, die Gemeindeinformatik auszulagern (siehe Ausgabe von gestern). Dies sei kein Pilotprojekt, betonte Gemeindepräsident Peter Bernasconi, sondern vielmehr eine «Premiere im Kanton Bern». Dies sieht Daniel Kreuzer anders. Er ist der Leiter des Informatikzentrums Köniz-Muri, welches seit drei Jahren besteht. Das Zentrum bietet sämtliche Dienstleistungen an, welche eine Gemeinde im Informatikbereich braucht. So kommen die Verwaltungen von Muri und Köniz gänzlich ohne EDV-Personal aus - wie dies auch in Worb der Fall sein wird.

«Falscher Zeitpunkt»

Das IZ Köniz-Muri strebe ein «sanftes Wachstum» an, sagt Kreuzer. Vor zwei Jahren hat das Zentrum die Gemeindeinformatik von Zimmerwald und Englisberg übernommen. Und es wirbt um weitere Gemeinden in der Region Bern. Das IZ ist mit 830 Stellenprozenten dotiert und betreut bisher 420 Informatikarbeitsplätze in den vier Gemeinden.

Bei Regionsgemeinden in der Grösse von Worb wird die Informatik unterschiedlich betreut. Während Worb für die Auslagerung 425'000 Franken hinblättern wird, gibt es in Belp und Münsingen nicht einmal interne Informatiker. In beiden Gemeinden koordiniert die Finanzverwaltung die EDV. Und beide Verwaltungen ziehen nur für Pannen oder schwierige Aufgaben externe Berater bei. Die Informatik wird von Verwaltungsangestellten «im Nebenamt» betreut. In Belp ist keine Änderung vorgesehen. Dazu Finanzverwalter Beat Bürgy: «Wir haben vor zwei Jahren für 800'000 Franken eine millenniumstaugliche Anlage gekauft. Da können wir nicht schon wieder wechseln.» 1998 wäre die Auslagerungsdiskussion fruchtbarer gewesen, bemerkt Bürgy.

Auch in Münsingen steht gemäss Finanzverwalter Erich Feller kein Systemwechsel an. Da die Verwaltung aber zusätzlich die Betreuung von Konolfingen, Biglen und Signau besorgt, stosse man an Grenzen.

Immerhin: «Vielleicht schaffen wir eine Teilzeitstelle für die Informatik», so Erich Feller.

In Ostermundigen wird die Informatik nicht nebenher, sondern von Spezialisten betreut. 150 Stellenprozente stehen dafür zur Verfügung. Gerade hat der neue Leiter seinen Job angetreten - «eine Auslagerung steht somit nicht zur Debatte», sagt Marianne Meyer, Stellvertreterin des Gemeindeschreibers. Zudem meint sie: «Interne Informatiker kennen unsere Probleme am besten.»

ERWIN LIECHTI

«Mit 50 war ich zu alt für die EDV»

Auslagerung bedeutet auch Stellenabbau. In Worb ist Erwin Liechti davon betroffen. Er ist seit fast zwanzig Jahren der «Mister EDV» der Verwaltung. Der heute 51Jährige war in den 80er-Jahren am Aufbau der gemeindeeigenen EDV beteiligt und kümmert sich seitdem um diese Belange. Seine Arbeit ist mit 50 Stellenprozenten dotiert. Weitere 50 Prozent arbeitet Erwin Liechti für die Polizeiverwaltung.

Liechti wird der Gemeindeinformatik keine Träne nachweinen: «Mit 50 gehört man in dieser Branche zum alten Eisen. Ich habe keine Lust mehr, mich ständig weiterzubilden.» Der Wendepunkt kam bereits im vergangenen Jahr, als die Gemeindeverwaltung ins neue Bärenzentrum zügelte: «Da wurde alles <computerisiert>, und meine Aufgaben sind seither komplexer», sagt Liechti.

Er behält auch nach der Auslagerung eine Vollstelle und wird sich als Allrounder um verschiedenste logistische Aufgaben in der Worber Gemeindeverwaltung kümmern. «In Bezug auf den anstehenden Jobwechsel ist alles sauber gelaufen», versichert Erwin Liechti.

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AUSLAGERUNG

In der Ostschweiz bereits Alltag

Der Worber Gemeinderat hielt dem Parlament die Ostschweiz als Musterbeispiel vor. Vor allem Gemeinden in den Kantonen St. Gallen und Thurgau, aber auch solche in den Kantonen Zürich, Graubünden und Appenzell Innerrhoden, haben ihre Informatik ausgelagert. Die Verwaltungsrechenzentrum AG St. Gallen (VRSG) kümmert sich nun darum. Das VRSG ist eine Selbsthilfeorganisation öffentlicher Verwaltungen. Die Aktiengesellschaft hat den Zweck, «Stadt-, Gemeinde- und Kantonsverwaltungen moderne Informatikanwendungen zu möglichst günstigen Bedingungen zur Verfügung zu stellen». Das Verwaltungsrechenzentrum St. Gallen darf keinen Gewinn erzielen, mit Ausnahme einer begrenzten Dividende für die Aktionäre.

Beim VRSG arbeiten 50 Analytiker und Programmierer in der Entwicklung neuer Projekte und in der Programmwartung. Ungefähr 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich Kunden betreuen die Benutzerinnen und Benutzer. Im Bereich Technik sind 35 Personen für den Rechenzentrumsbetrieb und die Systemtechnik besorgt.

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Der Bund, 3. Dezember 2002

WORB

Tschüss, Informatik

Mit 2037 Ja- zu 607 Nein-Stimmen stellten sich die Stimmberechtigten hinter die Auslagerung der Gemeindeinformatik.

bas. In Worbs Gemeindeverwaltung werden künftig grundsätzlich keine Rechner mehr stehen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden von einem externen Help-Desk aus betreut, auswärtige Fachleute sind unter anderem für die Datensicherung und den Virenschutz besorgt: Nachdem Mitte Oktober bereits das Worber Parlament der Auslagerung der Informatik deutlich zugestimmt hatte, sprachen sich an der Urne nun auch die Stimmberechtigten klar für diese Lösung aus; der Anteil Ja-Stimmen betrug 77 Prozent, die Stimmbeteiligung 38 Prozent. Die Auslagerung gewähre mehr Professionalität und Sicherheit als ein eigener Informatikdienst, sie sei flexibel und zukunftsgerichtet, war in der Abstimmungsbotschaft zu lesen. Die jährlichen Kosten der Outsourcing-Lösung sind mit 425'000 Franken budgetiert; der eigene Informatikdienst hätte Worb pro Jahr rund 438'000 Franken gekostet. Vertragspartnerin von Worb wird laut Gemeindepräsident Peter Bernasconi die Software-Lieferantin Talus Informatik AG in Wiler bei Seedorf.

BZ, 30. Mai 2003

WORB

60 000 Franken für die Homepage

Das Worber Parlament hat Ja gesagt zu jährlichen Kosten von 60’000 Franken für den Internetauftritt. Der Grossteil der Ausgaben wird für die laufende Bewirtschaftung der Gemeindehomepage eingesetzt.

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