GUGGERSHÖRNLI
Klarsicht, Weitsicht und Höhenluft tun gut. Doch die 64 Treppenstufen aufs Guggershörnli - hinauf zum Grossen Überblick® - sind steil. Hochgeklettert und runtergestolpert sind diese Woche:
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Guggershörnli-Kletterer: Peter Bernasconihat rund sechs Wochen vor den kantonalen Wahlen den Weg von Worb ins weltweite Netz gefunden. Unter www.peter-bernasconi.ch lässt sich seither zum Beispiel unter Aktuelles in Erfahrung bringen, welche Themen den Worber Gemeindepräsidenten als Grossrat am meisten beschäftigen. Auf einer weiteren Seite sind seine Vorstösse aufgelistet. Ein toller Service, findet die Jury. Da nun aber so viele Infos per Mausklick verfügbar sind, wissen die Guggershörnli-Besteiger auf der Treppe womöglich gar nicht mehr, worüber sie sich mit Bernasconi unterhalten könnten. Er bleibt deshalb besser unten. + 0 Stufen |
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Guggershörnli-Kletterer: Peter Bernasconischeint das Worber Parlament nicht für besonders lernfähig zu halten. Nachdem dieses die Sperrung der Hauptstrasse 1993 abgelehnt habe, hätte der Gemeinderat «kein zweites Mal damit kommen können», sagte der Gemeindepräsident. Sprich: Auch in zehn Jahren hätte das Parlament keine neuen Erkenntnisse zur Verkehrssituation in Worb gewinnen und seine Meinung revidieren können. Dank der Initiative der SP wird die Hauptstrasse nun immerhin für den Durchgangsverkehr gesperrt. Die Jury wünscht Peter Bernasconi für andere Gelegenheiten mehr Zuversicht und Mut zum Risiko. + 1 Stufe |
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Guggershörnli-Kletterer: Hans Ulrich Bornhat die erste Hürde als neuer zweiter Stimmenzähler im Worber Parlament im wahrsten Sinn des Wortes bereits genommen. Während er sich anschickte, die Stimmen für die Wahl der Geschäfts- und Rechnungsprüfungskommission auszuzählen, kippte er vor den Augen seiner fassungslosen Ratsgspändli samt Stuhl langsam hintenüber vom Podest, gefolgt vom ersten Stimmenzähler Christoph Lerch. Zum Glück kamen sie mit dem Schrecken davon. Die Jury fragt sich nun, ob die gesamte Politik Worbs auf solch wackligen Füssen steht? +10 (sichere) Stufen |
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Guggershörnli-Kletterer: Ulrich Brechbühlhat die Jury mit einer ihr bislang nicht bekannten Betätigung bekannt gemacht: dem Indoor-Wandern. Der SVP-Sprecher ist in der letzten Sitzung des Worber Parlaments so oft zwischen seinem Platz und dem Mikrofon hin und her marschiert, dass er die Strecke nun wohl in- und auswendig kennt. Herr Brechbühl, stellen Sie sich der Herausforderung: Wandern Sie los Richtung Guggershörnli. Das ist viel gesünder und abwechslungsreicher als das Rundendrehen im Bärensaal. Wer weiss: Vielleicht gibts später auch mal ein paar Stufen. +0 Stufen |
Guggershörnli-Klettererin:Ulrich Emchfühlt sich von Strassen ohne Autos und sonstigen Motorvehikeln angezogen: «Sexappeal» hätten diese motorfahrzeugfreien Verkehrsflächen, sagte der FDP-Politiker im Worber Gemeindeparlament. Die - Jury ist irritiert. Zwar wissen auch ihre Mitglieder ruhige Einkaufsstrassen mit Cafés und dergleichen voll und ganz zu schätzen. Aber eines speziellen «Sexappeals» wurden sie sich dabei noch nie gewahr. Welche Wirkung, fragt sich die Jury, mögen dann wohl erst Begegnungszonen auf Emch ausüben? Oder gar die anregende Atmosphäre auf der Guggershörnlitreppe? Lassen wir uns überraschen. + 6 Stufen |
Guggershörnli-Klettererin:Esther Friedliaus Worb unterstützt ihren Freund Toni Brunner, wie dieser einer Sonntagspostille anvertraute, beim magistralen Papierkram und bei den Sessionsvorbereitungen. Dafür werde die Studentin der Politikwissenschaften von ihrem nationalrätlichen Liebsten «mit Naturalien entschädigt». Welcher Art diese Naturalien sind, und ob sie denn auch in etwa dem Arbeitsaufwand entsprechen, konnte die Guggershörnli-Jury leider nicht in Erfahrung bringen. Bei uns ist der Tarif jedoch klar: Für erschöpfte Frauen hinter starken Männern gibts hier - genau wie für stille Schafferinnen - generell +20 Stufen |
Guggershörnli-Klettererin:Franziska Fritschymöchte, dass der Worber Jugendrat lernt, «haushälterisch» mit dem Geld umzugehen. Die Worber Parlamentarierin verlangt deshalb namens der FDP, der Gemeindebeitrag an den Jugendrat müsse «auf das Notwendige» gekürzt werden. Die Guggershörnli-Jury hofft, dass das nicht der totale Ablöscher für den Jugendrat wird. Denn mal ehrlich Frau Fritschy: wie sollen die Jugendlichen den haushälterischen Umgang mit Geld üben, wenn ihnen sparwütige Politikerinnen alles wegnehmen wollen? + 3 Stufen |
Guggershörnli-Klettererin:Franziska Fritschykonnte an einem Orientierungsabend in Münsingen zwar nicht sagen, wie hoch der Frauenanteil in Worbs Grossem Gemeinderat ist. Aber die FDP-Gemeindeparlamentarierin und Grossrätin wusste eines ganz sicher: Er ist zu klein. Diese Schlagfertigkeit belohnt die Jury mit + 8 Stufen |
Guggershörnli-Klettererin:Francine Jordiist des Lebens weiterhin froh, +7 Stufen |
Guggershörnli-Klettererin:Francine Jordihat uns enttäuscht. Obwohl sich die Jury letzte Woche eigens zu Jordis Motivation in die Höhen der Lyrik aufgeschwungen hat, hat die Sängerin des «Feuers der Sehnsucht» unseren innigen Wunsch nach einem zeitgenössischen «Heimatlied», einer Hymne für das Guggershörnli, diese letzte «Insel im Strom der Zeiten», nicht erfüllt. Frau Jordi, da wir Ihre fehlende Reaktion nicht als «zärtliches Schweigen» interpretieren können, müssen wir Sie leider disqualifizieren. Aber «solang die Träume in uns leben» geben wir nicht auf. Und eröffnen den Liederwettbewerb fürs breite Publikum. Denn «nur einen Herzschlag entfernt» muss doch jemand sein, der uns mit seinen Dicht- und Kompositionskünsten wirklich «wunschlos glücklich» macht. - 7 Stufen |
Guggershörnli-Klettererin:Francine Jordihat als Schweizer Vertreterin am «Eurovision Song Contest» in Tallinn zwar alles gegeben. Sie hat sogar ein ähnliches halbtransparentes mit Rosen geschmücktes Oberteil angezogen wie Schauspielerin Halle Berry Ende März bei der Oscar-Verleihung. Trotzdem hats der Richigerin nur für den drittletzten Platz gereicht. Vielleicht ist die grosse weite Welt halt doch noch etwas zu gross für Francine. Aber hier im Kleinen ist - als echte Herausforderung - immerhin noch der Guggershörnli-Gipfel zu bezwingen, Frau Jordi. Und Sie sind ja bereits in luftiger Höhe. Darum: Auf, auf, es winken Ruhm und Ehre! + 3 Stufen |
Guggershörnli-Klettererin:Jürg Kaufmannhat den Rat der Jury beherzigt und sich eine Pause weit weg von Worb gegönnt - in Griechenland, um genau zu sein. In der Abgeschiedenheit der Mönchsrepublik am Berg Athos sammle er Energie und Ideen für die zweite Halbzeit im Politjahr 2001, schreibt der Worber - Parlamentspräsident auf einer wirklich schönen Ansichtskarte. Erholt, wie Kaufmann nun sein dürfte, schafft er ein paar Meter Richtung Gipfel locker. + 5 Stufen |
Guggershörnli-Klettererin:Jürg Kaufmannhats nicht geschafft. Die letzte Stufe zum Gipfel hatte die Jury dem Präsidenten des Worber Parlaments versprochen für eine Sitzung, die nach spätestens zwei Stunden fertig ist. Aber auch am letzten Montag dauerte sie wieder fast drei Stunden. Kaufmann verliert seine bereits erklommenen 63 Stufen und purzelt nach unten. Es rumpelt und poltert, Kaufmanns rote Schuhe wirbeln wild durch die Luft. Eine ergreifende Szene. Doch: Ist nicht bald Weihnachten? Das Fest der Geschenke und so? Hat Kaufmann nach diesem Jahr in diesem Parlament nicht etwas Abwechslung verdient? Die Jury teilt sich in zwei Lager und verliert sich in einem philosophischen Disput über Sinn und Unsinn von Konsequenz und Grosszügigkeit. Wir geben uns Zeit bis nächsten Donnerstag. - 63 Stufen |
Guggershörnli-Klettererin:Jürg Kaufmannbeschäftigte die Jury letzte Woche stark. Soll der Worber Parlamentspräsident als Akt vorweihnachtlicher Grosszügigkeit in die Guggershörnli-Gipfelrunde aufgenommen werden, so lautete die engagiert diskutierte Frage. Nicht genug damit, dass Kaufmann die Vorgabe, eine Parlamentssitzung unter zwei Stunden, klar verpasst hat, nein: Er zweifelt an der Unabhängigkeit der Jury. Und es kommt noch schlimmer: Der SP-Mann schreckt nicht vor der Vermutung zurück, die Jury fälle Entscheide unter dem Einfluss von Alkohol, Kerzenlicht und Räucherstäbli. Was haben wir nun schon wieder beschlossen? Ach ja, Kaufmann kommt auf den Gipfel. Die Begründung? Daran kann sich beim besten Willen kein Jurymitglied erinnern. + 64 Stufen |
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Guggershörnli-Kletterer: Hermann Kirchhoferwird Ende Oktober pensioniert. Deshalb genoss es der Konolfinger Regierungsstatthalter, am vergangenen Wahlsonntag noch einmal im Rampenlicht zu stehen. Während seine potenziellen Nachfolger Roland Beeri und Ueli Zaugg wie auf Nadeln sassen und darauf warteten, dass Kirchhofer endlich die Katze aus dem Sack lassen würde, erklärte dieser ausführlich, warum er für diesen wichtigen Anlass die rote Kravatte mit Kuh-und-Edelweiss-Muster umgebunden hatte. Damit sei er so oder so richtig angezogen, sagte Kirchhofer: Im Falle eines Siegs von Beeri (sp) dank der Farbe Rot, im Falle eines Siegs von Zaugg (svp) dank den Kühen. Die Jury machts nicht so spannend. Wir sagen Kirchhofer bereits nach 42 Sekunden (so lange dürfte er benötigen, um diesen Text zu lesen), wie viele Guggershörnli-Stufen er erhält. +42 Stufen |
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Guggershörnli-Kletterer: Hermann Kirchhoferhat sich wenige Monate vor seiner Pensionierung etwas ganz Neckisches einfallen lassen: Still und heimlich liess er auf der neuen Webseite des Konolfinger Regierungsstatthalteramts Pressemitteilungen erscheinen - um zu testen, ob die Medienschaffenden auch fleissig dorthin surfen. Nichts täten wir lieber, Herr Kirchhofer, als uns jeden Morgen noch vor der ersten Tasse Kaffee im Internet die zehn meistgefragten Statthalter-Formulare anzuschauen und Gesetzestexte zu Gemüte zu führen. Welch eine Freude herrschte, stiessen wir dabei auch noch auf ein Communiqué! Gehen Sie ein bisschen wandern, Herr Kirchhofer. Das bringt sie hoffentlich auf andere Ideen. + 3 Stufen |
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Guggershörnli-Kletterer: Hermann Kirchhoferversucht, uns mit einer Drohung zu beeindrucken: Falls er den Aufstieg zum Gipfel und damit die Einladung zum einzigartigen Hörnli-Essen vor seiner Pensionierung nicht schaffe, wolle er mit einem Jurymitglied aufs Stockhorn gondeln, verspricht der Konolfinger Regierungsstatthalter. Tja, und wenn wir nicht wollen? Unser (und damit auch unserer Leserschaft ihr) Kraftort ist und bleibt das Guggershörnli. Vergessen Sie nicht, Herr Kirchhofer, der Weg ist das Ziel. Also nur stetig bergauf, es fehlt ja nicht mehr viel. + 5 Stufen |
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Guggershörnli-Kletterer: Hermann Kirchhoferist bloss noch bis Ende Monat Regierungsstatthalter im Amt Konolfingen. Seinen Arbeitgeber, den Kanton, plagen bekanntlich Geldsorgen. Die Jury, auch sie nicht auf Rosen gebettet, befürchtet, dass der Worber wegen der leeren Staatskasse kein rauschendes Abschiedsfest erhält. Das darf nicht sein. Die Jury hat deshalb einen Ad-hoc-acappella-Chor zusammengestellt und in der Berner Innenstadt Geld ersungen. Es ist genug zusammengekommen für eine Portion Hörnlisalat für Kirchhofer an der Guggershörnli-Abschiedsfete. Dort erwarten wir dann allerdings von ihm ein Ständchen. + 64 Stufen (Gipfel erreicht!) |
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Guggershörnli-Kletterer: Alfred KünziAbwart der Worber Schulanlage Worbboden, hat, zusammen mit Gattin Erika, mit Blumenschmuck jahrelang Farbe in die Debatten des Gemeindeparlaments gebracht. Nun tagt das Gremium nicht mehr in der Aula, sondern im Bärensaal, und Erika Künzi erhielt dort in der ersten Sitzung als Dankeschön ein Bouquet. Wer nun vermutet, Alfred Künzi habe seinerseits einen edlen Tropfen in Empfang nehmen dürfen, irrt: Künzi ging leer aus. Die Jury lässt ihn von der Guggershörnli-Treppe auf die knausrige Runde niederblicken. + 18 Stufen |
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Guggershörnli-Kletterer: Christoph Lerchhat sich - das behauptet er jedenfalls in einem E-Mail - in langen und schlaflosen Nächten auch schon die Frage gestellt, welche Störquellen im Worber Parlament regelmässig Zähl- und andere Pannen verursachen. Nun glaubt der zweite Vizepräsident dieses Parlaments ein Mittel zur Linderung des Problems gefunden zu haben: Frische Guggershörnliluft täte den Politikerinnen und Politikern gut. Damit mag Lerch Recht haben - einen Test kann die Jury indes nicht verantworten. Man stelle sich bloss vor, wie lange sich die Parlamentsmitglieder nur schon über die Routenwahl streiten würden. Dann gäbe es eine Endlosdiskussion über die Vor- und Nachteile von Getreideriegeln als Wanderproviant und den Sinn und Zweck eines Gipfeljuchzers. Bloss nicht! Einzig Lerch bekommt Stufen. Vielleicht findet er unterwegs ja noch andere Lösungsansätze. +15 Stufen |
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Guggershörnli-Klettererin: Marianne Ramseierbrachte in der Sitzung des Worber Parlaments Präsident Jürg Kaufmann fast ein bisschen aus der Fassung: Wider alle Gepflogenheiten marschierte die Bangerterin ans Rednerpult, nachdem die Lokalpolitikerinnen und -politiker beschlossen hatten, Wattenwil und Bangerten versuchsweise mit einem Bus mit Worb Dorf zu verbinden. Sie bedankte sich für den Entscheid - und bot jenen Paroli, welche die Wattenwiler und Bangerter aufgefordert hatten, dann aber auch ja fleissig Bus zu fahren. «Weshalb», fragte Ramseier, «kommt ihr denn nicht einfach auch einmal zu uns hinauf?» Dieser Auftritt verdient + 11 Stufen |
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Guggershörnli-Kletterer: Heinz Utigeraus Rüfenacht macht seiner evangelischen Volkspartei hingegen alle Ehre: Offenbar hat er sich zum Ziel gesetzt, seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern biblische Inhalte in volkstümlicher Sprache näher zu bringen. «Ich möchte am liebsten sagen: Geht heim und schaut, dass Kinder da sind», rief er am «Speaker's Corner» den Rüfenachtern zu. Wir belohnen seine charmante Adaption von Genesis 1,28 - «seid fruchtbar und vermehret euch» - mit + 12 Stufen |
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Guggershörnli-Kletterer: Bruno WermuthSVP-Vertreter im Worber Gemeindeparlament, sprach der Jury am gleichen Abend aus der Seele: «Ich denke manchmal, es wäre besser, am Platz zu bleiben und zu schweigen», sagte er am Rednerpult. So ist es! Denkt darüber nach, Politikerinnen und Politiker dieser Region! Die Jury zeigt sich bei Wermuth erkenntlich für seine so offen kommunizierte Erkenntnis und hofft, er bringe sie unterwegs weiteren Treppensteigenden näher. + 16 Stufen |
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Guggershörnli-Kletterer: Arthur Wüthrich,Bauer aus Worb, schiesst keine Hagelabwehrraketen mehr in die Wolken. Als zu mühsam und zeitraubend empfindet er es, vor dem Zünden der Geschosse jeweils die Genehmigung beim Flughafen Belp einzuholen. Wie die Jury in Erfahrung bringen konnte, liegen aber immer noch drei Raketen in einer Blechkiste in seinem Schopf. Diese könnten beim Aufstieg aufs Guggershörnli gute Dienste leisten - und sei es nur, um zu testen, ob «Sanpfist Donnergroll» auch in luftiger Höhe hält, was das Heimtierparadies in Belp verspricht. nur zur Ergänzung: |
Worber WurmEins steht fest: Einstimmig, wie dies im «Bund» vom Dienstag zu lesen war, hat das Worber Parlament das revidierte Schul- und Kindergartenreglement nicht verabschiedet. 27 Ja zu 10 Nein bei 2 Enthaltungen, so lautet das Resultat der Schlussabstimmung - im dritten Anlauf zumindest. Im zweiten standen 26 Ja- 10 Neinstimmen gegenüber - ein Ergebnis, das «nicht ganz genau» sei, weil bei den Enthaltungen etwas nicht stimme, wie Parlamentspräsident Andreas Wälti (svp) einräumte. *Fest steht ebenfalls: Christoph Lerch (sp) konnte an diesem Abend nichts dafür, dass die Stimmen dreimal ausgezählt werden mussten. Der Lehrer war letztes Jahr erster Stimmenzähler - und manche Parlamentsmitglieder sahen in ihm den Verursacher verschiedener Zählpannen. Zu Unrecht, wie nun vermutet werden muss. Ist es also Hans Ulrich Born (svp), seit Januar erster Stimmenzähler, der hin und wieder den Überblick über die erhobenen Hände verliert? Oder mangelt es FDP-Mann Hanspeter Stoll (fdp), dem zweiten Stimmenzähler, noch an Routine? *Des Weitere hat sich erwiesen: Die Länge der Worber Parlamentssitzungen, welche auffallend oft vom regionalen Durchschnittswert abweicht, ist nicht abhängig vom Parlamentsvorsitzenden. Mit Jürg Kaufmann (sp) an der Spitze fanden die Politikerinnen und Politiker letztes Jahr nie vor zwei und mehr Stunden zu einem Ende. Andreas Wälti (svp) verabschiedete die Runde nach der vorletzten Sitzung zwar beizeiten - zu behandeln war an diesem Abend aber auch nur eine einzige Vorlage. Generell zeichnet sich fürs 2002 indes klar ab, dass wiederum Sitzleder gefragt ist. Zu erwähnen wäre noch, dass heuer noch kein Mitglied des Parlamentsbüros samt Stuhl vom Podest gestürzt ist - was letztes Jahr mal passiert ist. *Die Frage ist bloss: Woran liegts, dass in Worb das Auszählprozedere offenbar störungsanfälliger ist als anderswo, die Diskussionen gelegentlich doch etwas ausufern, und - es sei zugegeben - in der Berichterstattung unerklärliche Irrtümer auszumachen sind? Durchdringen disharmonische Schwingungen das Tagungslokal, den Bärensaal? Liegt er auf einer Wasserader? Ist die Lüftung zu kühl eingestellt? Brächte es etwas, wenn Apéros vor der Sitzung verboten, Picknicks während der Debatte hingegen erwünscht würden? Fragen über Fragen. Antworten gibts - vielleicht - am 29. April, ab 19.30 Uhr im Bärensaal. BARBARA STEINER |
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