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Presseschau Worb/Rüfenacht und Umgebung

Diese Pressesschau ist unvollständig, unausgewogen und wird sporadisch ergänzt

Mix & Copyright: H.U. Steiner

Gutshof Enggistein

Der Bund, 9. September 1998

ENGGISTEIN

Gute Noten fürs Zentrum

Die Worber Geschäftsprüfungskommission verschaffte sich ein Bild von den Verhältnissen im Durchgangszentrum für Asylsuchende im Gutshof.

bas. Klagen aus der Bevölkerung, Leserbriefe und Presseartikel veranlassten die Worber Geschäftsprüfungskommission (GPK) zum Handeln: Im Rahmen der Verwaltungskontrolle 1999 verschaffte sie sich vor Ort einen Überblick über die Situation im Durchgangszentrum für Asylsuchende im Gutshof Enggistein. Das Rote Kreuz betreibt das Zentrum im Auftrag der Stadt Bern; sie ist auch Eigentümerin der Liegenschaft.

Mit beschränkten Mitteln, so stellte die GPK fest, werde dort professionelle Betreuungsarbeit geleistet. Und: Trotz den schwierigen Rahmenbedingungen könne in enger Zusammenarbeit mit den Polizeiorganen der Rechtmässigkeit mehrheitlich Nachdruck verliehen werden. Verhindern liessen sich illegale Machenschaften trotz Fahrzeugregistratur, 24-Stunden-Betreuung, Polizeirazzien und kompromisslos durchgesetzten Hausregeln indes nicht. Als «Glücksfall» betrachtet es die GPK, dass die 78 Betten im Zentrum sowohl Bern wie auch der Standortgemeinde gutgeschrieben werden; Worb müsse deshalb keine eigenen Unterkünfte für Asylsuchende zur Verfügung stellen.

Es sei nicht Sache der GPK, die Asylpolitik politisch zu bewerten; für die Gemeinde Worb gebe es aber keine objektiven Grunde, dem Durchgangszentrum kritisch gegenüberzustehen, so das Fazit der Kommission. «Die Probleme der Asylpolitik sind nicht lokal lösbar», sagte Andreas Born als Sprecher der GPK am Montag im Gemeindeparlament: «Sie sollten landes- und europaweit angegangen werden.»


BZ, 9. September 1998

Worb/Enggistein

«Bescheidene Verhältnisse»

Die Worber Geschäftsprüfungskommission hat das Durchgangszentrum für Asylbewerber in Enggistein besucht.

In den vergangenen Jahren ist das vom Schweizerischen Roten Kreuz betriebene Durchgangszentrum für Asylbewerber in Enggistein wiederholt in die Schlagzeilen geraten. Die Nachbarn kritisierten beispielsweise, dass einige Asylbewerber per Taxi beim Zentrum vorfuhren. Sie vermuteten, dass diese illegalen Geschäften nachgingen.

Die Geschäftsprüfungskommission (GPK) hat das Durchgangszentrum besucht und legte dem Parlament einen Bericht vor. GPK-Mitglied Andreas Born (FDP): «Fremde Personen und Fahrzeuge, die wiederholt beim Zentrum eintreffen, werden zur Rede gestellt und allenfalls der Polizei gemeldet.»

Weniger Beschwerden

Wie Zentrumsleiter Richard Schafroth gegenüber der BZ sagte, macht die Polizei etwa einmal wöchentlich eine Kontrollfahrt nach Enggistein. Damit wolle man klare Leitplanken setzen. Die Beschwerden aus der Nachbarschaft sind laut Schafroth deutlich zurückgegangen.

Die 78 Asylbewerber aus 13 Ländern leben in Enggistein in «sehr bescheidenen Verhältnissen», stellt die GPK fest. In einem Zimmer sind bis zu zehn Männer untergebracht. Und: «Die ethnische Durchmischung, die Bildungsunterschiede und der ständige Wechsel der Asylbewerber erschweren die Betreuung.» Gesamthaft stellt die GPK dem SRK-Team gute Noten aus: «Mit beschränkten Mitteln wird in Enggistein professionelle Arbeit geleistet.»

ger