Kirchgemeindeversammlung Worb bewilligte Kredit für Kirchenrestaurierung«In gewisser Hinsicht immer ein Blindflug»Diskussionslos und einstimmig genehmigte die Kirchgemeindeversammlung von Worb die mit einem Einnahmenüberschuss von 78'000 Fr. abschliessende Kirchengutsrechnung 1981. Einstimmig passierte ferner ein Kredit in Höhe von 1,4 Mio. Fr. für die Innenrestaurierung der Worber Kirche, und zwar im Zusammenhang mit der Neubeschaffung einer Orgel.ikh. Die Innenrestauration der Kirche Worb (vgl. auch BZ vom 1. Juni) beschäftigte den Kirchgemeinderat schon seit längerer Zeit. Nun konnte der Kirchgemeindeversammlung ein Projekt vorgelegt werden. Hans Ulrich Steiner, Präsident der Baukommission, hob in seiner ausführlichen Orientierung folgendes hervor: «Da unsere Kirche unter Denkmalschutz steht, können wir mit ihr nicht machen, was wir wollen. Es ist keine Renovation - Beheben der Defekte -, sondern eine Restauration - Herstellen des ursprünglichen Zustandes vorgesehen.» Durch erhebliche Rückstellungen in den letzten Jahren sei bereits etwa die Hälfte des Gesamtbetrages vorhanden, führte er weiter aus, es bleibe ein Rest von 731'000 Fr. den es zu beschaffen gelte. Risikofreudigkeit vorhandenDie anschliessende Detailberatung - besonders über die Bestuhlung - zeigte, dass die Kirchgemeindebürger(innen) regen Anteil am Schicksal ihrer Kirche bekundeten. Der unbekannte Faktor, was bei dieser Restauration zum Vorschein kommen könnte, warf ebenfalls viele Fragen auf. Dazu der Vertreter der Kantonalen Denkmalpflege, Hermann von Fischer: «Eine Restauration stellt immer einen gewissen Blindflug dar.» Und zum Schluss ein Fachmann: «Heute können wir nur über das Geld beschliessen. Aus Erfahrung behaupte ich, dass es in Worb anders als geplant herauskommen wird. Ich bin sicher, dass wir Überraschungen erleben werden.» Dieses Risiko schien niemanden zu beeindrucken. Einstimmig wurde das vorliegende Projekt genehmigt. Ein Wiedererwägungsantrag wegen einer kleinen Unklarheit in der Bestuhlungsfrage wurde später mit 17 zu 75 Stimmen verworfen. Kirchgemeinderatspräsident Paul-Jürg Lyk zeigte sich mit dem Resultat zufrieden: «Mit einer so hohen Annahme habe ich nicht gerechnet, obwohl ich immer zuversichtlich war. Ich bin froh, denn es steckt viel Arbeit dahinter. Das Vertrauen, das uns entgegengebracht wurde, freut mich sehr.» Probleme schaffen?An diesem Abend befürwortete die Kirchgemeindeversammlung ebenfalls - mit nur drei Gegenstimmen - die Gründung eines Gemeindeverbandes der Bezirkssynode Konolfingen zur Schaffung einer kirchlichen Jugendarbeiterstelle. Damit war man prinzipiell einverstanden mit einem Beitritt in diesen Gemeindeverband, sofern sieben von den zehn Gemeinden mitmachen und ein jährlicher Maximalbeitrag von 18'000 Fr. nicht überschritten wird. Statuten standen noch nicht zur Diskussion; es handelte sich lediglich um eine grundsätzliche Stellungnahme. Peter Fankhauser, Präsident der Kirchgemeinde Worb, fügte diesem Beschluss hinzu: «Ich hoffe, dass wir uns damit nicht Probleme schaffen, die wir im Moment noch nicht haben.» |
WORBKirchenrestauration beschlossense. Die Kirchgemeindeversammlung von Worb bewilligte einen Kredit von 1,4 Millionen Franken für die Innenrestaurierung der Kirche im Zusammenhang mit dem Einbau einer neuen Orgel. Das von Ulrich Steiner, dem Präsidenten der Baukommission, präsentierte Restaurationsprojekt für die unter Denkmalschutz stehende Kirche wurde einstimmig genehmigt. Mit nur drei Gegenstimmen wurde auch die Gründung eines Gemeindeverbandes zur Schaffung einer Jugendarbeiterstelle im Synodebezirk Konolfingen grundsätzlich gutgeheissen. Die definitive Beschlussfassung kann erst erfolgen, wenn sichergestellt ist, dass von den in Frage kommenden zehn Gemeinden mindestens sieben mitmachen. |
WORBHöhere Kirchensteuer in WorbKirchgemeindeversammlung genehmigte Erhöhung um zwei Prozentahr. Nach längerer Diskussion genehmigte die Versammlung der reformierten Kirchgemeinde Worb die beantragte Erhöhung der Kirchensteuer um zwei Prozent von 9 auf 11 Prozent der Staatssteuer. Die Steuererhöhung bildete das Haupttraktandum der Budgetdebatte, in deren Verlauf sich der Kirchgemeinderat wegen unzulänglicher Information etwelche Kritik gefallen lassen musste. In der Einladung zur Kirchgemeindeversammlung sei nämlich von einer Steuererhöhung nicht die Rede gewesen, wurde argumentiert. Der Präsident des Kirchgemeinderates, Paul-Jürg Lyk, erinnerte indessen daran, dass er schon an früheren Versammlungen immer wieder auf mögliche Steuererhöhungen aufmerksam gemacht habe. Der Antrag, die Vorlage an den Kirchgemeinderat zurückzuweisen und diesen zu verpflichten, zuerst die Stimmbürger in geeigneter Form über die geplante Erhöhung zu informieren, wurde schliesslich klar abgelehnt und das Budget mit grossem Mehr gutgeheissen. In nächster Zeit will die Kirchgemeinde Worb weitere Bauvorhaben verwirklichen. Nach der bereits erfolgten Betriebsaufnahme im Kirchgemeindehaus Sperlisacker in Rüfenacht soll in den Jahren 1983 und 1984 die Kirche in Worb renoviert werden. Zudem wurde beschlossen, die bestehende Küche im Worber Kirchgemeindehaus zu erweitern. Das angenommene Projekt schliesst die Erweiterung der WC-Anlagen mit ein und wird Kosten von 206'000 Franken verursachen. Weil seit Oktober in Rüfenacht ein zweiter Pfarrer tätig ist, musste der Pfarrkreis Rüfenacht neu eingeteilt werden. Pfarrer David Wider betreut nun den westlichen Dorfteil ab Hinterhausstrasse bis Gemeindegrenze Muri, Pfarrer Willi Hirsch ist für den oberen Dorfteil sowie Vielbringen zuständig. |
WORB«Kirche zwischen Stuhl und Bank»bkw. Nicht das Defizit im Voranschlag und nicht einmal die Kampfwahl bei der Neubesetzung eines Rüfenachter Kirchgemeinderatssitzes gaben an der Kirchgemeindeversammlung in Worb soviel zu reden wie - zum wiederholten Male - die Frage, ob in die neurestaurierte Kirche Stühle und Bänke gehörten. Obwohl in früheren Versammlungen schon zweimal zugunsten von Stühlen abgestimmt worden war, stellte Pfarrer Roland Lüthy beim Traktandum der Orientierung über den Stand der Restaurierungsarbeiten den Antrag, auf diesen Entscheid zurückzukommen. Nachdem verschiedene Votanten die Argumente für die eine oder die andere Lösung nochmals aufgelistet hatten, wurde der Rückkommensantrag mit 72:38 Stimmen deutlich abgelehnt. Zuvor war der Voranschlag, der bei einem Aufwand von 1,66 Millionen Franken mit einem Defizit von 72'000 Franken abschliesst, praktisch diskussionslos genehmigt worden. Für die Nachwahl eines Kirchgemeinderates von Rüfenacht - der Sitz von Wattenwil-Bangerten war vorher mit Erna Schmutz besetzt worden - kam es zur ersten Kampfwahl seit langer Zeit. Schliesslich wurde Hans-Rudolf Stoll, der vom Kirchgemeinderat vorgeschlagen worden war, dem «Aussenseiter» Alfred Forster mit 95:49 Stimmen vorgezogen. |
WorbStoll statt Forsterlkr. Die beiden Worber Kirchgemeinderäte heissen Hans Rudolph Stoll und Erna Schmutz. Sie wurden am Donnerstag abend von der Kirchgemeindeversammlung gewählt. Stoll siegte über seinen (offiziellen) Kampfkandidaten Alfred Forster mit 95 gegen 49 Stimmen. Eine «Kampfwahl» um einen Sitz im Kirchgemeinderat hat es in Worb seit Jahren nicht mehr gegeben. Der Präsident des Kirchgemeinderates, Paul-Jürg Lyk, informierte über den Stand der Restaurationsarbeiten in der Kirche Worb: «Wir hoffen, dass wir die Konfirmationen im Frühling schon in der neu renovierten Kirche durchführen können.» Weiter hat die Kirchgemeindeversammlung das Budget 1984 genehmigt. Es sieht ein Defizit von rund 72'000 Franken vor. |
Jugendarbeit wird vertieftWorber Kirchgemeindeversammlung befürwortet neue Halbtagsstellehjg. Die Versammlung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Worb hat, dem Antrag des Kirchgemeinderats entsprechend, der Neuschaffung einer zusätzlichen Arbeitsstelle (50 Prozent) mit Schwergewicht Jugendarbeit zugestimmt. Kirchgemeinderat Hans Ochsenbein wies in seinen Ausführungen zur Notwendigkeit einer Jugendarbeitsstelle darauf hin, dass 78 Prozent der 3336 in der Gemeinde Worb lebenden Minderjährigen der evangelisch-reformierten Kirche angehören. Es sei Auftrag und Aufgabe der Kirche, im Rahmen ihrer Möglichkeiten Jugendarbeit zu leisten. Gerade in der heutigen Zeit sei es wichtig, die Jugendlichen bei der Suche nach Geborgenheit zu unterstützen und ihnen vermehrt das Gefühl der Zugehörigkeit zur Kirchgemeinde zu vermitteln. Die Jugendlichen von heute seien die Kirche von morgen. Bei der Besetzung der Gemeindehelferstelle in Rüfenacht durch Marianne Morgenthaler zu Beginn 1983 sei bewusst auf die Ausarbeitung eines Pflichtenhefts verzichtet worden, man habe nur anteilmässig die einzelnen Arbeitsbereiche festgelegt und dabei 40 Prozent für die Jugendarbeit vorgesehen. Der ausführliche Arbeitsbericht der Gemeindehelferin habe jedoch gezeigt, dass wegen der zu starken Beanspruchung im Gemeindebereich zu wenig Zeit für die Arbeit mit und für Jugendliche bleibe. Zwar hätten neue Angebote wie Sonntagschul-, Tages- und Dienstlager verwirklicht, zwei kirchliche Jugendgruppen aufgebaut und in Rüfenacht eine Disco für Junge eingerichtet werden können. Nun bedürfe es aber einer Person, die die Kinder und Jugendlichen begleite, berate, freiwillige Mitarbeiter schule und genügend Zeit für die Betreuung und Weiterführung des Begonnenen habe. In Anbetracht der Bedeutung der Jugendarbeit sei die zusätzliche Halbtagsstelle auch finanziell vertretbar. Und ausserdem ...
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Pfr. Willi Hirsch tritt zurückKirchgemeindeversammlung Worb heisst Sekretariatserweiterung guthjg. Kirchgemeinderatspräsident Dr. Paul-Jürg Lyk gab an der Versammlung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Worb die Demission von Pfarrer Willi Hirsch bekannt und orientierte über die Pfarrsituation in Rüfenacht. Alle traktandierten Geschäfte passierten diskussionslos. Durch den Austritt von Pfarrer David Wider aus dem Worber Kirchgemeindedienst ist die Gemeindevikariatsstelle in Rüfenacht seit dem 1. November nicht mehr besetzt, erklärte der Kirchgemeinderatspräsident. Der zurzeit einzige Pfarrer in Rüfenacht, Willi Hirsch, erreicht im kommenden Januar die Altersgrenze. Damit er seine Unterweisungsklasse noch bis zur Konfirmation begleiten könne, habe Pfarrer Hirsch seinen Rücktritt auf den 31. Mai 1985 erklärt, fuhr Ratspräsident Lyk fort. Von da an wäre folglich kein Pfarrer mehr in Rüfenacht. Um diese Situation zu vermeiden, habe der Kirchgemeinderat mit jungen Pfarrern Kontakt aufgenommen. So stehe er in Verhandlung mit einem angehenden Pfarrer, und um die Gemeindevikariatsstelle hätten sich zwei Pfarrerinnen beworben, die die Stelle in zwei Halbämtern übernehmen möchten. Die in Betracht kommenden Bewerber könnten jedoch frühestens im März gewählt werden, da ihre Konsekration erst Ende Februar stattfindet, erklärte Lyk. Die Stellenantritte sind auf den Beginn des neuen Schuljahrs vorgesehen. Im weiteren gab der Präsident bekannt, dass der Rat Daniel Hugentobler für die (an der Kirchgemeindeversammlung vom Juni bewilligte) halbe Stelle mit Schwergewicht Jugendarbeit, gewählt hat. Hugentobler, der über eine dreieinhalbjährige kirchliche Ausbildung verfüge, habe seine Arbeit am 1. Dezember aufgenommen. Um die Worber Gemeindehelferin von der immer stärker anfallenden administrativen Arbeit zu entlasten, bewilligte die Versammlung eine 20prozentige Sekretariatsstelle. Die Stelle soll mit einer fachlich ausgebildeten Arbeitskraft besetzt werden, während sich die Gemeindehelferin in Zukunft ganz der Gemeindearbeit widmet. Der Voranschlag 1985 wurde bei gleichbleibendem Steueransatz genehmigt. Ferner wählte die Versammlung Hans Scheidegger für ein Jahr (bis zum Ende der ordentlichen Amtsperiode) in den Kirchgemeinderat |
Junges Pfarrteam in RüfenachtDie Pfarrwahl für den Gemeindeteil Rüfenacht wurde vollzogenhjg. Die Versammlung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde Worb hat den vom Kirchgemeinderat vorgeschlagenen Markus Niederhäuser als Nachfolger für den aus Altersgründen zurücktretenden Pfarrer Willi Hirsch gewählt Pfarrer Niederhäuser wird sein Amt am 1. Juni 1985 antreten. Der 29jährige Pfarrer Niederhäuser, der in Bern aufgewachsen, verheiratet und Vater einer gerade geborenen Tochter ist, übernimmt die erste Pfarrstelle nach Beendigung der Ausbildung und seiner Ende Februar 1985 erfolgten Aufnahme in den bernischen Kirchendienst. Seine durch den Kirchgemeinderat Ende März gewählten Studienkolleginnen Esther Wildbolz und Brigitte Wüthrich teilen sich die Gemeindevikariatsstelle in Rüfenacht in zwei Halbämtern und sind bereits seit Schuljahrsbeginn tätig. Es sei der Wunsch der drei Pfarrer gewesen, betonte Kirchgemeinderatspräsident Dr. Paul-Jürg Lyk, in einer Gemeinde gemeinsam Aufgaben zu übernehmen und zu wirken. Gerade in diesem Anliegen sehe der Rat eine grosse Chance für eine gute und fruchtbare Zusammenarbeit. Einen Kredit von 48'500 Franken für Renovationsarbeiten und kleine Änderungen in der bestehenden Pfarrwohnung in Rüfenacht an der Längimoosstrasse 26, in die Pfarrer Niederhäuser mit seiner Familie einziehen wird, wurde diskussionslos bewilligt. Der Verkauf der alten Orgelpfeifen aus der Worber Kirche habe bis anhin einen Erlös von rund 12'000 Franken erzielt, gab der Ratspräsident weiter bekannt. Der Kirchgemeinderat habe beschlossen, diesen Betrag zur Anschaffung eines kleinen Orgel-Positivs, einer kleinen, transportablen Orgel, zu verwenden. So sei es möglich, auch bei Gottesdiensten in den Aussengemeinden oder im Rüfenachter Kirchgemeindehaussaal Orgelmusik einzusetzen. Im weitern orientierte Lyk über die Verwendung der bei der Kirchenrestauration im Chor gefundenen, elf wertvollen Sandsteingrabplatten. Da sie ein Dokument der Worber Geschichte darstellten, sei es sinnvoll, sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen und in der Nähe der Kirche aufzustellen. Der Rat trage sich mit dem Gedanken, ein nördlich der Kirche liegendes, gemeindeeigenes, kleines Stück Land zu erwerben, um den Nordzugang der Kirche auszubauen und umzugestalten unter Einbezug der Grabplatten. Christa Hebeisen berichtete über die Ziele einer sich im Aufbau befindenden Arbeitsgruppe, die sich der Tamilenfrage annimmt. Dabei versuche man eine Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde und anderen Bevölkerungskreisen zu erreichen. Ziele der Arbeitsgruppe sind ein für Juni vorgesehener Orientierungsabend zum Tamilenproblem, sowie die Vermittlung von Tamilen für kurze Arbeitseinsätze, vorab im Bereich der Landwirtschaft, aber auch für Putz- und Gartenarbeiten. Langfristig möchte man auch in Worb für einige Flüchtlinge Unterkunft finden. Infolge Wohnungswechsels präsidierte Peter Fankhauser das letzte Mal die Kirchgemeindeversammlung. Ratspräsident Lyk dankte ihm herzlich für die während fast acht Jahren geleistete grossen Arbeit und lobte die gute Zusammenarbeit. Fritz Meerstetter übernimmt das Präsidialamt bis zum Ende der Amtsperiode. |
Kirche Worb teurer als geplantKirchgemeinde genehmigte Nachkredit für Innenrestaurationhjg. Die Restaurierung der Kirche Worb wird teurer als erwartet: Nach einer Diskussion genehmigte die Versammlung der evangelisch-reformierten Kirchgemeinde die Bauabrechnung, die sich auf 1'411'488 Franken beläuft, sowie den erforderlichen Nachkredit von 340'488 Franken. Hauptursache für den erheblichen Kostenmehraufwand sei die Umplanung der Dachkonstruktion, erklärte Kirchgemeinderat und Baukommissionspräsident Hans-Ulrich Steiner an der Kirchgemeindeversammlung. Die Umplanung von einer Holzverstärkung in eine komplizierte Stahlausführung sei nach einem Veto der Denkmalpflege notwendig gewesen, um die Kirche in ihrer ursprünglichen Form zu erhalten. Kostensteigernd hätten sich auch die Ausführung vieler unvorhergesehener Arbeiten wie Bilderrestaurationen, archäologischer Abklärungen, Reparaturen von Mauerrissen und Fenstern ausgewirkt. Die verhältnismässig hohe Überschreitung gab an der Versammlung zu einiger Kritik Anlass, und für die Zukunft wurden genauere Kostenvoranschläge gefordert. Architekt Peter Schlosser hielt dem entgegen, dass es sich nicht um ein berechenbares Neubauprojekt gehandelt habe, sondern um eine Restaurierung, die immer mehr oder weniger grosse uneinkalkulierbare Posten zum Vorschein bringe. Kirchgemeinderatspräsident Dr. Paul-Jürg Lyk dankte allen an der Kirchenrestauration Beteiligten für ihren grossen Einsatz. Orgeleinbau im JuliDer Einbau der neuen Orgel werde am 8. Juli beginnen und nehme rund einen Monat in Anspruch, gab Lyk bekannt. Anschliessend erfolge die nochmals vier Wochen dauernde Intonierung der gegen zweieinhalbtausend Pfeifen. Die Einweihung der Orgel ist auf den 10. November angesetzt. Die Verwaltungsrechnung 1984, die bei einem Aufwand von 1'657'624 Franken mit einem Ausgabenüberschuss von 119'168 Franken abschliesst, wurde diskussionslos genehmigt. |
Worbs Kirchgemeindeversammlung wählte Eva Koschorke klarMehrheit für Frau Pfarrereps. Worb hat eine neue Pfarrerin: Mit grosser Mehrheit wählte die Kirchgemeindeversammlung Eva Koschorke als Nachfolgerin für den bereits vor Jahresfrist pensionierten Roland Lüthi.
Ebenfalls neu gewählt wurden Toni Grossenbacher in den Kirchgemeinderat sowie Jacqueline Tschanz-Houlmann als Sekretärin der Kirchgemeindeversammlung und des Kirchgemeinderates. Genehmigt wurde das Budget 1989, welches einen Ausgabenüberschuss von 73 500 Franken vorsieht. Der Steuersatz bleibt bei 11% des Staatssteueraufkommens. Der Kirchgemeinderat beabsichtigt, ab Januar 1989 den Gottesdienstbeginn in Worb und Rüfenacht einheitlich auf 9.30 Uhr festzulegen. Die Renovation von Pfarrhaus und Stöckli ist demnächst beendet. Deshalb öffnen am Sonntag, dem 27. November, im Anschluss an die Predigt, beide Gebäude ihre Tore für interessierte Besucher. |
WORB/KirchgemeindeFragen zum Kirchenasylahr. Der Entscheid des Worber Kirchgemeinderats, zwei Familien aus dem Kosovo Kirchenasyl zu gewähren, hat in der Gemeinde unterschiedliche Reaktionen bewirkt. So kamen bei einer Sammlung für die Betreuung der beiden Familien - die eine hat sich inzwischen nach Deutschland begeben - 48'000 Franken zusammen; das ist mehr, als in der Gemeinde Worb für die Aktion «Brot für alle» einbezahlt worden ist. Es gab aber auch negative Echos und einige Kirchenaustritte zu verzeichnen, wie Kirchgemeinderatspräsident Toni Grossenbacher berichtete. Kaum genutzt haben die Kritiker das Angebot des Kirchgemeinderats zu einer Aussprache über die Problematik des Kirchenasyls. Lediglich ein Besucher vertrat die Meinung, das Kirchenasyl sei hinfällig geworden, der Kanton müsse sich um die Asylbewerber kümmern, die nicht ausgeschafft werden könnten. Genehmigt hat die Kirchgemeindeversammlung die Rechnung 1993, die bei Aufwendungen von 2 Millionen Franken mit einem Ertragsüberschuss von knapp 400'000 Franken abschliesst, der für zusätzliche Abschreibungen verwendet worden ist. Die durch den Wegzug von Pfarrer Reiner Rohloff entstandene Lücke wird vorübergehend durch Pfarrerin Brigitte Bühler abgedeckt, die zurzeit ein 100-Prozent-Pensum versieht. Ab 1. August wird Isabelle Noth als Pfarrverweserin in Rüfenacht tätig sein, sie soll im November an der Kirchgemeindeversammlung als neue Pfarrerin gewählt werden. Bereits im Amt ist die neue Rüfenachter Kirchgemeindehelferin Elisabeth Wäckerlin-Forster. In Worb versieht gegenwärtig der Theologieprofessor Klaus-Peter Blaser das Amt eines Stellvertreters für den im Urlaub weilenden Pfr. Alfred Zimmermann. |
WORBSchwarz gewähltpd. Per 1. Juli übernimmt Stefan Schwarz das in der Kirchgemeinde Worb neu geschaffene Spezialpfarramt für Eltern und Kinder mit einem Arbeitspensum von 50 Prozent. Die Kirchgemeinde bestätigte an ihrer Versammlung in der Kirche Rüfenacht den vom Kirchgemeinderat berufenen Pfarrer. Schwarz hatte sein Vikariat in der Kirchgemeinde Worb absolviert und war zuletzt Pfarrer in Thun-Strättligen. Er werde kein Gebiet betreuen, sondern nebst den üblichen pfarramtlichen Tätigkeiten vorab auf die Anliegen von Eltern und Kindern eingehen, sagt Urs Tännler, Präsident der Kirchgemeinde. Ernst Bützberger und Peter Kühn ersetzen im Worber Kirchgemeinderat Roger Begert und Peter Jörg. |
Der
Weg zu dieser Wahl war für den Kirchgemeinderat wie auch die neue
Pfarrerin recht steinig und die Person von Eva Koschorke nicht
unumstritten. An der Wahlversammlung selber überwogen allerdings die
positiven Stimmen. Eva Koschorke ist 39jährig und Mutter von drei
schulpflichtigen Kindern. Auch ihr Mann ist auf theologischem Gebiet
tätig. Nachdem sie in Deutschland Theologie studiert und dreieinhalb
Jahre lang daselbst als Pfarrerin gewirkt hatte, zog sie 1980 mit ihrer
Familie nach Bäriswil. Während 12 Monaten hat sie in Worb bereits Dorf
und Leute kennengelernt, und im September ist sie in den bernischen
Kirchendienst aufgenommen worden. Das Ergebnis der geheimen Wahl lautete
klar 119 Ja- zu 44 Nein-Stimmen bei 13 Enthaltungen.