ZOLLIKOFENAufruf gegen RassismusDie Gemeinde Zollikofen sorgt vor. Sie will verhindern, dass sich die rechtsextreme Szene im Dorf ansiedelt.In Münchenbuchsee treiben gewalttätige Rechtsextreme ihr Unwesen. In Ittigen will ein bekennender Skinhead diesen Herbst in den Gemeinderat gewählt werden. Ein Geburtstagsfest im Rüttiwäldli entpuppte sich kürzlich als nationales Treffen von Gleichgesinnten (die BZ berichtete) - die rechtsextreme Szene ist im Norden der Stadt Bern aktiver denn je. In beiden betroffenen Gemeinden haben aber die aufgeschreckten Behörden bekannt gegeben, dass sie die Zustände nicht weiter tolerieren will. Keine AnzeichenDaher erstaunt nicht, dass der Gemeinderat von Zollikofen dadurch aufgeschreckt wurde. Anzeichen, dass es auch in Zollikofen eine rechtsextreme Szene gebe, habe er keine, sagt Gemeindepräsident Gottfried Aebi (SVP). «Wir wollen aber nicht vor Tatsachen gestellt werden» deshalb habe der Gemeinderat nun reagiert. «Eine klare Haltung sagt viel aus», meint Aebi. Ergo ist der Aufruf im Mitteilungsblatt mit «Stopp den rassistischen Auswüchsen!» überschrieben. Zwar wurde die Gemeinde «bis heute weitgehend von Aktionen extremistischer Gruppen verschont», heisst es im neuesten Mitteilungsblatt. Die Reaktionen der Behörden in den Nachbargemeinden könnten nun aber dazu führen, «dass extreme, Gruppen für Treffen in unserer Gemeinde ausweichen». Appell an die VermieterUm dieser Entwicklung entgegenzuwirken, richtet der Gemeinderat einen Aufruf an Vermieter von Wald- und Freizeithütten, von: Hallen und grösseren Sälen. Er bittet darum, Unterkünfte oder Hallen nur an bekannte Personen zu vermieten. Erfolge die Miete durch eine unbekannte Person, solle immer nach dem Bezug zu Zollikofen gefragt werden. Organisierende müssten sich «vom rassistischen Gedankengut distanzieren.» rr |